Gemeinde Gottes Gifhorn
Willkommen bei der Gemeinde Gottes Gifhorn – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensgeschichte.
Gottes Reden hören
Jakob hörte nicht nur eine Stimme – Gott redete konkret zu ihm. Er stellte sich vor: 'Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks.' Gott lässt die Menschen im rechten Haus Gottes nicht im Unklaren darüber, wer er ist. Dort erkennen wir Gott und seine Herrlichkeit. Das unterscheidet echte Gottesbegegnung von religiösem Suchen. Viele Menschen strecken sich nach Frieden aus, hoffen, dass Gott sich ihnen zuwendet. Aber im rechten Haus Gottes redet Gott tatsächlich zu den Menschen, spricht zu ihrer Seele, gibt konkrete Zusagen. Gott kannte Jakobs Situation genau – er war auf der Flucht, unsicher über seine Zukunft. Und Gott sprach direkt in diese Situation hinein: 'Ich bin mit dir, ich will dich behüten, ich werde dich nicht verlassen.' So begegnet Gott uns auch heute an den unterschiedlichen Stellen unseres Lebens.
Herr, rede zu mir. Öffne meine Ohren für deine Stimme und mein Herz für deine Wahrheit.
Höre ich wirklich auf Gottes Stimme, oder bin ich zu beschäftigt mit meinen eigenen Gedanken und Plänen?
Aufnahme vom 10. August 2025
Gottesdienst am 10.08.2025 10-12 Uhr
Gott führt Menschen auf wunderbare Weise zusammen und verwandelt selbst die dunkelsten Lebensabschnitte in fruchtbare Bereiche für seinen Dienst. Die Geschichte zeigt, wie eine Freundschaft zwischen einem deutschen Gläubigen und afrikanischen Christen in der atheistischen Sowjetunion entstand und über Jahrzehnte hinweg Frucht für das Reich Gottes brachte. Gott schenkt uns geistliche Familie und Gemeinschaft als kostbares Erbteil.
Hauptthemen
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1. Gottes Verwandlung und Führung im Leben
- • Das Leben in drei Phasen: vor der Abhängigkeit, in der Abhängigkeit (Sumpf) und danach
- • Gott verwandelt den 'Sumpf' der Vergangenheit in 'Dünger' für den heutigen Dienst
- • Neue Berufung zum Gefängnisdienst in der JVA als Fortsetzung von Gottes Werk
- • Was Gott im Leben geschenkt hat, ist wie ein fruchtbares Stück Land
2. Die wunderbare Begegnung in Kirgistan 1976-1979
- • Afrikanische Auszubildende aus verschiedenen Ländern (Tschad, Somalia, Nigeria, etc.) kamen zur militärischen Ausbildung nach Tokmak, Kirgistan
- • Laokara gründete trotz Verboten einen christlichen Hauskreis, der von 3-4 auf 9 Personen wuchs
- • Die dreimonatige Suche nach dieser christlichen Gruppe
- • Das 'wunderbare' Timing der Begegnung - wenige Minuten hätten das Treffen verhindert
- • Die anfängliche Vorsicht der Gemeinde und die spätere herzliche Aufnahme der afrikanischen Geschwister
3. Laokara Kemaji - ein Mann, der sein Leben teilte
- • Laokara war sprachlich begabt (Russisch, Englisch, Französisch, Afrikanisch)
- • Seine Bekehrung: 'Ich war ein schlechter Junge und als Jesus in mein Herz reingezogen ist, bin ich ein guter Junge geworden'
- • Er kannte Verfolgung und Hungersnöte aus seiner Heimat
- • Seine evangelistische Arbeit: Jugendleiter von 90 Jugendlichen, regelmäßige Evangelisationsreisen
- • Er teilte großzügig sein Leben und seine Ressourcen mit anderen
- • Er betete um Weisheit beim Ausgeben von Geld, nicht nur beim Empfangen
4. Die tragischen Folgen des Bürgerkriegs
- • Bei der Rückkehr nach Tschad 1979 war Bürgerkrieg ausgebrochen
- • Dzvat und Nadji fielen als erste im Bürgerkrieg
- • Nadji, der vor Heimweh geweint hatte, fand nach seiner Heimkehr den Tod
