Christus Gemeinde Gensingen
Familienfreundlich, offen & einladend – so sind wir als Christus Gemeinde Gensingen. Bei uns dreht sich alles um einen echten, lebendigen Glauben an Jesus Christus. Wir glauben, dass Jesus lebt und auferstanden ist. So wie die Bibel es sagt. Ihm zu Ehren feiern wir Gottesdienste und lieben es, Gott gemeinsam anzubeten. Das Feiern nehmen wir auch in dem Sinn wörtlich, dass wir ein monatliches Gemeindebuffet anbieten … Unser Herzenswunsch ist es, dich auf deinem Weg zu und mit Jesus zu begleiten. Denn erst mit Jesus hat unser Leben ein stabiles Fundament und ein ewiges herrliches Ziel – über den Tod hinaus. Und göttliche Unterstützung, wenn´s mal schwierig wird. ER will dein Freund und Erlöser sein. Lerne ihn kennen … Es lohnt sich!
Dankbarkeit als bewusster Willensakt
Wir machen oft den Fehler zu glauben, dass wir dankbare Gefühle brauchen, um richtig danken zu können. Wir denken, Dankbarkeit käme automatisch, wenn es uns gut geht. Doch Dankbarkeit ist kein Gefühl – sie ist ein bewusster Willensakt, den wir in den Höhen und Tiefen des Lebens praktizieren können. Paulus und Silas zeigen uns das eindrucksvoll: Um Mitternacht, gefangen im Gefängnis von Philippi, beschlossen sie willentlich, Gott zu loben und zu danken. Das waren keine Übermenschen, sondern Menschen mit genauso vielen Ängsten wie wir. Aber sie hatten in guten Zeiten gelernt zu danken, deshalb konnten sie auch in der Krise danken. Gott nimmt manchmal unsere Gefühle weg, damit wir uns nicht von ihnen leiten lassen, sondern auf ihn verlassen. Genauso ist es mit der Dankbarkeit: Sie ist keine Gefühlssache, sondern eine Willensentscheidung. Hier ist eine Herausforderung: Versuche einen ganzen Tag lang nur zu danken, ohne zu bitten.
Entscheide dich heute bewusst, Gott zu danken, unabhängig davon, wie du dich fühlst.
In welchen Situationen wartest du auf dankbare Gefühle, anstatt bewusst die Entscheidung zur Dankbarkeit zu treffen?
Aufnahme vom 18. Februar 2026
Wie Vergebung und Gnade dein Leben verändert
Vergebung ist möglich durch die Erkenntnis unserer eigenen Sündhaftigkeit und der überreichen Gnade, die wir von Gott empfangen haben. Die Geschichte von Josef zeigt uns, dass wir diese empfangene Gnade an andere weitergeben können und sollen, nicht aus egoistischen Motiven, sondern aus Gehorsam und Liebe zu Gott.
Hauptthemen
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1. Unvergebenheit als Last im Leben
- • Unvergebenheit belastet uns wie ein schwerer Rucksack im Alltag
- • Sie nimmt uns Freude und Frieden
- • Auch Christen schleppen sich oft mit solchen Lasten herum
- • Unvergebenheit wirkt wie eine unüberwindbare Mauer
2. Josefs Geschichte und Gottes Wirken
- • Josef war einer von zwei Söhnen von Jakobs Lieblingsfrau Rahel
- • Er wurde von seinen Brüdern verraten und nach Ägypten verkauft
- • Josef erlitt 13 Jahre lang großes Leid
- • Gott machte ihn zum zweitmächtigsten Mann Ägyptens
- • Josef konnte am Ende seinen Brüdern vergeben
- • Er erkannte: Seine Brüder meinten es böse, aber Gott meinte es gut
3. Erster Schritt zur Vergebung: Erkenntnis der eigenen Schwachheit und Sündhaftigkeit
- • Christen sind keine perfekten Übermenschen
- • Die Bibel zeigt uns schwache Menschen (Elia, Mose, David, Jakob)
- • Was uns stark macht, ist Gott an unserer Seite
- • Josef war nicht perfekt, sondern Gott war mit ihm
- • Wir alle sind Sünder und ermangeln des Ruhmes vor Gott
- • Wir müssen erkennen, dass auch in uns die Sünde ist
- • Die Bibel lenkt unseren Blick von anderen auf unser eigenes Herz
4. Zweiter Schritt zur Vergebung: Erkenntnis der empfangenen Gnade
- • Gott war gnädig mit Josef, wie mit Abraham, Isaak und Jakob
- • Es war nicht Josefs Leistung, sondern sein Glaube an Gott
- • Wir sind durch Christus in derselben Segenslinie
- • Die Gnade Gottes ist übervoll für uns
- • Wir können aus dieser überreichen Gnade schöpfen und sie weitergeben
- • Durch die Erkenntnis der Gnade sind wir ausgerüstet, die unüberwindbare Mauer zu überwinden
5. Dritter Schritt: Die leuchtende Kraft der Vergebung weitergeben
- • Josef küsste weinend alle seine Brüder und vergab ihnen
- • Er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen
- • Das ist übernatürliche Gnade, die nur durch Gott möglich ist
- • Biblische Vergebung geschieht um Gottes Willen, nicht aus Egoismus
- • Vergebung spiegelt Gottes Liebe wider, auch für Menschen, die Gott nicht kennen
- • Wir können aus Gottes Liebe auch dort lieben, wo es nichts zu lieben scheint
6. Wichtige Klarstellungen über Vergebung
- • Vergebung bedeutet nicht automatisch Wiederherstellung der Beziehung
- • Vergebung ist in erster Linie eine Herzensangelegenheit zwischen mir und Gott
- • Vergebung ist eine Entscheidung, kein Gefühl
- • Vergebung heißt nicht, dass das Getane nicht schlimm war
- • Vergebung hat einen Preis, der bei Christus bereits bezahlt wurde
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben.
Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedacht es gut zu machen und zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu halten ein großes Volk.
Wie sollte ich denn ein solch großes Unrecht tun und gegen Gott sündigen?
Trügerisch ist das Herz mehr als alles und unheilbar ist es. Wer kennt sich mit ihm aus?
Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen.
Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein?
Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben. Und das nicht aus euch. Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.
Denn wenn wegen der Sünde des einen der Tod geherrscht hat, durch den einen, um wie viel mehr werden die, welche die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den einen, Jesus Christus.
Dann küsste Josef weinend alle seine Brüder. Danach unterhielten sich seine Brüder mit ihm.
Und seine Brüder gingen selbst hin und fielen vor ihm nieder und sprachen, siehe, wir sind deine Knechte. Josef aber sprach zu ihnen, fürchtet euch nicht. Stehe ich denn an Gottes Stadt? Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedacht es gut zu machen und zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten, ein großes Volk. So fürchtet euch nun nicht. Ich will euch und eure Kinder versorgen. Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihm.
Weitere Referenzen
- → 1. Mose 37-50
Praktische Anwendung
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- 1 Erkenne deine eigene Sündhaftigkeit: Schaue nicht nur auf die Fehler anderer, sondern erkenne, dass auch in dir die Sünde ist. Lass die Bibel deinen Blick von anderen auf dein eigenes Herz lenken.
- 2 Werde dir der empfangenen Gnade bewusst: Erkenne, dass Gottes Gnade für dich übervoll ist. Du kannst aus dieser überreichen Gnade schöpfen und sie an andere weitergeben.
- 3 Treffe eine klare Entscheidung zur Vergebung: Vergebung ist primär eine Entscheidung, kein Gefühl. Entscheide dich, aus Gehorsam Gott gegenüber zu vergeben, nicht aus egoistischen Motiven.
- 4 Kläre Vergebung zuerst vor Gott: Vergebung ist in erster Linie eine Herzensangelegenheit zwischen dir und Gott. Tausche Zorn, Wut und Verbitterung bei ihm ein und empfange Frieden und Freude zurück.
- 5 Gib die Gnade weiter: Behalte Gottes Gnade nicht für dich, sondern gib sie weiter an Menschen in deiner Umgebung. Sei ein Licht in dieser Welt und spiegele Gottes Liebe wider.