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Kirche im Brauhaus

Schützenplatz 1, 38518 Gifhorn

Menschen in eine lebensverändernde Beziehung mit Jesus Christus bringen.

Täglicher Impuls
Mittwoch

Liebe ist der Maßstab

Die Frage ist nicht nur, ob ich Recht habe, sondern ob es dem anderen hilft. Du kannst Recht haben und trotzdem lieblos sein. Liebe bedeutet, die Wahrheit so zu sagen, dass sie aufbaut, nicht zerstört. Wir sehen oft nur kleine Ausschnitte vom Leben anderer Menschen. Jemand sieht uns in einem Moment und zieht daraus Schlüsse – aber das ganze Bild fehlt. Unser Gehirn füllt die Lücken automatisch aus, oft mit falschen Annahmen. Deshalb sind schnelle Urteile so gefährlich. Demut verändert unseren Blick. Sie erinnert uns: 'Ich weiß, dass ich begrenzt bin. Ich weiß nicht alles. Ich kann auch falsch liegen.' Demut bremst uns vor schnellen Urteilen und stellt Fragen, bevor wir Schlussfolgerungen ziehen. Und all das tun wir aus Liebe heraus – aus dem Wunsch, anderen zu helfen, nicht sie zu verurteilen.

Epheser 5,1-2
Gebet

Bitte Jesus, dir zu helfen, Menschen mit seinen Augen zu sehen und die Wahrheit immer in Liebe zu sprechen.

Herausforderung

Wann habe ich zuletzt voreilige Schlüsse über jemanden gezogen, ohne das ganze Bild zu kennen?

"

Aufnahme vom 24. Februar 2026

Predigt

Heilige Routinen für ein starkes Herz (Mt 6,1–18) | JESUS UNGEFILTERT - Stella Ruhl

Dienstag, 24. Februar 2026
Matthäus 6,1-18
Kernaussage

Jesus zeigt uns drei heilige Routinen für ein starkes Herz: Geben, Beten und Fasten. Diese Praktiken sind kein religiöses Ritual zur Show, sondern dienen dem Herztraining und der Nähe zu Gott. Es geht nicht darum, ob wir diese Dinge tun, sondern wie wir sie tun - nicht für Anerkennung von Menschen, sondern für die Beziehung zu unserem himmlischen Vater.

Dieser Gottesdienst feiert das einjährige Jubiläum der Kirche im BS Kasal und den Start einer neuen Live Groups Season. Nach Lobpreis und Gebetszeit hält Stella eine Predigt über Matthäus 6 mit dem Titel "Heilige Routinen für ein starkes Herz". Sie erklärt drei geistliche Trainingsübungen, die Jesus lehrt: Geben, Beten und Fasten - nicht als religiöse Show, sondern als authentisches Herztraining im Verborgenen mit Gott. Die Gemeinde nimmt gemeinsam das Abendmahl und segnet die Live Group Leiter für die neue Season. Die Predigt betont, dass diese drei Routinen keine optionalen religiösen Übungen sind, sondern grundlegende Praktiken für jeden Nachfolger Jesu. Jesus warnt vor Heuchelei - vor dem Leben des Glaubens nur in der Öffentlichkeit, während das Herz im Verborgenen nicht mit Gott verbunden ist. Der wahre Schatz liegt in der persönlichen, intimen Beziehung zu Gott im "Kämmerlein", wo nur er und du sind. Gott sieht ins Verborgene und wird jeden belohnen, der diese Routinen aus echtem Herzen praktiziert, nicht für Anerkennung von Menschen, sondern für Nähe zu ihm.

Hauptthemen (4)

1. Drei gemeinsame Prinzipien der heiligen Routinen

  • Es ist kein Ob, sondern ein Wie - Jesus setzt voraus, dass wir geben, beten und fasten
  • Der Schatz beginnt im Verborgenen - nicht als Show für Menschen, sondern in der Stille mit Gott
  • Es lohnt sich - Gott wird uns belohnen, wenn wir diese Dinge im Verborgenen tun
  • Öffentlichkeit ohne Verborgenheit ist Heuchelei
  • Das Kämmerlein ist der Ort kostbarer Momente mit Gott

2. Geben - Großzügigkeit gegenüber Menschen in Not

  • Geben löst uns vom Geld und zeigt offene Hände
  • Es erinnert uns, dass alles von Gott kommt und er unser Versorger ist
  • Geben macht uns mehr wie Jesus, der nie etwas zurückhielt
  • Großzügigkeit soll nicht zur Schau gestellt werden, sondern aus dem Herzen kommen
  • Mit unseren Gaben werden konkrete Projekte wie Kliniken und medizinische Versorgung in Ostafrika unterstützt

3. Beten - Das Vaterunser als Modell

  • Das Vaterunser ist ein Modell, kein Mantra zum mechanischen Wiederholen
  • Es gibt uns Ausrichtungen des Gebets: Anbetung, Unterordnung, Versorgung, Buße, Vergebung und Schutz
  • Gott weiß bereits, was wir brauchen, bevor wir beten
  • Beten macht unsere Abhängigkeit von Gott deutlich und baut ihm eine Bühne für seine Stärke
  • Vergebung ist zentral - wer Vergebung zurückhält, hält Gott seine Vergebung zurück
  • Unvergebenheit blockiert und zerstört, aber durch Jesus haben wir die Fähigkeit zur Vergebung
  • Das Atemgebet kann helfen, zur Ruhe zu kommen und sich auf Gott zu fokussieren

