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Evangelische Baptisten Gemeinde Gifhorn (EBG)

I. Koppelweg 69, 38518 Gifhorn

Gott loben, von ihm erzählen, Menschen helfen – die Bibel als einzige Richtschnur.

Täglicher Impuls
Mittwoch

Vom Geist in die Wüste geführt

Nach seiner Taufe, nachdem der Vater bezeugt hatte: 'Dies ist mein geliebter Sohn', wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, um versucht zu werden. Der Heilige Geist führte Ihn bewusst in diese Zeit der Prüfung. Das mag uns erschrecken, aber es zeigt eine wichtige Wahrheit: Prüfungen gehören zum Leben mit Gott. Wüste und Fasten sind in der Schrift Orte der Gottesnähe, der Offenbarung und der Gemeinschaft mit Gott. Jesus suchte 40 Tage lang das Angesicht des Vaters. Erst dann kam die Versuchung. Auch in unserem Leben lässt Gott Prüfungen zu – oft nach der Bekehrung, vor wichtigen Entscheidungen oder neuen Aufgaben. Diese Prüfungen wollen uns im Glauben stärken, unsere Treue beweisen und uns in die Abhängigkeit von Gott führen.

Matthäus 4,1
Gebet

Heiliger Geist, leite mich auch durch schwierige Zeiten. Hilf mir, in der Wüste Deine Nähe zu suchen und zu finden.

Herausforderung

Kann ich die Prüfungen in meinem Leben als Gottes Führung annehmen, die mich Ihm näherbringen will?

"

Aufnahme vom 14. März 2026

Predigt

Bibel- und Gebetsstunde | 14.03.2026

Samstag, 14. März 2026
Lukas 21,34-36
Kernaussage

Gottes Gnade und Kraft zeigen sich besonders im Wort vom Kreuz, das für die Welt Torheit ist, aber für die Gläubigen Gottes Kraft zur Errettung. Wir sind aufgerufen, wachsam zu sein, zu beten und die Gnade festzuhalten, indem wir uns nicht auf menschliche Weisheit oder Ruhm stützen, sondern uns in Christus rühmen, der uns zur Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung gemacht wurde.

Diese Bibel- und Gebetsstunde beginnt mit gemeinsamen Lobgesängen und Gebeten. Der Hauptteil befasst sich mit einer ausführlichen Betrachtung von Lukas 21,34-36 und 1. Korinther 1,18-31, wobei der Schwerpunkt auf Wachsamkeit, Gebet und der Weisheit Gottes liegt. Der Sprecher ermahnt die Gemeinde, wachsam zu bleiben und zu beten, damit sie gewürdigt werden, vor dem Sohn des Menschen zu stehen. Es wird betont, dass diese Würdigung eine Gnade Gottes ist, die durch Glauben und Hingabe empfangen wird. Im zweiten Teil wird das Wort vom Kreuz als Gottes Kraft und Weisheit vorgestellt, im Gegensatz zur menschlichen Weisheit. Anhand des griechischen Kontextes der Korinther wird erläutert, wie Gott absichtlich das Törichte und Schwache erwählt hat, um die Weisen zu beschämen. Die Botschaft endet mit der Ermahnung, sich allein im Herrn zu rühmen und nicht in menschlicher Weisheit oder Kraft. Es folgt eine Gebetsgemeinschaft mit persönlichen Anliegen.

Hauptthemen (5)

1. Wachsamkeit und Gebet

  • Jesus ermahnt zur Achtsamkeit, damit unsere Herzen nicht durch Rausch, Trunkenheit oder Sorgen beschwert werden
  • Wir sollen jederzeit wachen und beten, um gewürdigt zu werden, vor dem Sohn des Menschen zu stehen
  • Das Beten ist Teil des Wachens und eine Reaktion auf die Situationen, die Gott uns sendet
  • Die gegenwärtigen Weltgeschehnisse fordern uns heraus, viel zu beten

2. Gewürdigt werden durch Gnade

  • Würdigung bedeutet, vor Jesus zu stehen und an der Auferstehung teilzuhaben
  • Wir brauchen Gnade, um gewürdigt zu werden - es ist nichts, was wir selbst erlangen können
  • Würdigung hängt mit Überwindung zusammen und erfordert Bereitschaft zum Verzicht um Jesu willen
  • Mit Christus sterben und auferstehen ist bereits geschehen, wenn wir unsere Schuld zu Jesus gebracht haben

3. Das Wort vom Kreuz versus menschliche Weisheit

  • Das Wort vom Kreuz ist für die Verlorenen eine Torheit, aber für die Gläubigen Gottes Kraft
  • Menschliche Weisheit und Intellekt können Gott nicht erkennen - Gott hat bewusst durch die 'Torheit der Verkündigung' beschlossen zu retten
  • Das Kreuz bringt Selbstentäußerung mit sich, im Gegensatz zum menschlichen Hochmut
  • Die Griechen suchten Weisheit, die Juden forderten Zeichen, aber Paulus verkündigte Christus den Gekreuzigten

