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Gemeinde Berg-Nordhorn

Lange Straße 60, 48531 Nordhorn

Der Berg ist eine bibeltreue evangelische Freikirche reformierten Bekenntnisses. Geprägt von Gottes Wort und Gnade.

Täglicher Impuls
Dienstag

Nicht über andere erheben

Jesus warnt uns: 'Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit welchem Urteil ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden.' Beim Richten erheben wir uns über andere. Wir kommen uns besser vor. Selbst wenn wir das nur in Gedanken tun, kann diese Überheblichkeit andere verbittern und eine Spirale des gegenseitigen Urteilens in Gang setzen. Doch Jesus ist nicht als Richter, sondern als Retter gekommen. Er wurde gerichtet, damit wir nicht gerichtet werden müssen. Deshalb können wir seine Worte neu hören: 'Richtet nicht, weil ihr nicht gerichtet seid. Mit welchem Maß ihr bemessen wurdet, bemesst andere.' Martin Luther beschrieb es so: Er hänge sich an Christus wie die Sünderin, und Christus sage zum Vater: 'Dieses Anhängsel muss auch durch. Ich starb auch für ihn. Lass ihn durchschlupfen.' Mit dieser Haltung sollen wir anderen begegnen.

Matthäus 7,1-2
Gebet

Danke, Jesus, dass du mich nicht verurteilst, sondern gerettet hast. Hilf mir, andere mit deinen Augen der Barmherzigkeit zu sehen.

Herausforderung

Wie würde sich mein Urteil über andere verändern, wenn ich mir bewusst mache, dass Christus auch für sie gesagt hat: 'Ich starb auch für ihn/sie'?

"

Aufnahme vom 22. Februar 2026

Predigt

Den Glauben bewahren durch Gebet | Lukas 18,1-8 | Lion Von Schumann

Sonntag, 22. Februar 2026
Lukas 18,1-8
Kernaussage

Um den Glauben bis zum Wiederkommen Christi zu bewahren, ist beständiges Gebet unerlässlich. Jesus lehrt durch das Gleichnis der bittenden Witwe, dass Christen zielstrebig, unermüdlich und zuversichtlich beten müssen, weil sie in großer Not sind, in einer tückischen Zeit leben, und einen absolut zuverlässigen Gott haben, der ihre Gebete erhört.

Diese Predigt behandelt das Gleichnis von der bittenden Witwe aus Lukas 18,1-8 und zeigt die Notwendigkeit des beständigen Gebets für die Bewahrung des Glaubens auf. Der Prediger Leon von Schumann betont, dass Christen sich in einer gefährlichen geistlichen Situation befinden - sie sind schwach wie die Witwe und haben mächtige Feinde (Fleisch, Welt, Teufel). Die Zeit bis zur Wiederkunft Christi ist besonders tückisch, weil nicht Verfolgung, sondern das normale Alltagsleben Christen vom Gebet abhält und den Glauben gefährdet. Die zentrale Botschaft lautet: Christen müssen zielstrebig beten (wegen der großen Not), unermüdlich beten (wegen der tückischen Zeit) und zuversichtlich beten (wegen Gottes Zuverlässigkeit). Trotz menschlichen Versagens im Gebetsleben ist Gott absolut treu und Jesus Christus betet ununterbrochen für die Seinen. Die Predigt endet mit der herausfordernden Frage: Wird Jesus bei seinem Kommen Glauben und ein Gebetsleben bei den Gläubigen finden? Der Prediger ruft zur konkreten Umkehr auf und ermutigt, täglich Gott zu bitten, ein echtes Gebetsleben zu schenken.

Hauptthemen (3)

1. Bete zielstrebig, denn die Not ist groß

  • Christen sind wie die Witwe im Gleichnis - schwach und hilfsbedürftig in geistlichen Dingen
  • Wir sind völlig unfähig, unseren Glauben selbst zu bewahren und müssen zu Gott gehen
  • Wir haben mächtige Feinde: unser eigenes Fleisch, die Welt und den Teufel
  • Dieser geistliche Krieg erfordert beständiges Gebet für uns selbst und für andere in der Gemeinde

