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St. Martini Gemeinde zu Bremen

Martinikirchhof 3 28195 Bremen

Die St. Martini Gemeinde bekennt sich in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen worden ist.

Täglicher Impuls
Mittwoch

Das Wort Gottes - Quelle des Trostes

Der erste und wichtigste Weg zum Trost ist das Hineinschauen in Gottes Wort. 'Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben', schreibt Paulus. Die Bibel ist voll von Trostworten. Die Psalmen besonders sprechen direkt in unsere Ängste und Nöte hinein. 'Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir' - solche Worte sind keine fromme Theorie, sondern bewährte Wahrheiten, die unzähligen Menschen durch dunkle Zeiten geholfen haben. Aber Gottes Wort wirkt nur, wenn wir es auch lesen und hören. Es genügt nicht, eine Bibel im Regal stehen zu haben. Wir müssen uns Zeit nehmen, darin zu lesen, es zu studieren, darüber nachzudenken. Wenn wir das tun, werden wir neu ausgerichtet, bekommen klare Sicht und neue Kraft für unseren Weg.

Römer 15,4
Gebet

Bitte Gott, dir ein größeres Verlangen nach seinem Wort zu geben und durch die Schrift zu dir zu sprechen.

Herausforderung

Wie regelmäßig nimmst du dir Zeit, Gottes Wort zu lesen? Was könnte dir helfen, dies zu einer festen Gewohnheit zu machen?

"

Aufnahme vom 15. März 2026

Letzte Predigt

Gottesdienst am 15.03.2026 - Freue dich – du wirst getröstet!

Sonntag, 15. März 2026
Psalm 84,4-13
Kernaussage

Gott möchte uns in allen Lebenslagen trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet. Dieser Trost ist kein bloßes Vertrösten, sondern echter, bleibender Trost durch Jesus Christus, der uns durch den Heiligen Geist geschenkt wird und bis in die Ewigkeit im neuen Jerusalem reicht.

Dieser Gottesdienst behandelt das Thema Trost in schwierigen Lebenslagen. Der Prediger spricht darüber, wie Menschen sowohl im Alltag als auch im geistlichen Leben Trost brauchen - sei es bei Krankheit, Sorgen oder Glaubenskrisen. Die zentrale Botschaft ist, dass wahrer und bleibender Trost nur durch Jesus Christus und den Heiligen Geist gefunden werden kann. Der Text aus Jesaja 66 wird ausgelegt, der Gott als tröstende Mutter darstellt und vom neuen Jerusalem spricht. Die Predigt unterscheidet zwischen echtem Trost und bloßem Vertrösten. Vier praktische Wege zum Trost werden aufgezeigt: das Lesen und Hören von Gottes Wort, das Gebet, der Glaube und die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen. Der Gottesdienst endet mit der klaren Aussage, dass dieser Trost allen gilt, die Jesus nachfolgen und zu seinen Knechten gehören, während diejenigen, die ihm nicht folgen, keinen Anteil am neuen Jerusalem haben werden.

Hauptthemen (3)

1. Trost trotz aller Umstände

  • Im Alltag und im Glaubensleben erleben wir Niedergeschlagenheit, Müdigkeit und Nöte
  • Jesaja 66 verspricht Trost wie von einer Mutter, die ihr Kind tröstet
  • Jesus ist die Antwort auf alle Fragen und Nöte - er bringt den wahren Trost
  • Nur durch Jesu Tod am Kreuz und seine Auferstehung haben wir Anteil am neuen Jerusalem
  • Wir sollen auf Jesus schauen und ihm vertrauen, unabhängig von den Umständen

2. Trost oder Vertrösten?

  • Vertrösten bedeutet Hinhalten ohne echte Hilfe, wie bei Bahnverspätungen
  • Gottes Trost ist kein Vertrösten, sondern echter, bleibender Trost
  • Vier konkrete Wege zum Trost: Gottes Wort lesen und hören, Gebet, Glaube, Gemeinschaft mit anderen Gläubigen
  • Durch den Heiligen Geist werden wir unseres Glaubens gewiss
  • Beispiel von Nehemia zeigt, wie Gebet und Glaube zusammenwirken

3. Trost - wem gilt er?

  • Der Trost gilt allen, die Jerusalem lieben - denen, die an das neue Jerusalem glauben
  • Durch Jesus haben wir Zugang zum neuen Jerusalem
  • Der Trost gilt den Knechten Gottes, die Jesus nachfolgen
  • Wer Jesus nicht nachfolgt, erfährt nicht diesen Trost
  • Einladung an alle, zu Jesus zu kommen und sein Bürgerrecht im neuen Jerusalem zu erhalten

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Psalm 84,4-13

Wie lieb sind mir deine Wohnungen, Herr Zebaoth! Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn. Mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen. Deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott. Wohl denen, die in deinem Hause wohnen, die loben dich immer da. Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln. Wenn sie durchs Düppetal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund und Frühregen hüllt es in Segen. Sie gehen von einer Kraft zur anderen und schauen den wahren Gott in Zion. Herr Gott Zebaoth, höre mein Gebet. Vernimm es, Gott Jakobs. Gott, unser Schild, schaue doch, sieh doch an das Antlitz deines Gesalbten. Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber die Tür hüten in meines Gotteshause als wohnen in der gottlosen Hütten. Denn Gott, der Herr, ist Sonne und Schild. Der Herr gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. Herr Zebaoth, wohl den Menschen, der sich auf dich verlässt.

2. Korinther 1,3-7

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind. Mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. Und unsere Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen, wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben.

Psalm 23

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Psalm 86

Tu ein Zeichen an mir, dass du es gut mit mir meinst, dass es sehen, die mich hassen und sich schämen, weil du mir beistehst, Herr, und mich tröstest.

Psalm 62

Hoffet auf ihn alle Zeit, liebe Leute. Schüttet euer Herz vor ihm aus. Gott ist unsere Zuversicht.

Weitere Referenzen

  • Jesaja 66
  • Römer 15
  • Nehemia 2

Praktische Anwendung (4)

  • 1 Gottes Wort lesen und hören: Beschäftige dich regelmäßig mit der Bibel, durch persönliches Lesen oder durch Predigten und Andachten. Gottes Wort ist das Wichtigste für unser Leben und richtet uns immer wieder neu aus.
  • 2 Im Gebet zu Gott kommen: Schütte dein Herz vor Gott aus wie ein Kind bei seiner Mutter. Gott hört dein Gebet und hat verheißen, es zu erhören - bete beständig und anhaltend.
  • 3 Im Glauben festhalten: Glaube, dass Gottes Wort die Wahrheit ist und dass dein Gebet erhört wird. Vertraue darauf, dass Jesus zu seinem Wort steht, und überlasse ihm die Führung in deinem Leben.
  • 4 Gemeinschaft mit anderen Gläubigen suchen: Bleibe nicht alleine, sondern suche die Gemeinschaft mit anderen, die Jesus nachfolgen. In der geistlichen Gemeinschaft liegt ein besonderer Segen.