4. Gottes Erwählung der Schwachen

  • Gott hat das Törichte, Schwache und Verachtete der Welt erwählt, um die Weisen zu Schanden zu machen
  • Die Gemeinde in Korinth bestand nicht aus vielen Weisen, Mächtigen oder Vornehmen nach dem Fleisch
  • Dies geschieht, damit sich kein Flesch vor Gott rühme
  • Durch Christus sind wir zu Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung gemacht

5. Die Gnade festhalten

  • Wir sollen die Gnade festhalten, durch die wir Kinder Gottes geworden sind
  • Das bedeutet, auf das eigene Leben zu achten und in der richtigen Spur zu bleiben
  • Es geht um Hingabe an Jesus, Dienst und Bereitschaft zu leiden und zu verzichten
  • Unsere Errettung gründet auf Jesu Hingabe, aber wir müssen zu seinem Leiden richtig stehen

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Lukas 21,34-36

Habt aber Acht auf euch selbst, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens und jener Tag unversehens über euch kommt. Denn wie ein Fallstrick wird er über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden wohnen. Darum wacht jederzeit und bittet, dass ihr gewürdigt werdet, diesem allen zu entfliehen, was geschehen soll und vor dem Sohn des Menschen zu stehen.

Römer 8,37

Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.

Kolosser 3,1-4

Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist. Wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist verborgen mit dem Christus und Gott. Wenn der Christus unser Leben offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.

Hebräer 12,27-29

Dieses noch einmal deutet dabei hin auf die Beseitigung, der Dinge, die erschüttert werden, als solche, die erschaffen worden sind, damit die Dinge bleiben, die nicht erschüttert werden können. Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns die Gnade festhalten, durch die wir Gott auf wohlgefühlige Weise dienen können, mit Scheu und Ehrfurcht. Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.

1. Korinther 1,18-31

Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, eine Torheit; uns aber, die wir gerettet werden, ist es Gottes Kraft... Denn die Weisheit dieser Welt hat Gott zu Torheit gemacht... Seht doch eure Berufung an, ihr Brüder. Da sind nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, sondern das Törichte der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zu Schanden zu machen... Damit sich vor ihm kein Fleisch rühme... Wer sich rühmen will, der rühme sich des Herrn.

Apostelgeschichte 17,19-21

Und sie ergriffen ihn und führten ihn zum Areopag und sprachen, können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die von dir vorgetragen wird. Denn du bringst etwas Fremdartiges vor unsere Ohren, deshalb wollen wir erfahren, was diese Dinge bedeuten sollen. Alle Athener nämlich und auch die dort lebenden Fremden vertrieben sich mit nichts anderem so gerne die Zeit, als damit etwas Neues zu sagen und zu hören.

5. Mose 21,23

Denn verflucht ist jeder, der am Kreuz hängt.

Matthäus 11,25-26

Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast. Ja, Vater, denn es ist so wohlgefällig gewesen vor dir.

Apostelgeschichte 4,13

Als sie aber die Freimütigkeit des Petrus und Johannes sahen und bemerkten, dass es ungelernte und ungebildete Leute seien, verwunderten sie sich. Und sie erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren.

Weitere Referenzen

  • Philipper 2
  • Römer 1,18-23
  • Jesaja (Zitat in 1. Korinther 1,19)
  • 5. Mose 7
  • Lukas 20

Praktische Anwendung (6)

  • 1 Wachsamkeit im Alltag bewahren: Achte darauf, dass dein Herz nicht durch Wohlstand, Ablenkungen oder Sorgen des Lebens beschwert wird. Behalte die Wiederkunft Jesu im Blick und lebe entsprechend.
  • 2 Regelmäßig und konkret beten: Nimm dir bewusst Zeit für das Gebet, besonders angesichts der weltweiten Geschehnisse. Bitte Gott um die Gnade, gewürdigt zu werden, vor ihm zu stehen.
  • 3 Die Gnade festhalten: Halte aktiv an der Gnade Gottes fest, indem du Sünde bekennst und lässt, dich neu ausrichten lässt und in der Hingabe an Jesus bleibst.
  • 4 Nicht auf menschliche Weisheit vertrauen: Erkenne deine Grenzen und komme an den Punkt, wo du sagst: 'Ich weiß nicht weiter.' Dort begegnet Gott dir persönlich mit seiner Kraft.
  • 5 Sich allein in Christus rühmen: Vermeide jede Form von Hochmut und Selbstruhm. Gib Gott allein die Ehre für alles, was du bist und hast.
  • 6 In der Beziehung zu Jesus wachsen: Pflege deine persönliche Beziehung zum Herrn, damit Heiligung geschehen kann. Lasse dich Schritt für Schritt von Jesus verändern und in die Erkenntnis führen.