Gemeinde Gottes Herford
Freikirchliche Gemeinde, vereint durch die persönliche Erfahrung mit dem Evangelium.
Botschafter der Versöhnung
Paulus schreibt: 'So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt. So bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott.' Wir sind Botschafter! Gott hat uns mit sich selbst versöhnt durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben. Das bedeutet: Wir dürfen Menschen von der Liebe, Barmherzigkeit und Gnade Gottes erzählen – aber auch von seiner Gerechtigkeit und Heiligkeit. Die gute Nachricht umfasst alles: die Vergebung der Sünden, aber auch die Warnung vor dem Gericht. Genau wie Jona nach Ninive gesandt wurde, um die Menschen zur Umkehr zu rufen, so sind auch wir gesandt. Nicht mit unserer eigenen Botschaft, sondern als Stellvertreter Christi. Gott selbst wirkt durch uns.
Danke Gott, dass er dich versöhnt hat, und bitte ihn, durch dich zu wirken.
Wie kannst du in deinem Alltag als Botschafter für Christus auftreten?
Aufnahme vom 11. März 2026
Bibel- und Gebetsstunde der Gemeinde Gottes Herford
Wenn Kinder zum Glauben an Jesus Christus kommen, werden sie zu unseren Geschwistern im Glauben. Die geistliche Erziehung und Begleitung von gläubig gewordenen Kindern erfordert Zeit, Beziehung und ein klares Ziel. Wie neugeborene Babys brauchen auch neugeborene Christen Pflege, Nahrung und Zuwendung, um im Glauben zu wachsen.
Hauptthemen
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1. Zeitfaktor - Säuglingspflege im Glauben
- • Wenn ein Kind zum Glauben kommt, ist Freude im Himmel über jeden Sünder, der Buße tut
- • Geistliche Neugeborene brauchen 95% Zeit und Kraft für Nacharbeit, nur 5% für Evangelisation
- • Säuglingspflege umfasst: Nahrung (Gottes Wort), Reinigung (Vergebung lernen), Zuwendung, Impfung (Lehre), Bewegung (Mission), Luft (Gebet)
- • Man darf von einem geistlichen Baby nicht erwarten, dass es sofort 'läuft' - Wachstum braucht Zeit
2. Beziehungsfaktor - Von Eltern zu Geschwistern
- • Erwachsene Gläubige sind gleichzeitig Vater/Mutter und große Geschwister für neugeborene Christen
- • Das Beispiel von Onesimus und Philemon zeigt die Verwandlung vom Sklaven zum Bruder
- • Kinder lernen durch Vorbilder, wie christliches Leben praktisch funktioniert
- • Transparenz und Ehrlichkeit über eigene Fehler und Versagen sind wichtig
- • Dialog statt Diskussion - Kindern Raum geben, ihre Gefühle zu benennen
3. Zielfaktor - Was ist zielführend?
- • Von Jesus lernen: Er ermutigt statt nur zu ermahnen (Beispiel der Sünderin)
- • Erkenntnis von Gott bestimmt die Beziehung zu Gott
- • Das Geheimnis: Nicht ich lebe, sondern Christus lebt in mir
- • Nachfolge soll keine Krampfhaftigkeit sein, sondern aus der Kraft Christi leben
- • Jesus in uns bewirkt Freude, Hoffnung und Zuversicht - nicht eigene Anstrengung
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Höre, mein Volk, mein Gesetz, neigt eure Ohren zu der Rede meines Mundes. Ich will meinen Mund zu Sprüchen auftun und will Geschichten aus alter Zeit erzählen... Er richtete in Jakob ein Zeugnis auf... und gebot unseren Vätern, es ihre Kinder zu lehren, damit es die Nachkommen lernten... damit sie ihre Hoffnung auf Gott setzten und die Taten Gottes nicht vergessen.
So sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Seid begierig nach der vernünftigen, lauteren Milch, wie die neugeborenen Kindlein, auf das ihr durch dieselben zunehmt zu eurem Heil.
Er kommt jetzt nämlich nicht nur als dein Sklave wieder. Du wirst viel mehr an ihm haben, einen geliebten Bruder.
Wer seine Sünden bekennt, da ist er treu und gerecht, dass er vergibt und reinigt von aller Untugend.
Darum auch wir, von dem Tag an, da wir es gehört haben, lassen wir nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit Erkenntnis seines Willens.
Weitere Referenzen
- → Matthäus 18 (Jesus stellt Kinder in die Mitte)
- → Epheser 6 (Christliche Haustafel - Kinder und Väter)
- → Galaterbrief (In Christus nicht Sklave oder Herr)
- → Johannes 6 (Petrus: Wir haben geglaubt und erkannt)
Praktische Anwendung
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- 1 Nacharbeit und Jüngerschaft organisieren: Nach Evangelisationen und Bekehrungen braucht es systematische Nacharbeit. 95% der Zeit und Kraft sollte in die Begleitung und das Wachstum junger Gläubiger investiert werden, nicht nur in Evangelisation.
- 2 Regelmäßige Gemeinschaft und Bibelstudium: Junge Gläubige brauchen regelmäßige Nahrung aus dem Wort Gottes. Kleine Gruppen und persönliche Treffen helfen beim Wachstum in der Erkenntnis und im praktischen Glaubensleben.
- 3 Vergebung und Reinigung lehren: Kindern und jungen Christen beibringen, wie man mit Schuld umgeht und aus der Vergebung lebt (1. Johannes 1). Sie müssen lernen, Sünden zu bekennen und Vergebung zu empfangen.
- 4 Authentisches Vorbild sein: Transparenz über eigene Fehler und Kämpfe zeigen. Kinder sollen sehen, wie Erwachsene mit Versagen umgehen, um Vergebung bitten und aus der Kraft Jesu leben.
- 5 Dialog statt Diskussion führen: Zeit mit Kindern verbringen (z.B. Spaziergänge), wo sie ihre Gefühle und Gedanken frei äußern können, ohne sofort bewertet zu werden. Ermutigen statt nur ermahnen.
- 6 Das Geheimnis 'Christus in mir' vermitteln: Jungen Gläubigen helfen zu verstehen, dass nicht sie aus eigener Kraft leben müssen, sondern Christus in ihnen lebt und wirkt. Dies befreit von krampfhafter Selbstanstrengung.
- 7 Gemeinsam Gebetserhörungen erleben: Kinder in konkrete Gebetssituationen einbeziehen, damit sie erleben, wie Gott Gebet hört und antwortet - auch wenn nicht immer so, wie erwartet.