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Evangelische Baptisten Gemeinde Gifhorn (EBG)

I. Koppelweg 69, 38518 Gifhorn

Gott loben, von ihm erzählen, Menschen helfen – die Bibel als einzige Richtschnur.

Täglicher Impuls
Donnerstag

Als Mensch versucht

Jesus wurde genauso wie wir versucht. Das Bemerkenswerte ist: Er begegnete den Versuchungen als Mensch, nicht mit übernatürlichen Kräften. Er verzichtete bewusst auf Wunder, obwohl er die Macht dazu hatte. In seiner körperlichen Schwachheit, nach 40 Tagen Fasten, hungrig und erschöpft, widerstand er dem Teufel. Der Satan kennt den richtigen Zeitpunkt für Versuchungen: wenn wir körperlich geschwächt sind, in Einsamkeit, unter Stress, wenn uns etwas Wichtiges fehlt. Mangelerscheinungen – körperlich, seelisch oder sozial – machen uns anfällig. Aber Gott ist treu: Er wird uns nicht über unser Vermögen versuchen lassen und schafft zugleich mit der Versuchung den Ausgang, dass wir sie ertragen können. Jesus zeigt uns als Mensch, dass Widerstand möglich ist.

Hebräer 4,15
Gebet

Herr Jesus, Du verstehst meine Schwachheit. Gib mir Kraft, in meinen schwächsten Momenten auf Dich zu vertrauen.

Herausforderung

In welchen Situationen der Schwachheit bin ich besonders anfällig für Versuchung, und wie kann ich mich darauf vorbereiten?

"

Aufnahme vom 2. März 2026

Predigt

Gottesdienst der EBG Gifhorn | 01.03.2026 um 17 Uhr

Montag, 2. März 2026
Römer 8:31-34
Kernaussage

Gott bestimmt die Geschichte und führt seine Pläne aus, auch wenn Menschen versagen. Er gibt sein Volk nicht auf, sondern ruft es durch sein Wort zur Umkehr und zum Gehorsam, damit sein Name verherrlicht wird und sein Werk vollendet werden kann.

Dies ist ein Gottesdienst der EBG Gifhorn, der am 01.03.2026 um 17 Uhr stattfand. Der Gottesdienst begann mit mehreren traditionellen christlichen Lobpreisliedern und Gebeten. Die Gemeinde feierte das Abendmahl am Morgen, und es gab eine Möglichkeit für Nachzügler, daran teilzunehmen. Der Hauptteil des Gottesdienstes bestand aus zwei Predigten. Die erste Predigt konzentrierte sich auf das Buch Haggai, Kapitel 1, und behandelte die Rückkehr des Volkes Israel aus der babylonischen Gefangenschaft. Der Prediger betonte, wie Gott sein Volk führt und seinen Plan ausführt, unabhängig von menschlichem Versagen. Das Volk hatte den Tempelbau aufgegeben aufgrund von Widerstand, aber Gott sandte den Propheten Haggai, um sie zu ermahnen und wieder zu motivieren. Die Botschaft war, dass Gott die Geschichte bestimmt, nicht die Menschen, und dass sein Volk seinem Auftrag treu bleiben soll. Die zweite Predigt behandelte Jesaja 42:1-4 und konzentrierte sich auf Jesus als das Lamm Gottes, das still zur Schlachtbank geführt wurde. Der Prediger verwendete Vergleiche mit verschiedenen Tieren bei der Schlachtung, um zu verdeutlichen, wie Jesu stille, sanfte Reaktion auf sein Leiden Schuldgefühle und Buße in den Herzen der Menschen hervorrufen sollte. Der Gottesdienst endete mit Lobpreis und einem Segen für die kommende Woche.

Hauptthemen (7)

1. Gottes souveräne Führung und Treue

  • Gott hält alles in seiner Hand und führt sein Volk durch alle Zeiten
  • Wenn Gott für uns ist, kann niemand gegen uns sein (Römer 8:31-34)
  • Gott gibt seine Kinder nicht auf, selbst wenn sie versagen
  • Er begleitet, ermahnt und führt sein Volk kontinuierlich

2. Das Versagen des Volkes beim Tempelbau

  • Israel kehrte aus babylonischer Gefangenschaft zurück mit dem Auftrag, den Tempel zu bauen
  • Nach einem wunderbaren Anfang kam der Bau durch Widersacher zum Stillstand
  • Das Volk fürchtete Menschen mehr als Gott und sagte: 'Es ist noch nicht die Zeit'
  • