Emanuel Lindern
Als dynamische Freikirche erleben wir heute noch, wie Gott Herzen berührt, Gebete erhört, Wunder tut und Menschen verändert. Wir verstehen uns als Teil einer großen Familie Gottes, in der auch du ganz unabhängig von deinem Alter oder deiner Herkunft herzlich willkommen bist!
Zwei Wege, eine Gnade
Apostel Paulus schreibt an die Gemeinde in Korinth über zwei grundlegende Lebenswege: verheiratet oder unverheiratet zu sein. Er beginnt mit den Worten: 'Es ist gut für den Menschen, keine Frau zu berühren. Um aber Unzucht zu vermeiden, soll jeder Mann seine eigene Frau und jede Frau ihren eigenen Mann haben.' Die erstaunliche Wahrheit ist: Beide Wege benötigen Gottes Gnade gleichermaßen. Ob du verheiratet bist oder nicht – du brauchst Gottes Kraft und Segen für deinen Weg. Es gibt keine Hierarchie der Berufungen. Paulus selbst lebte ehelos und ganz für Gott, doch er erkennt an, dass jeder seine eigene Gnadengabe von Gott hat. 'Der eine so, der andere so.' Deine Lebensform definiert nicht deinen Wert oder deine Nähe zu Gott. Was zählt, ist deine Hingabe an Christus – ob mit oder ohne Ehepartner. Gott hat für jeden einen guten Plan.
Danke Gott für den Weg, auf dem du mich führst. Bitte um seine Gnade für deinen aktuellen Lebensabschnitt – verheiratet oder unverheiratet.
In welchem Lebensabschnitt befinde ich mich gerade, und wie kann ich diese Zeit bewusst nutzen, um Gottes Gnade zu erfahren?
Aufnahme vom 10. März 2026
Alles ist erlaubt !? Wirklich ? | Pastor Heinrich Zelmer
Sexualität ist kein nebensächliches, biologisches Thema, sondern hat tiefe geistliche Bedeutung. Unser Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes und gehört Christus. Wahre Freiheit bedeutet nicht, alles tun zu dürfen, sondern die Sexualität zu beherrschen statt von ihr beherrscht zu werden. Umkehr und Reinigung sind durch Jesus Christus möglich.
Hauptthemen
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1. Das Problem ist lösbar
- • Paulus verkündet, dass egal wie verkorkst die Geschichte ist, Lösung möglich ist
- • Die Korinther kamen aus schwierigen Hintergründen (Unzucht, Götzendienst, sexuelle Sünde)
- • Paulus betont: 'Ihr seid geheiligt, wiederhergestellt worden durch die Gnade Gottes'
- • Menschen können durch den Namen Jesu Christi und den Heiligen Geist reingewaschen, geheiligt und gerecht gesprochen werden
2. Missdeutung der christlichen Freiheit
- • 'Alles ist erlaubt' wurde als Freibrief für moralische Beliebigkeit missverstanden
- • Paulus korrigiert: 'Aber nicht alles ist nützlich'
- • Wahre Freiheit hat Grenzen, auch Erwachsene sollten wissen, was nützt und was schadet
- • Das zweite 'Aber': 'Ich will mich von nichts beherrschen lassen'
- • Sexuelle Freiheit besteht darin, dass ich die Sexualität beherrsche, nicht umgekehrt
- • Sexsucht entsteht, wenn Menschen ihre Kontrolle verlieren
3. Falsche Auffassung über Sexualität
- • Stoisches Denken trennte Körper und Triebe von Seele und Vernunft
- • Die Gleichsetzung von Sexualität mit Essen und Trinken ist falsch
- • Paulus widerspricht: Der Leib ist nicht für die Unzucht, sondern für den Herrn
- • Sexualität hat im Gegensatz zu Nahrung eine tiefe geistliche Bedeutung
- • Der Körper kann nicht von der Seele getrennt werden - wir gehören Christus mit Haut und Haaren
- • Der Leib wird auferweckt und hat ewige Bedeutung
4. Unser Körper als Tempel des Heiligen Geistes
- • Unsere Leiber sind Glieder des Christus - wir vertreten seinen Leib auf Erden
- • Sexuelle Sünde zieht Christus in die Unreinheit hinein
- • Wer einer Hure anhängt, wird ein Leib mit ihr - ein Skandal für Christus
- • Unser Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes, gesalbt und geweiht
- • Wir gehören nicht mehr uns selbst, sondern sind teuer erkauft
- • Sexuelle Sünde entweiht den Tempel und provoziert Konflikt mit Gott selbst
- • Die Salbung Gottes über unserem Leben ist das höchste Gut
5. Der Appell: Flieht die Unzucht
- • Paulus' klarer Befehl: 'Flieht die Unzucht'
- • Unzucht ist jegliche Sexualität außerhalb der Ehe
- • Das Beispiel von Josef, der vor der Versuchung floh
