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Ev. Freikirche Kreuzheide

Franz-Marc-Straße 3-5, 38448 Wolfsburg

Eine Gemeinde von über 200 Mitgliedern mit Programmen für alle Altersgruppen und einem herzlichen Miteinander.

Täglicher Impuls
Mittwoch

Die Gefahr der Verantwortungsflucht

Pilatus erkannte Jesu Unschuld und erklärte öffentlich: 'Ich kann keine Schuld an ihm finden.' Nach römischem Gesetz hätte der Prozess damit enden müssen. Doch statt gerecht zu urteilen, suchte Pilatus nach einem Ausweg. Er fürchtete den Aufruhr und die politischen Konsequenzen. Anstatt klar Position zu beziehen, versuchte Pilatus, seine Verantwortung auf die Menge abzuwälzen. Er bot ihnen die Wahl zwischen Jesus und Barabbas. Das Ergebnis war verheerend: Der Unschuldige wurde verworfen, der Schuldige freigelassen. Es gibt Momente im Leben, in denen wir Verantwortung tragen - in der Familie, bei der Arbeit, in der Gemeinde, in der Gesellschaft. Wenn wir unserer Verantwortung ausweichen und sie einfach anderen überlassen, entstehen genau die Ungerechtigkeiten, die wir vermeiden wollen. Pilatus zeigt uns, wohin Verantwortungsflucht führt: zu Unrecht und Leid.

Johannes 18,38-40
Gebet

Bete um Mut und Weisheit, die Verantwortung zu übernehmen, die Gott dir anvertraut hat, und gerecht zu handeln.

Herausforderung

Gibt es Bereiche in deinem Leben, in denen du Verantwortung trägst, aber versuchst, sie auf andere abzuwälzen?

"

Aufnahme vom 15. März 2026

Letzte Predigt

Jesus trifft Pilatus | Alessia Hilbig| Freikirche Kreuzheide

Sonntag, 15. März 2026
Markus 14
Kernaussage

Die Predigt behandelt die Begegnung zwischen Pilatus und Jesus und stellt die zentrale Frage: Was tun wir, wenn wir die Wahrheit kennen, aber Druck von außen erfahren? Jesus steht als die personifizierte Wahrheit vor Pilatus, der trotz der Erkenntnis von Jesu Unschuld seiner Verantwortung ausweicht. Die entscheidende Frage für uns ist, ob wir das Liebesgeschenk vom Kreuz annehmen und zu der erkannten Wahrheit stehen, statt uns von Angst, Druck oder Menschenfurcht bestimmen zu lassen.

Diese Predigt behandelt die Begegnung zwischen Jesus und Pontius Pilatus vor der Kreuzigung. Alessia Hilbig stellt die zentrale Frage: Was würdest du tun, wenn du das Richtige kennst, aber alle erwarten, dass du das Falsche tust? Pilatus stand genau vor dieser Entscheidung als römischer Statthalter in Judäa. Die Predigt zeichnet den Prozess Jesu nach - von der Verhaftung durch den Hohen Rat über die Verurteilung wegen Gotteslästerung bis zur Auslieferung an Pilatus. Trotz dreimaliger Unschuldserklärung durch Pilatus wird Jesus verurteilt. Die Predigt zeigt den Kontrast zwischen Jesus, der ruhig in der Wahrheit steht, und Pilatus, der zwischen Wahrheit und politischem Druck hin- und hergerissen ist. Jesus offenbart sich als König eines Reiches, das nicht von dieser Welt ist und auf Wahrheit gegründet ist. Die Botschaft fordert die Zuhörer heraus, Verantwortung zu übernehmen, nach Wahrheit zu suchen und mutig zu ihrem Glauben zu stehen. Der entscheidende Punkt ist: Pilatus versuchte vergeblich, sich durch Händewaschen von Schuld zu befreien, aber nur durch das vergossene Blut Jesu am Kreuz können wir wahre Reinigung finden. Die Predigt endet mit der Einladung, dieses Liebesgeschenk anzunehmen.

