Evangelische Freikirche Köln
Eine internationale Gemeinde, in der Menschen aus über 40 Nationen ihre geistliche Heimat gefunden haben.
Gottes Weltformel entdeckt
Der Apostel Paulus schreibt aus dem Gefängnis in Rom, doch seine Worte strahlen nicht Verzweiflung, sondern Hoffnung und Erhabenheit aus. Es ist, als hätte sich ihm das Tor des Himmels geöffnet und er entdeckte dort nie geahnte Schätze. Paulus hat die 'Weltformel' gefunden – nicht eine physikalische Gleichung, sondern die göttliche Antwort auf alle großen Fragen des Lebens: Was ist der Sinn unseres Seins? Was ist das Ziel aller Dinge? Wo liegt unsere Bestimmung? Die Antwort lautet: 'dass alles zusammengefasst würde in Christus, was im Himmel und auf Erden ist.' Gott hat einen perfekten Plan, und dieser Plan dreht sich ganz um Jesus Christus. In einer Welt voller Zerrissenheit – politisch, sozial, zwischen Völkern und sogar in unseren eigenen Herzen – gibt es eine Hoffnung, die größer ist als alle Probleme. Gott kennt die Lösung, denn er hat sie selbst vor ewigen Zeiten in seinem Sohn gefasst.
Danke Gott dafür, dass er einen perfekten Plan für diese zerbrochene Welt hat und dass dieser Plan in Christus bereits in Gang gesetzt ist.
Welche Bereiche der Zerrissenheit in meinem Leben oder meiner Welt brauchen heute Gottes heilenden Plan?
Aufnahme vom 15. März 2026
Merkmal 1: Wachstum im Glauben und in der Liebe // Daniel Siemens
Eine gesunde Gemeinde zeichnet sich durch Wachstum im Glauben und in der Liebe aus. Der Glaube vertraut einzig und allein auf Gottes Zusagen, nicht auf Gefühle, Erfahrungen oder Umstände, während die Liebe sich in tätigen Werken zeigt. Beide sind untrennbar miteinander verbunden und das Erkennungsmerkmal echter Christen.
Hauptthemen
(5)
1. Merkmale ungesunder Gemeinden
- • Gemeinden, die auf falschen Fundamenten bauen statt auf dem rettenden Evangelium
- • Gemeinden, die auf kirchliche Traditionen, Formen und Liturgie vertrauen
- • Gemeinden, die zum Gesetz zurückkehren und eigene Leistung als Heilsvoraussetzung predigen
- • Gemeinden, bei denen Leiter oder Menschen im Vordergrund stehen statt Christus
- • Gemeinden, die vorrangig auf spektakuläre Phänomene wie Heilungen und Wunder setzen
2. Wachstum im Glauben
- • Von Natur aus sind Menschen ungläubig, nicht gläubig
- • Glaube muss durch geistliche Speise (Gottes Wort) wachsen
- • Wachstum geschieht durch Hören, Lesen, Forschen in Gottes Wort und Gemeindeleben
- • Glaube wächst durch Glaubenserfahrungen im Alltag
- • Echter Glaube bewährt sich in Verfolgungen und Bedrängnissen
- • Lebendiger Glaube glaubt DEM einen Gott, nicht nur AN einen Gott
- • Glaube vertraut Gottes Zusagen mehr als Erfahrungen, Gefühlen und Umständen
3. Abraham als Vorbild des Glaubens
- • Abraham musste zwischen seinen Erfahrungen/Umständen und Gottes Zusage wählen
- • Er entschied sich gegen Erfahrungen, Umstände und Gefühle für Gottes Wort
- • Sein Glaube wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet
- • Heilsgewissheit gründet sich niemals auf eigene Gefühle oder Erfahrungen
- • Heilsgewissheit gründet sich allein auf Gottes Wort und Zusagen
4. Wachstum in der Liebe
- • Gott ist die Liebe - diese Wahrheit ist einzigartig im Christentum
- • Gottes Liebe ist initiativ und bedingungslos
- • Keine andere Religion stellt Gottes persönliche Liebe zum Einzelnen so dar
- • Glaube und Liebe sind ein untrennbares Zwillingspaar
- • Wer glaubt, aber nicht liebt, ist religiös, aber nicht gläubig
- • Liebe ist Tat und Arbeit, nicht nur warmes Bauchgefühl
- • Christliche Liebe ist praktisch und sichtbar
5. Die Gemeinde in Thessalonich als Vorbild
- • Sie wuchsen im Glauben über die Maßen
- • Die Liebe jedes Einzelnen nahm zu
- • Sie hielten stand in Verfolgungen und Bedrängnissen
- • Sie hatten wachsendes Interesse an Gottes Wort
- • Sie waren ein Vorbild für andere Gemeinden
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Paulus und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der Thessalonicher in Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Wir sind es Gott schuldig, alle Zeit für euch zu danken, Brüder, wie es sich auch geziemt. Weil euer Glaube über die Maßen wächst und die Liebe jedes einzelnen von euch zunimmt, allen gegenüber. Sodass wir selbst uns im Hinblick auf euch rühmen in den Gemeinden Gottes wegen eures standhaften Aushaltes.