- • Es gibt keinen Mittelweg - nur Flucht ist die richtige Reaktion
- • Buße und Umkehr führen zu echter Befreiung und Freude
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Alles ist mir erlaubt. Aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt. Aber ich will mich von nichts beherrschen lassen. Die Speisen sind für den Bauch und der Bauch für die Speisen. Gott aber wird diesen und jene wegtun. Der Leib aber ist nicht für die Unzucht, sondern für den Herrn und der Herr für den Leib. Gott aber hat den Leib auferweckt und wird auch uns, den Herrn auferweckt, wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder des Christus sind? Soll ich nun die Glieder des Christus nehmen und Hurengliedern daraus machen? Das sei fern. Oder wisst ihr nicht, dass wer einer Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist? Denn es werden, heißt es, die zwei ein Fleisch sein. Wer aber dem Herrn anhängt, der ist ein Geist mit ihm. Flieht die Unzucht. Jede Sünde, die ein Mensch sonst begeht, ist außerhalb des Leibes. Wer aber Unzucht verübt, sündigt an seinem eigenen Leib. Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel, das in euch wohnen Heiligen Geistes ist? Denn ihr, die ihr von Gott empfangen habt und das ihr nicht euch selbst gehört, denn ihr seid teuer erkauft. Darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören.
Wohl dem, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist. Wohl dem Menschen, dem der Herr keine Schuld anrechnet. Und dessen Geist kein falsch ist. Als ich es verschwieg, da verfielen meine Gebeine durch meinen Gestöhn den ganzen Tag. Denn deine Hand lag schwer auf mir Tag und Nacht, sodass mein Saft vertrocknete, wie in der Sommerdürre wird. Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg meine Schuld nicht. Ich sprach, ich will dem Herrn meine Übertretung bekennen. Dann vergabst du mir meine Sündenschuld.
Weitere Referenzen
- → Galaterbrief (über Freiheit und Gesetz)
- → Psalm 51 (Bußpsalm von David)
- → Geschichte von Josef und Potiphars Frau
- → Geschichte von König Saul (Verwerfung und Wegnahme des Heiligen Geistes)
- → Geschichte von König David und Prophet Nathan
- → Geschichte von Belsazar und den Tempelgeräten
- → Geschichte von Korinth und dem Tempel der Aphrodite
Praktische Anwendung
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- 1 Erkenne, dass Befreiung möglich ist: Egal wie verkorkst oder verdreht deine Geschichte mit Sexualität ist, durch Jesus Christus ist Lösung und Heilung möglich. Du kannst reingewaschen, geheiligt und gerecht gesprochen werden.
- 2 Prüfe deine Freiheit: Frage dich: Beherrsche ich meine Sexualität oder beherrscht sie mich? Wahre Freiheit bedeutet nicht, alles tun zu dürfen, sondern Selbstbeherrschung durch den Heiligen Geist.
- 3 Verstehe die geistliche Dimension: Erkenne, dass Sexualität keine rein biologische Angelegenheit ist wie Essen und Trinken, sondern tiefe geistliche Bedeutung hat. Dein Körper gehört Christus mit Haut und Haaren.
- 4 Bewahre die Heiligkeit deines Tempels: Dein Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Sexuelle Sünde entweiht diesen Tempel und provoziert Konflikt mit Gott selbst. Halte den Tempel rein für Gottes Herrlichkeit.
- 5 Fliehe vor sexueller Versuchung: Diskutiere nicht mit der Versuchung und suche keine Mittelwege. Folge dem Beispiel Josefs: Fliehe konsequent vor sexueller Unreinheit wie vor einer giftigen Schlange.
- 6 Höre auf die Stimme des Heiligen Geistes: Wenn der Heilige Geist sich meldet und dich auf Sünde hinweist, überhöre seine Stimme nicht. Verdrängen führt nur zu innerlicher Dürre, auch wenn äußerlich alles in Ordnung scheint.
- 7 Bekenne und erfahre Vergebung: Wenn du gefallen bist, bekenne deine Sünde offen vor Gott. Wie David kannst du von Buße zur Freude kommen - von Psalm 51 zu Psalm 32. Vergebung und Wiederherstellung sind möglich.
- 8 Bewahre die Salbung Gottes: Die Salbung Gottes über deinem Leben ist das höchste Gut. Gib alles dafür her, um diese Salbung nicht zu verlieren, denn sie macht den Unterschied zwischen toter Religion und kraftvollem Leben.