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St. Martini Gemeinde zu Bremen

Martinikirchhof 3 28195 Bremen

Die St. Martini Gemeinde bekennt sich in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen worden ist.

Täglicher Impuls
Freitag

Der Geist als Tröster

'Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren.' Paraklet – Tröster – ist der Name des Heiligen Geistes. Wenn wir den Heiligen Geist haben, haben wir Trost, selbst in den dunkelsten Zeiten. Der Unterschied zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen zeigt sich besonders in Schicksalsschlägen. Ohne Jesus sind Menschen trostlos. Mit Jesus haben wir einen Trost, der über alle Umstände hinausgeht. Dieser Trost kommt aus dem Vertrauen – im Englischen sind 'trust' und 'Trost' verwandt. Worauf vertrauen wir? Auf Geld, Gesundheit, Familie? All das ist vergänglich. Echter Trost kommt nur aus dem Vertrauen auf Gott. Wenn du niedergeschlagen oder ängstlich bist, wandle im Geist: Vertraue nicht auf irdische Realitäten, sondern auf Gottes Wirklichkeit.

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'Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren.' Paraklet – Tröster – ist der Name des Heiligen Geistes. Wenn wir den Heiligen Geist haben, haben wir Trost, selbst in den dunkelsten Zeiten. Der Unterschied zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen zeigt sich besonders in Schicksalsschlägen. Ohne Jesus sind Menschen trostlos. Mit Jesus haben wir einen Trost, der über alle Umstände hinausgeht. Dieser Trost kommt aus dem Vertrauen – im Englischen sind 'trust' und 'Trost' verwandt. Worauf vertrauen wir? Auf Geld, Gesundheit, Familie? All das ist vergänglich. Echter Trost kommt nur aus dem Vertrauen auf Gott. Wenn du niedergeschlagen oder ängstlich bist, wandle im Geist: Vertraue nicht auf irdische Realitäten, sondern auf Gottes Wirklichkeit.

Johannes 14:26
Gebet

Danke dem Heiligen Geist für seinen Trost und bitte ihn, dein Vertrauen auf Gott zu stärken, besonders in schwierigen Situationen.

Herausforderung

Worauf vertraue ich in schweren Zeiten wirklich – auf vergängliche Dinge oder auf den unvergänglichen Gott?

Aufnahme vom 17. Mai 2026

Predigt

Gottesdienst am 17.05.2026 - Lehrstück für Christen

Sonntag, 17. Mai 2026
Psalm 27,1
Kernaussage

Christen sind von Gott getragen und geführt, auch in Angst und Versagen. Die Geschichte von Abraham und Abimelech (1. Mose 20) dient als Lehrstück, das zeigt, wie Gott trotz menschlicher Schwäche und Fehler sein Werk vollbringt und uns zur Wahrheit, Fürbitte und treuen Nachfolge aufruft.

Dieser Gottesdienst am Sonntag Exaudi, dem letzten Sonntag des Osterfestkreises, behandelt das Thema des Getragenwerdens durch Gott in Ängsten und Versagen. Pastor Olaf Latzel predigt über 1. Mose 20, die Geschichte von Abraham und Abimelech in Gerar, als "Lehrstück für Christen". Im Gottesdienst wird auch Elli aus Brandenburg getauft, die zur Internet-Konfirmandengruppe gehört. Die Predigt entfaltet fünf zentrale Lernpunkte: die Gefahr grausamer Halbwahrheiten, die wunderbare Führung Gottes auch im Versagen, die Neigung zu geistlichen Fehleinschätzungen, die Bedeutung vollmächtiger Fürbitte für andere und die Erkenntnis, dass Gott sein Reich mit schwachen Kandidaten baut. Der Gottesdienst betont durchgehend die Botschaft, dass Christen trotz ihrer Schwächen, Ängste und Fehler von Gott getragen, gehalten und geführt werden.
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Dieser Gottesdienst am Sonntag Exaudi, dem letzten Sonntag des Osterfestkreises, behandelt das Thema des Getragenwerdens durch Gott in Ängsten und Versagen. Pastor Olaf Latzel predigt über 1. Mose 20, die Geschichte von Abraham und Abimelech in Gerar, als "Lehrstück für Christen". Im Gottesdienst wird auch Elli aus Brandenburg getauft, die zur Internet-Konfirmandengruppe gehört. Die Predigt entfaltet fünf zentrale Lernpunkte: die Gefahr grausamer Halbwahrheiten, die wunderbare Führung Gottes auch im Versagen, die Neigung zu geistlichen Fehleinschätzungen, die Bedeutung vollmächtiger Fürbitte für andere und die Erkenntnis, dass Gott sein Reich mit schwachen Kandidaten baut. Der Gottesdienst betont durchgehend die Botschaft, dass Christen trotz ihrer Schwächen, Ängste und Fehler von Gott getragen, gehalten und geführt werden.

