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Christus Gemeinde Büchenbronn

Dillweißensteiner Straße 52, 75180 Pforzheim

Egal, ob jung oder alt, bei uns findest Du einen Ort, an dem Glaube gelebt und Gemeinschaft geschätzt wird. Komm vorbei und erlebe inspirierende Gottesdienste, herzliches Miteinander und eine starke Unterstützung auf Deinem Lebensweg. Wir freuen uns auf Dich!

Täglicher Impuls
Mittwoch

Wahre Freiheit in der Nachfolge

Christus macht uns frei – aber wovon und wozu? Unsere Sozialisierung hat uns beigebracht: Du bist wertvoll, wenn du Leistung bringst. Doch diese Lüge hält uns gefangen in einem endlosen Kreislauf von Streben und Erschöpfung. Jesus befreit uns von falschen Sicherheiten, von der Überzeugung, dass wir aus eigener Kraft leben müssen. Er macht uns frei zu vertrauen, dass unser Wert nicht von unserer Leistung abhängt. Frei zu erfahren, dass geteiltes Glück doppelt hält. Frei für eine Denkweise der Inklusion statt der Ausgrenzung. Diese Freiheit ist kein Selbstzweck. Sie entfaltet sich in der Begegnung mit unserem Schöpfer und unserem Nächsten. 'Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen... und deinen Nächsten wie dich selbst.' In dieser Freiheit werden wir Salz und Licht – nicht erst in der kommenden Welt, sondern hier und jetzt.

Galater 5,1
Gebet

Danke Gott für die Freiheit, die er dir in Christus schenkt, und bitte ihn, dir zu helfen, diese Freiheit in Liebe zu leben.

Herausforderung

Von welchen Leistungsdenken und falschen Sicherheiten möchte Christus mich befreien?

"

Aufnahme vom 15. Februar 2026

Predigt

Gemeinde - Ein Leib und viele Glieder - 15.02.2026

Sonntag, 15. Februar 2026
1. Korinther 12
Kernaussage

Die Gemeinde ist als Leib Christi sowohl eine Einheit als auch vielfältig. Jedes Glied ist wichtig und hat seinen Platz, wobei Christus das Haupt ist. Wenn wir lernen, wirklich Leib zu sein - miteinander, füreinander und unter Christus - wird Gottes Kraft sichtbar.

Diese Predigt behandelt das biblische Bild vom Leib Christi als zentrale Metapher für die Gemeinde. Der Sprecher erläutert, wie die erste christliche Gemeinde aus sehr unterschiedlichen Menschen bestand - Juden und Griechen, Reiche und Arme, Gebildete und Ungebildete - die durch Christus zu einer Einheit wurden. Paulus verwendete das Bild des Leibes, um zu zeigen, dass alle Glieder zusammengehören und keines unwichtig ist, obwohl jedes unterschiedliche Funktionen hat. Die Predigt legt drei Fundamente fest: Christus ist das Haupt, jeder hat seinen Platz, und Einheit bedeutet nicht Gleichheit. Anschließend werden fünf praktische Punkte behandelt: Verbundenheit statt Vereinsamung, Gaben entdecken und einsetzen, Verantwortung füreinander übernehmen, Konflikte reif austragen und Christus im Zentrum halten. Der Sprecher fordert die Gemeinde heraus, nicht nur Zuschauer zu sein, sondern aktiv Teil des Leibes zu werden, indem sie einander dienen, miteinander verbunden bleiben und Christus als Haupt anerkennen. Die Botschaft endet mit der Ermutigung, dass die Welt Christus durch die gelebte Einheit in Vielfalt der Gemeinde erkennen wird.

Hauptthemen (8)

1. Die erste Gemeinde als bunter Haufen

  • Die Urgemeinde bestand aus sehr unterschiedlichen Menschen: Juden, Griechen, Reiche, Arme, Gebildete, Ungebildete, Männer und Frauen
  • In der antiken Gesellschaft gab es klare soziale Grenzen, die in der Gemeinde durchbrochen wurden
  • Paulus betonte: Ihr seid ein Leib, eine Einheit trotz aller Unterschiede
  • Niemand definierte sich mehr über Herkunft oder Stand, sondern über die Zugehörigkeit zu Jesus Christus

2. Drei fundamentale Grundlagen

  • Christus ist das Haupt der Gemeinde, nicht irgendeine Person oder Tradition
  • Jeder von uns hat seinen Platz und ist wunderbar gemacht (Psalm 139)
  • Einheit bedeutet nicht Gleichheit - wir sollen nicht alle gleich sein, sondern vielfältig

