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Christus Gemeinde Büchenbronn

Dillweißensteiner Straße 52, 75180 Pforzheim

Egal, ob jung oder alt, bei uns findest Du einen Ort, an dem Glaube gelebt und Gemeinschaft geschätzt wird. Komm vorbei und erlebe inspirierende Gottesdienste, herzliches Miteinander und eine starke Unterstützung auf Deinem Lebensweg. Wir freuen uns auf Dich!

Täglicher Impuls
Mittwoch

Wahre Freiheit in der Nachfolge

Christus macht uns frei – aber wovon und wozu? Unsere Sozialisierung hat uns beigebracht: Du bist wertvoll, wenn du Leistung bringst. Doch diese Lüge hält uns gefangen in einem endlosen Kreislauf von Streben und Erschöpfung. Jesus befreit uns von falschen Sicherheiten, von der Überzeugung, dass wir aus eigener Kraft leben müssen. Er macht uns frei zu vertrauen, dass unser Wert nicht von unserer Leistung abhängt. Frei zu erfahren, dass geteiltes Glück doppelt hält. Frei für eine Denkweise der Inklusion statt der Ausgrenzung. Diese Freiheit ist kein Selbstzweck. Sie entfaltet sich in der Begegnung mit unserem Schöpfer und unserem Nächsten. 'Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen... und deinen Nächsten wie dich selbst.' In dieser Freiheit werden wir Salz und Licht – nicht erst in der kommenden Welt, sondern hier und jetzt.

Galater 5,1
Gebet

Danke Gott für die Freiheit, die er dir in Christus schenkt, und bitte ihn, dir zu helfen, diese Freiheit in Liebe zu leben.

Herausforderung

Von welchen Leistungsdenken und falschen Sicherheiten möchte Christus mich befreien?

"

Aufnahme vom 15. März 2026

Letzte Predigt

Nachfolge - eine Ent-Scheidung mit Folgen - 15.03.2026

Sonntag, 15. März 2026
Lukas 14,25-33
Kernaussage

Nachfolge Jesu ist eine bewusste Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen, die den Einsatz des ganzen Lebens erfordert. Jesus sucht keine passiven Sympathisanten oder Fans, sondern entschlossene Jünger, die bereit sind, ihr Kreuz täglich auf sich zu nehmen und neue Lebensprioritäten zu setzen. Diese Nachfolge ist keine billige Gnade, sondern setzt auf Gottes Kraft und Verheißungen.

Diese Predigt behandelt das Thema der Nachfolge Jesu als bewusste Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen. Der Prediger reflektiert über Lukas 14,25-33, wo Jesus harte Worte an die Volksmenge richtet, die ihm nach Jerusalem folgt. Er unterscheidet zwischen Fans, Followern und echten Nachfolgern Christi und betont, dass wahre Nachfolge eine grundlegende Entscheidung erfordert, die täglich erneuert werden muss. Der Prediger verwendet seine Erfahrung als Integrationsmanager als Parallele zur geistlichen Nachfolge: Beide erfordern klare Zielsetzung, einen Plan und regelmäßige Überprüfung des Fortschritts. Jesus fordert nicht oberflächliche Bewunderung, sondern totale Hingabe, die sogar familiäre Bindungen und das eigene Leben in den Schatten stellt. Das Kreuz wird als zentrale Metapher für das Sterben des alten Lebens und die tägliche Umkehr zu Gott dargestellt. Die Predigt schließt mit vier Kernpunkten: Nachfolge erfordert bewusste Entscheidung, ist nicht billig, sucht entschlossene Jünger statt Sympathisanten, und setzt auf Gottes Kraft statt eigene Stärke.

Hauptthemen (5)

1. Nachfolge als bewusste Entscheidung

  • Nachfolge setzt eine Bezugsperson voraus, der man vorangeht und erfordert die Entscheidung, Dinge hinter sich zu lassen
  • Es ist eine Grundsatzentscheidung: Gehe ich oder bleibe ich stehen?
  • Nachfolge erfordert eine Reihe täglicher Entscheidungen, die sich auf das Endziel ausrichten
  • Der Nachfolger unterscheidet sich vom Fan oder Follower durch das Bewusstsein der Kosten und die tägliche Neuausrichtung