Hauptthemen (5)

1. Die Verurteilung Jesu durch den Hohen Rat

  • Der Hohe Rat suchte Zeugenaussagen gegen Jesus, um ihn zum Tod zu verurteilen, obwohl das Urteil bereits feststand
  • Viele falsche Zeugen traten auf, aber ihre Aussagen widersprachen sich
  • Jesus bekannte sich als der Messias, der Sohn Gottes, was als Gotteslästerung gewertet wurde
  • Die religiösen Führer blieben aus Reinheitsgründen außerhalb des Prätoriums, während sie gleichzeitig einen Unschuldigen töten wollten

2. Die Begegnung zwischen Pilatus und Jesus

  • Pilatus erkannte dreimal öffentlich, dass er keine Schuld an Jesus finden konnte
  • Jesus offenbarte sich als König eines Reiches, das nicht von dieser Welt ist
  • Das Fundament von Jesu Reich ist die Wahrheit, nicht Macht oder Gewalt
  • Pilatus stellte die Frage 'Was ist Wahrheit?', ohne zu erkennen, dass die Wahrheit in Person vor ihm stand
  • Jesus blieb ruhig und standhaft, während Pilatus zwischen verschiedenen Welten hin- und hergerissen war

3. Pilatus' Versuch, Verantwortung zu umgehen

  • Pilatus versuchte, die Entscheidung durch die Freilassung eines Gefangenen auf die Menge zu übertragen
  • Das Volk wählte Barabbas, einen Verbrecher, statt Jesus
  • Pilatus ließ Jesus auspeitschen und verspotten, obwohl er ihn für unschuldig befand
  • Pilatus wusch sich symbolisch die Hände, um sich von Schuld freizusprechen

4. Jesu Autorität und Gottes Souveränität

  • Jesus machte deutlich, dass Pilatus nur die Macht hatte, die ihm von oben gegeben wurde
  • Jesu Weg zum Kreuz war eine bewusste Entscheidung aus Liebe, kein Zeichen von Schwäche
  • Gottes Souveränität steht über aller menschlichen Macht
  • Jesu Standhaftigkeit vor Pilatus begann im Gebet in Gethsemane

5. Die Bedeutung des Kreuzes

  • Jesus war unschuldig und nahm freiwillig unsere Schuld auf sich
  • Menschliche Versuche, sich selbst von Schuld zu befreien, reichen nicht aus
  • Nur durch das vergossene Blut Jesu können wir wahre Reinigung erfahren
  • Das Kreuz ist ein Liebesgeschenk, das persönlich angenommen werden muss

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Markus 14

Die hohen Priester und der ganze Hohe Rat suchten Zeugenaussagen gegen Jesus, um ihn zum Tod zu verurteilen. Aber sie fanden keine.

Johannes 18,28

Die, die Jesus verhört hatten, brachten ihn nun vom Haus des Kajalus zum Praetorium, dem Amtssitz des römischen Gouverneurs. Es war jetzt früh am Morgen. Sie selbst betraten das Gebäude nicht, um die Reinheitsvorschriften nicht zu verletzen. Sie hätten sonst nicht am Passafest teilnehmen können.

Johannes 18,29-32

Deshalb kam Pilatus zu ihnen heraus. Was für eine Anklage erhebt ihr gegen diesen Mann? fragte er. Sie erwiderten, wenn er kein Verbrecher wäre, hätten wir ihn nicht zu dir gebracht. Da sagte Pilatus, nehmt doch ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz. Die Juden entgegneten, wir haben nicht das Recht, jemanden hinzurichten. So sollte sich das Wort erfüllen, mit dem Jesus angedeutet hatte, auf welcher Weise er sterben werde.

Johannes 3

Und wie Mose damals in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss auch der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat.

Johannes 18,33-38

Pilatus ging ins Praetarium zurück und ließ Jesus vorführen. Pilatus fragte ihn, bist du der König der Juden? Jesus erwiderte, bist du selbst auf diesen Gedanken gekommen oder haben andere dir das über mich gesagt? Bin ich etwa ein Jude? Gibt Pilatus zurück. Dein eigenes Volk und die führenden Priester haben dich mir übergeben. Was hast du getan? Jesus antwortete, das Reich, dessen König ich bin, ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, dann hätte mein Diener für mich gekämpft, damit ich nicht den Juden in die Hände falle. Aber mein Reich ist nicht von dieser Erde. Da sagte Pilatus zu ihm, dann bist du also tatsächlich ein König? Jesus erwiderte, du hast recht. Ich bin ein König. Ich bin in die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeuge zu sein. Dazu bin ich geboren. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit steht, hört auf meine Stimme.

