Ev. Freikirche Kreuzheide
Eine Gemeinde von über 200 Mitgliedern mit Programmen für alle Altersgruppen und einem herzlichen Miteinander.
Mutig zur Wahrheit stehen
Während Pilatus zwischen Wahrheit und politischem Druck hin- und hergerissen war, blieb Jesus standhaft. Obwohl er gefesselt, verspottet und misshandelt wurde, sprach er mit Ruhe und Klarheit. Jesus passte seine Botschaft nicht an, um zu gefallen oder Konflikte zu vermeiden. Wir kennen Situationen, in denen wir überlegen: Was sage ich jetzt? Wie deutlich stehe ich zu meinem Glauben? Was werden die anderen denken? In solchen Momenten entsteht die Versuchung, den Glauben etwas anzupassen, nicht anzuecken, nicht mutig zu sein. Doch die Schrift ermutigt uns: 'Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.' Mut im Glauben kommt nicht aus eigener Persönlichkeit, sondern von Gott. Diese Kraft wächst in der Gemeinschaft mit ihm. Der verborgene Kampf im Gebet führt zur öffentlichen Standhaftigkeit vor den Menschen.
Bitte Gott um den Geist der Kraft, nicht der Furcht, damit du in Liebe und Besonnenheit zu deinem Glauben stehen kannst.
Wo fordert Gott dich heraus, mutiger zu deinem Glauben zu stehen, statt dich von der Meinung anderer bestimmen zu lassen?
Aufnahme vom 8. Februar 2026
Erziehung | Tillmann Frey | Freikirche Kreuzheide
Erziehung vom Reich Gottes her gedacht bedeutet, unsere Kinder nicht durch Angst und Einschüchterung nach der Art des alten Bundes zu erziehen, sondern durch Liebe und Herzensverbindung nach der Art des neuen Bundes. Das wichtigste Ziel ist nicht Gehorsam, sondern eine tragfähige Beziehung, die den Frieden des Reiches Gottes in unsere Familien bringt.
Hauptthemen
(5)
1. Das wichtigste Ziel: Beziehung vor Gehorsam
- • Gehorsam ist wichtig, aber nicht das wichtigste Ziel der Erziehung
- • Ein Kind, das immer nur gehorcht, kann kaum eine selbstständige und verantwortungsvolle Persönlichkeit werden
- • Jesus lehrte, dass das wichtigste nicht Regeln sind, sondern Beziehung: Liebe Gott, liebe deinen Nächsten, liebe dich selbst
- • Im Reich Gottes sind Liebe und Beziehung die Priorität, nicht bloßer Gehorsam
2. Einschüchterung macht nichts besser
- • Im alten Bund lebte Israel unter externer Kontrolle und gehorchte aus Angst vor Strafe
- • Erziehung durch Strafe und Einschüchterung funktioniert von außen nach innen
- • Wenn Eltern durch Macht und Strafe erziehen, wird Erziehung zu einem ewigen Machtspiel
- • Kinder lernen dabei, dass es starke und schwache Menschen gibt, und werden selbst respektlos
- • Einschüchterung erzeugt eine Fabrik der Respektlosigkeit statt selbstständiger Persönlichkeiten
3. Das Kreuz verändert alles: Vom alten zum neuen Bund
- • Im neuen Bund schreibt Gott sein Gesetz in unsere Herzen, nicht auf Steintafeln
- • Gott begegnet uns nicht mehr von außen durch Strafe, sondern von innen durch seinen Geist
- • Durch das Kreuz ist die Schuld weggenommen, Strafe und Zorn spielen keine Rolle mehr
- • Äußere Kontrolle und Einschüchterung sind im neuen Bund nicht mehr nötig
- • Selbstbeherrschung ist eine Frucht des Heiligen Geistes, der in uns wirkt
4. Geliebt und in Sicherheit: Erziehung ohne Angst
- • Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz
- • Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst vor Strafe
- • Als Eltern sollten wir auf Liebe setzen, nicht auf Angst
- • Unsere Kinder sollen erleben, dass nichts wichtiger ist als unsere Herzensverbindung zu ihnen
- • Sie sollen spüren: Unsere Liebe bleibt immer gleich, sie sind bei uns geborgen
5. Reich Gottes in der Familie: Frieden statt Machtkampf
- • Das Reich Gottes ist ein Reich des Friedens (Schalom)
- • Die Frage ist: Entspricht meine Erziehung dem, wie der himmlische Vater uns begegnet?
- • Erziehung soll kein Machtspiel sein, sondern eine Herzensverbindung
- • Die wichtigste Erziehungsmethode ist, selbst von ganzem Herzen in Jesus geborgen zu sein
- • Unser Inneres wird nach außen strahlen und das Innere unserer Kinder verändern
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Er wird die Herrschaft übernehmen. Man nennt ihn wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, ewiger Vater, Friedefürst. Er wird seine Herrschaft weit ausdehnen und dauerhaften Frieden bringen.
Er, also dieser neue Bund, ist nicht mit dem zu vergleichen, den ich damals mit ihren Vorfahren schloss, als ich sie bei der Hand nahm und aus Ägypten befreite. Diesen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr war. Der neue Bund, den ich dann mit dem Volk Israel schließe, wird ganz anders aussehen. Ich schreibe mein Gesetz in ihr Herz. Es soll ihr ganzes Denken und Handeln bestimmen. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein. Niemand muss dann den anderen noch belehren. Keiner braucht seinem Bruder mehr zu sagen: Erkenne doch den Herrn. Denn alle, vom kleinsten bis zum größten, werden erkennen, wer ich bin. Ich vergebe ihnen ihre Schuld und denke nicht mehr an ihre Sünden. Mein Wort gilt.
Nachdem wir durch den Glauben von unserer Schuld freigesprochen sind, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.
Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz. Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst. Angst hat man nämlich dann, wenn man mit einer Strafe rechnen muss. Wer sich also noch vor dem Gericht fürchtet, bei dem ist die Liebe noch nicht zum vollen Durchbruch gekommen.
Weitere Referenzen
- → Matthäus 6 (Vaterunser: Dein Reich komme, wie im Himmel so auf Erden)
Praktische Anwendung
(4)
- 1 Beziehung zur Priorität machen: Erkenne, dass die Herzensverbindung zu deinen Kindern wichtiger ist als bloßer Gehorsam. Stelle sicher, dass deine Kinder wissen: Nichts – keine Hausaufgabe, kein Geschrei, kein unaufgeräumtes Zimmer – schiebt sich zwischen deine Liebe zu ihnen.
- 2 Von Strafe und Einschüchterung wegkommen: Hinterfrage ehrlich, ob du auf Angst oder auf Liebe setzt. Verzichte auf Erziehungsmethoden, die auf Macht, Einschüchterung und Strafe basieren, denn sie machen nichts besser und erzeugen Respektlosigkeit.
- 3 Nach der Art des neuen Bundes erziehen: Erziehe nicht von außen durch Druck, sondern wirke von innen durch Vorbild, Zuspruch, Zuhören, Verständnis und Nähe. Baue eine vertrauensvolle Beziehung auf, durch die deine Kinder dir aus Vertrauen folgen, nicht aus Angst.
- 4 Selbst in Jesus geborgen bleiben: Die wichtigste Erziehungsmethode ist, selbst von ganzem Herzen in Jesus geborgen zu sein und zu bleiben. Kämpfe jeden Tag darum, im Frieden Gottes zu leben – damit kämpfst du für deine Kinder, denn sie werden den Unterschied spüren.