Einige von ihnen, von den Zuhörern, ließen sich überzeugen und schlossen sich Paulus und Silas an. Auch eine große Menge von gottesfürchtigen Griechen, also Nichtjuden, dazu nicht wenige von den angesehensten Frauen.
Fürchte dich nicht, Abraham. Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn. Abraham aber sprach, Herr, Herr, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder. Und mein Knecht Eliezer von Damaskus wird mein Haus besitzen. Und Abraham sprach, mir hast du keine Nachkommen gegeben. Und siehe, einer aus meinem Haus wird mein Erbe sein. Und siehe, der Herr sprach zu ihm, nein, er soll nicht dein Erbe sein, sondern der von deinem Leibe kommen wird. Der soll dein Erbe sein. Und er ließ ihn hinausgehen und sprach, sieh zum Himmel, zähle die Sterne. Kannst du sie zählen? Und er sprach, so zahlreich sollen deine Nachkommen sein. Abraham glaubte dem Herrn. Und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.
Darum danken wir auch Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort der göttlichen Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort angenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Wort Gottes, der in euch wirkt, die ihr glaubt.
Wir danken Gott alle Zeit für euch alle und gedenken euer in unseren Gebeten und denken ohne Unterlass vor Gott, unserem Vater, an euer Werk im Glauben und an eure Arbeit in der Liebe und an eure Geduld in der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus.
Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist.
Für sie war das Leben Christus und Sterben war Gewinn.
Weitere Referenzen
- → 1. Korintherbrief
- → Offenbarung (sieben Gemeinden: Smyrna, Philadelphia)
- → Hebräer 11,6 (ohne Glauben unmöglich Gott zu gefallen)
- → Johannes (Gott ist Liebe)
- → 1. Johannes (Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat)
- → Römer 5 (Als wir noch Sünder waren, starb Christus für uns)
Praktische Anwendung
(5)
- 1 Gründe deinen Glauben auf Gottes Wort, nicht auf Gefühle: Suche niemals nach Bestätigung in dir selbst. Vertraue Gottes Zusagen mehr als deinen Erfahrungen, Gefühlen oder den Umständen deines Lebens, wie Abraham es vorgemacht hat.
- 2 Wachse im Glauben durch geistliche Speise: Nimm regelmäßig Gottes Wort auf durch Gottesdienste, Predigten, Bibelstunden, Kleingruppen, persönliches Bibellesen und gute christliche Bücher. Die Gemeinde ist die Schule Gottes, in der wir gemeinsam wachsen.
- 3 Gründe deine Heilsgewissheit allein auf Gottes Zusagen: Verlasse dich nicht auf deine Gefühle oder Erfahrungen für deine Heilsgewissheit. Gottes Wort sagt: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen - das genügt und das allein zählt.
- 4 Lasse deinen Glauben durch tätige Liebe sichtbar werden: Liebe ist keine bloße Emotion, sondern Tat und Arbeit. Praktiziere die Werke des Glaubens und mache die Arbeit der Liebe in deinem Alltag sichtbar.
- 5 Antworte auf Gottes Liebe mit Glauben und Liebe: Gott liebt dich persönlich und möchte eine tiefe Beziehung zu dir. Das Heil musst du dir nicht verdienen - Jesus hat den Preis bezahlt. Antworte auf seine Liebe mit kindlichem Vertrauen und tätiger Liebe.