2. Die Kosten der Nachfolge

  • Die Liebe und Hingabe zu Christus soll im Vergleich zur Familienliebe und selbstzentriertem Leben so weit entfernt sein wie Liebe zum Hass
  • Nachfolge bedeutet Freiheit von falschen Sicherheiten, eigenem selbstbestimmten Leben und gesellschaftlichen Paradigmen
  • Man muss allem entsagen, was man hat, um wirklich Jünger sein zu können
  • Jesus warnt vor billigem Nachfolgen ohne Bewusstsein der Konsequenzen

3. Das Kreuz als Brücke und Metapher

  • Wer nicht sein Kreuz trägt und Jesus nachkommt, kann nicht sein Jünger sein
  • Das Kreuz ist eine Metapher für den Tod der alten, von Sünde geprägten Natur
  • Buße und Umkehr sind nicht einmalige Ereignisse, sondern tägliche Entscheidungen
  • Eine Kirche ohne Kreuz hat ihre Kraft und Daseinsberechtigung verwirkt
  • Billige Gnade ohne Kreuz ist der Feind der Kirche

4. Rationale Überlegung der Nachfolge

  • Jesus gebraucht zwei Gleichnisse: vom Turmbau und vom Feldzug
  • Man soll die Kosten überschlagen wie ein Bauherr, der einen Turm bauen will
  • Wie ein König, der in den Krieg zieht, soll man seine Möglichkeiten realistisch einschätzen
  • Jesus fordert rationalen Verstand, nicht blinden Glauben ohne Überlegung
  • Große Aufgaben erfordern reichliche Überlegung und klare Hingabe

5. Freiheit durch Christus

  • Freiheit von Leistungsdenken und Selbstwertbestimmung durch Erfolg
  • Freiheit zu vertrauen, dass man nicht allein von der eigenen Leistung lebt
  • Freiheit für Inklusion statt Ausgrenzung
  • Freiheit entfaltet sich in der Begegnung mit dem Schöpfer und dem Nächsten
  • Das Reich Gottes ist schon jetzt unter uns und will aktiv mitgestaltet werden

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Lukas 14,25-33

Es zog aber eine große Volksmenge mit ihm und er wandte sich um und sprach zu ihnen. Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein ganzes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein. Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein. Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er die Mittel hat zur gänzlichen Ausführung. Damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und es nicht vollenden kann, alle, die es sehen, über ihn spotten beginnen und sagen, dieser Mensch fing an zu bauen und konnte es nicht vollenden. Oder welcher König, der ausziehen will, um mit einem anderen König Krieg zu führen, setzt sich nicht zuvor, ob er imstande ist, mit 10.000 dem zu begegnen, der mit 20.000 gegen ihn anrückt. Wenn aber nicht, so sendet er, solange jener noch fern ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedienung. So kann auch keiner von euch mein Jünger sein, der nicht allem entsagt, was er hat.

Weitere Referenzen

  • 1 Korinther (Brief an die Korinther über das Kreuz)
  • Matthäus 22,37-39 (Liebe Gott und deinen Nächsten)

Praktische Anwendung (4)

  • 1 Bewusste Entscheidung treffen und Lebensprioritäten setzen: Die Nachfolge Jesu erfordert eine klare, bewusste Entscheidung, bei der man neue Lebensprioritäten setzt und bereit ist, Dinge hinter sich zu lassen. Dies ist keine einmalige, sondern eine täglich zu erneuernde Entscheidung.
  • 2 Das ganze Leben einsetzen, nicht nur sympathisieren: Jesus sucht keine bloßen Fans oder Sympathisanten, sondern entschlossene Jünger. Die Nachfolge ist kein billiges Angebot, sondern erfordert den Einsatz des ganzen Lebens und kann Konsequenzen, Ablehnung oder Verzicht mit sich bringen.
  • 3 Täglich Buße und Umkehr praktizieren: Das Kreuz täglich auf sich nehmen bedeutet, täglich Entscheidungen der Umkehr und Buße zu treffen und zu Christus als Kraftquelle aufzuschauen. Dies ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein kontinuierlicher Prozess.
  • 4 Auf Gottes Kraft vertrauen statt auf eigene Stärke: Nachfolge setzt nicht auf eigene Kraft, sondern auf Gottes Verheißungen und Stärke. Man soll rational die Kosten überschlagen, aber im Vertrauen darauf, dass Gott zum Gelingen verhilft, weil er ruft.