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Evangelische Freikirche Köln

Rösrather Straße 176, 51107 Köln

Eine internationale Gemeinde, in der Menschen aus über 40 Nationen ihre geistliche Heimat gefunden haben.

Täglicher Impuls
Montag

Wenn Mauern zwischen uns stehen

Manche Konflikte sind so festgefahren, dass die Fronten wie verriegelte Burgen wirken. Wenn Bitterkeit eingezogen ist, hilft kein Argumentieren mehr. Die Bibel beschreibt dies drastisch: 'Ein Bruder, der betrogen wurde, ist unzugänglicher als eine befestigte Stadt.' Wer sich betrogen fühlt, baut Mauern um sein Herz und verriegelt die Tore. Versöhnung scheint unmöglich. Doch Gottes Wort lässt uns nicht ohne Hoffnung. Es zeigt einen Ausweg: die Hilfe von außen. Der Puritaner Matthew Henry schrieb: 'Es ist besser in einem Konflikt etwas von seinem Recht aufzugeben und Frieden zu haben, als auf seinem vollen Recht zu bestehen und die Gemeinschaft zu zerstören.' In festgefahrenen Konflikten brauchen wir Menschen, die Gottes Willen suchen und uns helfen, ihn zu erkennen. Gott hat uns nicht allein gelassen – er hat uns seine Gemeinde und weise Leiter gegeben.

Sprüche 18,18-19
Gebet

Bitte Gott, dein verhärtetes Herz zu erweichen und dich für Versöhnung zu öffnen, auch wenn es schwerfällt.

Herausforderung

Gibt es in meinem Leben einen Konflikt, in dem ich Mauern um mein Herz gebaut habe?

"

Aufnahme vom 5. März 2026

Predigt

5. Coping with fear - fear of death // Dr. Heinrich Derksen

Donnerstag, 5. März 2026
Johannes 11
Kernaussage

Der Tod ist durch Jesus Christus besiegt worden und Christen müssen sich der Angst vor dem Tod nicht ausliefern. Es ist menschlich und natürlich, Angst vor dem Sterben zu haben, aber durch das Festhalten an Christus und das Vertrauen auf Gott können wir diese Angst überwinden. Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Übergang in das eigentliche Leben bei Gott.

Der Sprecher teilt eine persönliche Erfahrung über die Angst vor einer möglichen Krebsdiagnose und spricht über die weit verbreitete Angst vor dem Tod. Er erklärt, dass Menschen oft alles Mögliche tun, um gesund zu bleiben und dem Tod zu entgehen, dass diese Angst aber ihr Leben bestimmen kann. In dieser Andacht aus der Serie "Umgang mit der Angst" geht es speziell um die Angst vor dem Tod und wie Christen damit umgehen können. Der Redner erklärt, dass der Tod nicht Teil des Lebens ist, sondern dass Menschen zum Leben bestimmt sind. Jesus kam, um den Tod zu besiegen, und am Kreuz wurde der Tod entmächtigt. Es ist kein Zeichen von Unglauben, Angst vor dem Tod zu haben, denn der Wunsch zu leben ist gottgegeben. Jesus selbst hatte im Garten Gethsemane Todesangst und zeigt uns, dass wir in dieser Not zu Gott schreien können. Paulus zeigt eine weitere Perspektive: den Tod als Übergang in die Ewigkeit zu sehen, wodurch die Angst genommen wird. Der christliche Glaube sagt nicht, dass man keine Angst haben muss, sondern dass man der Angst nicht ausgeliefert ist und an Christus festhalten kann, der durch Leid in die Herrlichkeit führt.

Hauptthemen (5)

1. Die natürliche Angst vor dem Tod

  • Menschen haben verständlicherweise Angst vor Krankheit und Tod, besonders wenn es konkret wird
  • Viele unternehmen aus Angst vor dem Tod alles Mögliche, um gesund zu bleiben
  • Die Angst vor dem Tod bestimmt oft das Leben von Menschen
  • Es ist oft nicht die Angst vor dem Tod selbst, sondern vor dem Sterbeprozess oder dem Ungewissen

2. Der Tod als besiegter Feind

  • Der Tod gehört nicht zum Leben - Menschen sind zum Leben bestimmt
  • Jesus kam, um den Tod zu töten - der Tod ist tot
  • Am Kreuz von Golgatha wurde der Tod entmächtigt und besiegt
  • In der Zukunft wird der Tod für ewig beseitigt sein

3. Der Wunsch zu leben ist gottgegeben

  • Der Wunsch zu leben und nicht zu sterben ist Teil unseres menschlichen Wesens
  • Gott hat uns zum Leben bestimmt
  • Man muss sich nicht entschuldigen, wenn man gesund werden und leben möchte
  • Heilungsgebete und der Wunsch nach Gesundheit sind legitim

4. Jesus versteht unsere Todesangst

  • Jesus hatte im Garten Gethsemane selbst Angst vor dem Tod
  • Er rang mit dem Tod und betete heftiger
  • Jesus hatte Angst, weil er Mensch war, nicht aus Unglauben
  • Jesus zeigt uns, wo wir Halt finden: im Gebet zum Vater und in der Hingabe an Gottes Willen

5. Die neue Perspektive auf den Tod

  • Paulus sah den Tod als Übergang in die Ewigkeit
  • Der Tod ist Gewinn für den, der an Christus glaubt
  • Nach dem Tod wartet das eigentliche Leben bei Gott
  • Man kann Freude auf den Himmel entwickeln und dennoch den Auftrag auf Erden erfüllen

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Johannes 11

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, selbst wenn er stirbt.

1. Korinther 15,54-55

Verschlungen ist der Tod im Sieg. Wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?

Psalm 116

Stricke des Todes hatten mich umfangen. Des Totenreichs Schrecken hatten mich getroffen. Ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des Herrn. Ach, Herr, errette mich. Der Herr ist gnädig und gerecht und unser Gott ist barmherzig.

Lukas 22,44

Und er rang mit dem Tod und betete heftiger. Und sein Schweiß wurde wie Blutstropfen.

Philipperbrief

Christus ist mein Leben und Sterben mein Gewinn.

Weitere Referenzen

  • Hebräerbrief
  • Offenbarung
  • Jakobus 5

Praktische Anwendung (4)

  • 1 Angst vor dem Tod zu Gott im Gebet bringen: Wie Jesus im Garten Gethsemane sollen wir unsere Ängste und Nöte im Gebet vor Gott bringen und unseren Willen in Gottes Hände legen. So erfahren wir Halt und Hilfe in der Angst.
  • 2 An Christus festhalten: Wir müssen uns nichts einreden oder einbilden, sondern einfach an Christus festhalten. Er hält uns in der Stunde des Todes und befreit uns von der Macht der Angst.
  • 3 Die Perspektive ändern: Den Tod als Übergang in die Ewigkeit sehen und sich auf das eigentliche Leben bei Gott freuen. Diese Perspektive nimmt die Angst und gibt Hoffnung auf die Herrlichkeit.
  • 4 Sich nicht der Angst ausliefern: Anerkennen, dass die Angst real ist, aber wissen, dass man ihr nicht ausgeliefert ist und in der Angst nicht allein bleibt. Gott vertrauen, dass er durch Leid in die Herrlichkeit führt.