2. Timotheus 1,7

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Johannes 18,38-40

Wahrheit, sagt Pilatus zu ihm, was ist Wahrheit? Damit brach Pilatus das Verhör ab und ging wieder zu den Juden hinaus. Ich kann keine Schuld an ihm finden, erklärte er. Nun habt ihr ja nach einem Brauch Anspruch darauf, dass ich euch am Passafest einen Gefangenen freigebe. Wollt ihr, dass ich euch den König der Juden freigebe? Nein, den nicht, schrien sie zurück. Wir wollen Barabbas. Dieser Barabbas war ein Verbrecher.

Johannes 19,1-6

Daraufhin ließ Pilatus Jesus abführen und auspeitschen. Nachdem die Soldaten ihn ausgepeitscht hatten, flochten sie aus Dornzweigen eine Krone, setzten sie Jesus auf den Kopf und hängten ihm einen purpurfarbenen Mantel um. Dann stellten sie sich vor ihm hin und riefen, ich lebe der König der Juden, und schlugen ihn dabei ins Gesicht. Anschließend wandte sich Pilatus ein weiteres Mal an die Menge. Er ging hinaus und sagte, ich bringe ihn jetzt zu euch heraus. Ihr sollt wissen, dass ich keine Schuld an ihm finde. Jesus trat heraus, auf dem Kopf trug er die Dornenkrone und er hatte den Puppenmantel um. Pilatus sagte zu der Menge, hier ist er jetzt, der Mensch. Aber so wie die führenden Priester um ihre Leute Jesus erblickten, schrien sie, lasst ihn kreuzigen, lasst ihn kreuzigen. Nehmt ihn doch selbst und kreuzigt ihn, versucht Pilatus, die Meute abzuwimmeln. Ich jedenfalls kann keine Schuld an ihm finden.

Matthäus 27,24-25

Pilatus sah, dass er nichts erreichte, im Gegenteil, der Tumult wurde immer schlimmer. Er ließ sich Wasser bringen, wusch sich vor den Augen der Menschen, der Menge die Hände und sagte, ich bin unschuldig am Tod dieses Mannes. Was jetzt geschieht, ist eure Sache. Und es rief das ganze Volk, die Schuld an seinem Tod soll uns, an unseren Kindern angerechnet werden.

Weitere Referenzen

  • 4. Mose 21
  • Daniel (Menschensohn)
  • Psalm 110
  • Lukas (Gethsemane-Gebet)

Praktische Anwendung (7)

  • 1 Mit offenem Herzen nach Wahrheit suchen: Komme nicht mit vorgefassten Urteilen, sondern mit einem offenen Herzen, das bereit ist, nach Wahrheit zu fragen und sie zu suchen. Die Bibel verspricht: Wer sucht, der findet.
  • 2 Verantwortung nicht ausweichen: Es gibt Momente im Leben, in denen wir Verantwortung tragen - in Familie, Arbeit, Gemeinde und Gesellschaft. Wir sollen unsere Verantwortung nicht einfach anderen überlassen, denn daraus entstehen Ungerechtigkeiten.
  • 3 Mutig zum Glauben stehen: Lasse dich nicht von Angst, Druck oder der Meinung anderer bestimmen. Mut im Glauben kommt von Gott, der uns den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit gegeben hat, nicht der Furcht.
  • 4 Gottes Nähe im Gebet suchen: Der verborgene Kampf im Gebet führt zur öffentlichen Standhaftigkeit. Suche Gottes Nähe und mache deine Entscheidungen nicht von den Stimmen um dich herum abhängig, sondern von dem, was Gott über dein Leben sagt.
  • 5 Autorität zum Guten nutzen: Wenn wir Macht oder Autorität haben, sollen wir diese nutzen, um zu schützen und Gutes herauszubringen, nicht um zu erniedrigen oder auszunutzen.
  • 6 Nicht von Angst gefangen nehmen lassen: Wenn wir ins Weltgeschehen schauen und verzweifeln, sollen wir daran denken, dass Gott die Kontrolle nicht verliert. Unser Leben liegt in Gottes Hand, und wir sollen uns nicht von Angst einnehmen lassen.
  • 7 Das Liebesgeschenk vom Kreuz annehmen: Nimm das Liebesgeschenk vom Kreuz für dich ganz persönlich an. Nur durch Jesu vergossenes Blut, nicht durch eigene Anstrengung, können wir wahre Reinigung von Schuld erfahren.