4. Fasten - Hunger nach Gott

  • Fasten ist kein Hungerstreik gegen Gott, sondern Hunger nach Gott
  • Martin Luther stellte fest, dass Fasten sein Beten beschleunigte
  • Fasten ist wie eine Intensivwäsche für das Herz
  • In der Fokuswoche (Januar und August) fastet die Kirche gemeinsam
  • Fasten kann unterschiedlich aussehen: von Essen, Social Media, digitalem oder Süßigkeiten
  • Beim Fasten kommen Dinge ans Licht, die im Herzen verborgen waren

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Matthäus 6,1-18

Hütet euch eure Frömmigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen, sonst habt ihr von eurem Vater im Himmel keinen Lohn mehr zu erwarten. Wenn du zum Beispiel den Armen etwas gibst, lass es nicht vor dir her mit Posaunen ankündigen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten geehrt zu werden. Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn damit schon erhalten. Wenn du den Armen etwas gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut. Was du gibst, soll verborgen bleiben. Dann wird dein Vater, der ins Verborgene sieht, dich belohnen. Und wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler, die sich zum Gebet gerne in die Synagogen und an die Straßenecken stellen, um von den Leuten gesehen zu werden. Ich sage euch, sie haben ihren Lohn damit schon erhalten. Wenn du beten willst, geh in dein Zimmer, schließ die Tür und dann bete zu deinem Vater, der auch im Verborgenen gegenwärtig ist. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird dich belohnen. Beim Beten sollt ihr nicht leere Worte aneinanderreihen wie die Heiden, die Gott nicht kennen. Sie meinen, sie werden gehört, wenn sie viele Worte machen, macht es nicht wie sie. Denn euer Vater weiß, was ihr braucht, und zwar schon, bevor ihr ihn darum bittet. Ihr sollt so beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe auf der Erde, wie er im Himmel geschieht. Gib uns heute unser tägliches Brot und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben haben, die an uns schuldig wurden. Und lass uns nicht in Versuchung geraten, sondern errette uns vor dem Bösen. Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben. Wenn ihr fastet, setzt keine Leidensmine auf wie die Heuchler. Sie vernachlässigen ihr Aussehen, damit die Leute ihnen ansehen, dass sie fasten. Ich sage euch sie haben ihren Lohn damit schon erhalten. Wenn du fastest, pflege dein Haar, wasch dir das Gesicht, wie sonst auch, damit die Leute dir nicht ansehen, dass du fastest. Nur dein Vater, der auch im Verborgenen gegenwärtig ist, soll es wissen. Dann wird dein Vater, der ins Verborgene sieht, dich belohnen.

1. Korinther 11

In der Nacht, in der unser Herr Jesus verraten wurde, nahm er ein Brot, dankte Gott dafür, brach es in Stücke und sagte: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Feiert dieses Mal immer wieder und denkt daran, was ich für euch getan habe. So oft ihr dieses Brot esst. Ebenso nahm er nach dem Essen den Kelch mit Wein, reichte ihn seinen Jüngern und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund zwischen Gott und euch, der durch mein Blut besiegelt wird. So oft ihr aus diesem Kelch trinkt, denkt an mich und an das, was ich für euch getan habe. Denn jedes Mal, wenn ihr dieses Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr, was der Herr durch seinen Tod für uns getan hat, bis er kommt.

Weitere Referenzen

  • Kolosser 3,13
  • Jakobus

Praktische Anwendung (7)

  • 1 Finde dein Kämmerlein: Identifiziere einen verborgenen Ort, wo du regelmäßig Zeit mit Gott verbringen kannst - ob ein Sessel, dein Auto, ein Spaziergang am Morgen oder dein Tagebuch. Schaffe bewusst einen Raum für Stille mit Gott.
  • 2 Praktiziere das Atemgebet: Wenn dir das Zur-Ruhe-Kommen schwerfällt, nutze das Atemgebet: Atme tief ein und sprich beim Ausatmen einen einfachen Satz zu Gott, z.B. 'Gott, danke, dass du hier bist' oder 'Jesus, ich vertraue dir'.
  • 3 Nutze das Vaterunser als Gebetsstruktur: Verwende die Ausrichtungen des Vaterunsers (Anbetung, Unterordnung, Versorgung, Buße, Vergebung, Schutz) als Leitfaden für dein persönliches Gebet, aber formuliere es in deinen eigenen Worten.
  • 4 Übe Großzügigkeit im Verborgenen: Gib finanziell oder mit deinen Ressourcen an Menschen in Not, ohne es öffentlich zu machen. Lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut.
  • 5 Prüfe deine Motive: Frage dich ehrlich: Warum gebe, bete oder faste ich? Tue ich es, um von anderen gesehen zu werden, oder um Gott nah zu sein? Bringe deine Motive vor Gott.
  • 6 Vergib bewusst: Identifiziere Bereiche, wo du Unvergebenheit festhältst. Bringe diese zu Jesus und bitte ihn um die Kraft zu vergeben, denn Vergebung bedeutet loslassen, nicht gutheißen.
  • 7 Nimm an der Fokuswoche teil: Beteilige dich an den gemeinsamen Fastenzeiten der Kirche (Januar und August), um dein Herz intensiv zu trainieren und Gott näherzukommen.