- • Die Realität der ungerechten, in Sünde liegenden Welt
- • Trotzdem: Nadji hatte Heil für sein Herz gefunden und wurde von Jesus aufgenommen
5. Die Wiedervereinigung und fortgesetzte Freundschaft
- • 1994 begann die Suche nach Laokara über die Botschaft und das Auswärtige Amt
- • Oktober 1995: erster Briefkontakt nach 16 Jahren
- • 1999: Treffen in Deutschland nach 20 Jahren Trennung
- • Gemeinsame Jugendstunden per Telefon zwischen Deutschland und Tschad
- • Praktische Unterstützung: Geländewagen-Spende für die evangelistische Arbeit
- • Laokaras Tod am 18. August 2015 durch Nierenversagen
- • Sein Sohn Lois führt die Freundschaft fort
6. Der Wert geistlicher Gemeinschaft
- • Gemeinschaft mit nahen Menschen ist schwieriger aber wertvoller als mit Entfernten
- • Dankbarkeit für die geistliche Familie in der Gemeinde
- • Die Bedeutung, dass andere sowohl Stärken als auch Schwächen kennen
- • Das Teilen des Lebens miteinander durch gute und schwere Zeiten
- • Die Wichtigkeit von gemeinsamen Tagen als Familie neben der 'Arbeit an der Front'
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Was du mir für mein Leben geschenkt hast, ist wie ein fruchtbares Stück Land, das mich glücklich macht. Ja, ein schönes Erbteil hast du mir gegeben.
Weitere Referenzen
- → Philipper 1,21 (Christus ist unser Leben und Sterben ist unser Gewinn)
- → Römer 14,8 (Leben wir, so leben wir in dem Herrn. Sterben wir, so sterben wir in dem Herrn)
Praktische Anwendung
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- 1 Die Vergangenheit nicht verstecken: Auch dunkle Phasen des Lebens (der 'Sumpf') nicht verbergen, denn Gott kann sie in fruchtbaren 'Dünger' für den Dienst an anderen verwandeln. Authentizität im Zeugnis öffnet Türen zu Menschen in ähnlichen Situationen.
- 2 Mutig Gemeinschaft suchen und aufbauen: Wie Laokara trotz Verboten und Gefahren einen Hauskreis gründete, sollen wir aktiv christliche Gemeinschaft suchen und pflegen, auch wenn äußere Umstände schwierig sind. Gott belohnt diesen Mut mit Wachstum und Segen.
- 3 Um Weisheit beim Geben und Empfangen beten: Laokaras Beispiel folgen: Nicht nur für das Empfangen von Ressourcen danken, sondern besonders um Weisheit beten, wie man sie richtig und zum Segen anderer einsetzt.
- 4 Das Leben großzügig mit anderen teilen: Wie Laokara sein Leben, seine Zeit und seine Ressourcen mit anderen teilte (90 Jugendliche wöchentlich versorgt, evangelistische Reisen), sollen auch wir nicht nur für uns selbst leben, sondern großzügig in das Leben anderer investieren.
- 5 Langfristige Freundschaften pflegen: Trotz 16 Jahren Trennung und großer Distanz die Freundschaft nicht aufgeben. Aktiv nach verschollenen Geschwistern suchen und Beziehungen über Jahrzehnte hinweg pflegen, wie die Freundschaft mit Laokara zeigt.
- 6 Die geistliche Familie wertschätzen: Bewusst dankbar sein für die Geschwister in der Gemeinde, die sowohl Stärken als auch Schwächen kennen und dennoch in Liebe miteinander durch gute und schwere Zeiten gehen. Diese Gemeinschaft ist ein kostbares Erbteil.
- 7 Zeit für Gemeinschaft einplanen: Neben der 'Arbeit an der Front' bewusst Zeiten als geistliche Familie einplanen für lockere Unterhaltung und gemeinsames Erleben, wie beim Gemeindetag. Beziehungen brauchen diese entspannten Momente.
- 8 Für den Gefängnisdienst beten: Die neue Aufgabe in der JVA, die im September beginnt, im Gebet unterstützen. Gott bereitet Menschen vor für besondere Dienste, die aus ihrer eigenen Geschichte erwachsen.