3. Herausforderungen unserer Zeit

  • Starker Individualismus wird betont
  • Menschen ziehen sich zurück statt verbindliche Zusagen zu treffen
  • Gemeinde kann schnell in Lager zerfallen
  • Digitale Kommunikation ersetzt physische Nähe
  • Große Unsicherheit in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik

4. Verbundenheit statt Vereinsamung

  • Ein Körper funktioniert nur, wenn alles miteinander verbunden ist
  • Gemeinde ist nicht nur eine Ansammlung von Menschen am Sonntag
  • Die ersten Christen waren immer wieder beieinander, trafen sich in Häusern
  • Wir sind in Christus miteinander verbunden, nicht isolierte Einzelpersonen

5. Gaben entdecken und einsetzen

  • Jeder ist auf irgendeine Art und Weise begabt
  • Jede Gemeinde leidet, wo Gaben brach liegen
  • Niemand ist überflüssig oder nur Zuschauer
  • Die Frage sollte nicht sein 'Was bringt mir der Gottesdienst?', sondern 'Wie kann ich heute dienen?'

6. Verantwortung füreinander übernehmen

  • Wenn ein Teil des Körpers leidet, leidet der ganze Körper mit
  • Wenn jemand zweifelt oder Sünde begeht, wuchert das in die Gemeinde hinein
  • Einer trage des anderen Last - das ist ein direkter Auftrag an alle

7. Konflikte reif austragen

  • Konflikte dürfen nicht hintenrum gelöst werden
  • Man muss unter vier Augen hingehen und Konflikte klären
  • Christen können unter dem Deckmantel des Gebets zu Lästermäulern werden
  • Es geht nicht um mich im Mittelpunkt, sondern um die Lösung und den anderen

8. Christus im Zentrum halten

  • Es ist eine Sache zu wissen, dass Jesus das Zentrum ist, eine andere, ihn dort immer wieder hinzusetzen
  • Es geht nicht um meine Meinung, meinen Willen oder meine Gefühle, sondern um Christus
  • Bei Entscheidungen: beten, fasten, ringen, diskutieren, einander zuhören
  • Von Christus aus wächst der ganze Leib

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

1. Korinther 12

Das Auge kann nicht zur Hand sagen, ich brauche dich nicht

Psalm 139

Ich bin wunderbar gemacht. Wunderbar sind deine Werke, Gott. Das erkennt meine Seele

1. Korinther 12

Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, so auch Christus

Apostelgeschichte 2

Alle aber, die gläubig geworden waren, waren immer wieder beieinander

1. Petrus

Dient einander in jeder mit der Gabe, die er empfangen hat

Römer

Wie wir an einem Leib viele Glieder haben, so haben wir verschiedene Gaben nach der uns gegebenen Gnade

1. Korinther

Wenn ein Glied leidet, so leiden alle anderen mit

Galater

Einer trage des anderen Last

Epheser

In aller Demut und Sanftmut ertragt einer den anderen in Liebe und seid darauf bedacht, die Einheit des Geistes zu bewahren

Matthäus

Wenn dein Bruder an dir sündigt, so gehe hin und weise ihn zurecht unter vier Augen

Epheser 4

Christus ist das Haupt. Von ihm aus wächst der ganze Leib

Kolosser 1,18

Und er ist das Haupt des Leibes der Gemeinde

Praktische Anwendung (6)

  • 1 Am Gemeindeleben teilnehmen: Frage dich: Wo nehme ich am Gemeindeleben teil und wo bleibe ich auf Abstand? Gemeindeleben bedeutet nicht nur Sonntag, sondern auch Begegnung unter der Woche.
  • 2 Mit Diensthaltung kommen: Komme nicht mit der Erwartung 'Lasst mich bedienen', sondern mit der Frage: Wie kann ich heute dienen? Wo kann ich jemandem anderen etwas Gutes tun?
  • 3 Eigene Gaben entdecken und einsetzen: Forsche danach, welche Gaben Gott dir gegeben hat. Jeder ist auf irgendeine Art und Weise begabt - entdecke sie und setze sie ein.
  • 4 Andere ermutigen und unterstützen: Frage dich diese Woche: Wen kann ich ermutigen, besuchen oder unterstützen? Übernimm konkret Verantwortung für andere.
  • 5 Konflikte direkt klären: Gibt es jemanden, mit dem du Vergebung oder ein klärendes Gespräch brauchst? Gehe hin und kläre es unter vier Augen, statt hintenrum zu reden.
  • 6 Jesus im Zentrum halten: Frage dich regelmäßig: Was steht im Zentrum - Jesus oder meine Vorstellung? Richte dich neu auf ihn aus durch Gebet und Gottes Wort.