Hauptthemen (5)

1. Die grausame Halbwahrheit

  • Abraham täuschte Abimelech mit einer Halbwahrheit über seine Frau Sarah
  • Formale Wahrheit genügt nicht für Christen, wenn sie andere irreführt
  • Halbwahrheiten gefährden andere und setzen sündige Muster fort (wie bei Isaak und Jakob)
  • Christen sind dem Geist der Wahrheit verpflichtet, nicht der Lüge des Teufels
  • Unsere Rede soll 'Ja, Ja' oder 'Nein, Nein' sein

2. Die wunderbare Führung

  • Gott bewahrte Abimelech vor unerkannter Schuld
  • Gott führt und trägt seine Kinder auch in ihrem Versagen
  • Wir müssen uns nicht mit eigenen Konstruktionen durchs Leben mogeln
  • Alle Dinge dienen zum Besten denen, die Gott lieben
  • Wir sollen uns der Führung Gottes anbefehlen statt aus Angst zu handeln

3. Die geistliche Fehleinschätzung

  • Abraham urteilte falsch über Abimelech und dessen Gottesfurcht
  • Auch große geistliche Männer und Frauen können schwere Fehleinschätzungen haben (Samuel, Elia, Hiob, Nathanael)
  • Wir urteilen oft nach dem Äußeren, Gott aber sieht das Herz an
  • Es steht uns nicht zu, andere zu richten und über ihre Gottesfurcht zu urteilen
  • Bei Irrlehre bleiben wir fest, aber Menschen sollen wir nicht verurteilen

4. Die vollmächtige Fürbitte

  • Abraham musste trotz seines Versagens Fürbitte für Abimelech tun
  • Nur wer zum lebendigen Gott gehört, hat die richtige 'Verbindung'
  • Fürbitte bewegt Gott (Mose, Hiob, Jesus, Paulus)
  • Christen sollen Fürbitte tun für die Gemeinde, für Politiker und Obrigkeit, für ungläubige Nachbarn
  • Zu wenig Gebet für Verantwortliche trägt zur Gottlosigkeit im Land bei

5. Die Arbeit mit schwachen Kandidaten

  • Abraham versuchte sich noch zu rechtfertigen statt Schuld einzugestehen
  • Gott baut sein Reich mit schwachen Kandidaten (Abraham, Isaak, Jakob, Mose, David, Petrus, Paulus)
  • Alle biblischen Helden waren fehlerhaft und eingeschränkt
  • Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig
  • Unsere Schwachheit ist keine Ausrede für den Dienst im Reich Gottes

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Psalm 27,1

Der Herr ist mein Licht und mein Heil. Vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebenskraft, vor wem sollte mir grauen?

Psalm 27,1-14

vollständiger Wochenpsalm wurde gelesen

Römer 8,28-39

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen... Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?

1. Mose 20,1-17

Abraham und Abimelech in Gerar - vollständiger Predigttext

Matthäus 28,18-20

Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und machet zu Jüngern alle Völker. Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Markus 16,15-16

Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden.

Psalm 37,5

Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird es wohl machen.

1. Timotheus 2

Ich ermahne euch nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige, für alle Obrigkeit

Weitere Referenzen

  • Johannes 8 (über Wahrheit und Lüge)
  • Jakobus 3 (über die Macht der Zunge)
  • Die Zehn Gebote (Du sollst nicht falsches Zeugnis reden)
  • Exodus 32 (Aaron und das goldene Kalb)
  • 1. Samuel (Samuel salbt David)
  • Psalm 19 (verborgene Sünden)
  • Johannes 9 (Blindgeborener)
  • Nathanael und Jesus (aus Nazareth)
  • Gleichnis vom verlorenen Sohn
  • Apostelgeschichte 1
  • Psalm 139 (Erforsche mich, Gott)
  • Psalm 121

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Bei der ganzen Wahrheit bleiben: Christen sollen in ihrer Rede immer die volle Wahrheit sprechen, nicht mit Halbwahrheiten arbeiten. Unsere Rede sei 'Ja, Ja' oder 'Nein, Nein', damit unser Zeugnis glaubwürdig bleibt.
  • 2 Sich der Führung Gottes anbefehlen: Statt aus Angst mit eigenen Konstruktionen durchs Leben zu gehen, sollen wir uns täglich der Führung Gottes anvertrauen und darauf vertrauen, dass er alle Dinge zum Besten dienen lässt.
  • 3 Nicht nach dem Äußeren urteilen: Wir sollen Menschen nicht vorschnell beurteilen oder über ihre Gottesfurcht richten, sondern uns bewusst sein, dass auch wir zu geistlichen Fehleinschätzungen neigen.
  • 4 Fürbitte praktizieren: Regelmäßig und intensiv Fürbitte tun für die Gemeinde, für politisch Verantwortliche, für Obrigkeit und für ungläubige Nachbarn. Dies ist ein zentraler Auftrag an Christen.
  • 5 Trotz Schwachheit dienen: Unsere Schwächen, Fehler und Unzulänglichkeiten sind keine Ausrede, um nicht im Reich Gottes zu dienen. Gott gebraucht schwache Kandidaten und seine Kraft wird in unserer Schwachheit mächtig.