2. Bete unermüdlich, denn die Zeit ist tückisch

  • Die Zeit zwischen Jesu erstem und zweitem Kommen ist geprägt vom normalen Alltagsleben
  • Nicht Verfolgung, sondern das gewöhnliche Leben mit seinen Ablenkungen gefährdet den Glauben
  • Alltägliche Dinge (Arbeit, Medien, Verpflichtungen) rauben Zeit und machen träge im Gebet
  • Die Witwe war penetrant und unermüdlich - so sollen Christen im Gebet sein
  • Wir sollen Gott keine Ruhe lassen, bis er antwortet

3. Bete zuversichtlich, denn Gott ist zuverlässig

  • Gott ist völlig anders als der ungerechte Richter - er ist gut, gerecht und treu
  • Gott hat sich bewusst für seine Auserwählten entschieden und hat allen Grund, sich ihnen zuzuwenden
  • Gott verpflichtet sich selbst, Gebete zu erhören - er ist 100% zuverlässig
  • Jesus selbst betet ununterbrochen für uns vor Gottes Thron
  • Die Herausforderung: Wenn Jesus wiederkommt, wird er den Glauben finden - wird er dich betend finden?

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Lukas 18,1-8

Er sagte ihnen aber ein Gleichnis dafür, dass es nötig ist, allezeit zu beten und nicht nachlässig zu werden, und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht fürchtete und sich vor keinem Menschen scheute. Es war aber eine Witwe in jener Stadt, die kam zu ihm und sprach, schaffe mir Recht gegenüber meinem Widersacher. Und er wollte lange nicht. Danach aber sprach er bei sich selbst, wenn ich auch Gott nicht fürchte und mich vor keinem Menschen scheue, so will ich dennoch, weil mir diese Witwe Mühe macht, ihr Recht schaffen, damit sie nicht unaufhörlich kommt und mich plagt. Und der Herr sprach, hört, was der ungerechte Richter sagt. Gott aber, wird er nicht seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen, wenn er auch lange zuwartet mit ihnen? Ich sage euch, er wird ihnen schnell Recht schaffen. Doch wenn der Sohn des Menschen kommt, wird er auch den Glauben finden, auf Erden.

Lukas 17,26-30

Und wie es in den Tagen Noas zuging, so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes. Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, und ließen sich heiraten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging, und die Sintflut kam und vernichtete alle. Ebenso ging es auch in den Tagen Lots zu. Sie aßen, sie tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten. An dem Tag aber, als Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vertilgte alle. Gerade so wird es sein, an dem Tag, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird.

Weitere Referenzen

  • Epheser 6,10-13
  • Psalm 65,3
  • Psalm 34,18
  • Matthäus 7,7
  • Jeremia 33,3

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Bete täglich um Zerbruch und Erkenntnis der Not: Bete jeden Tag dieses eine Gebet: 'Vater, zerbrich mich. Zeig mir diese große Not. Zeig mir meinen großen Mangel und meine Schwachheit. Zeig mir die Not in der Welt. Und lehre mich beten.' Gott wird dieses Gebet erhören.
  • 2 Übernimm Verantwortung für dein Gebetsleben: Hör auf, dich für Gebetslosigkeit zu entschuldigen oder zu jammern. Besonders Männer sollen Verantwortung übernehmen und Vorbilder für ihre Familien und die Gemeinde sein. Gib dich nicht mit 5-10 Minuten Gebet zufrieden.
  • 3 Bete für andere in der Gemeinde: Schau dich in deiner Gemeinde um und erkenne die Not der anderen: ältere Geschwister, Singles, Kinder, junge Menschen mit Versuchungen, ungläubige Familienangehörige. Bete zielstrebig und unermüdlich für sie.
  • 4 Kämpfe gegen die Ablenkungen des Alltags: Erkenne, wie Medien, Arbeit und alltägliche Verpflichtungen deine Zeit stehlen und dich vom Gebet abhalten. Die Welt ist wie Treibsand - je mehr du dich darin bewegst, desto tiefer sinkst du ein. Setze bewusste Prioritäten für das Gebet.
  • 5 Bete mit Zuversicht auf Gottes Zuverlässigkeit: Lass dich nicht von Enttäuschungen oder langen Wartezeiten entmutigen. Glaube Gottes Wort mehr als deinen Erfahrungen. Gott ist absolut zuverlässig und wird seine Verheißungen erfüllen - er wird schnell Recht schaffen.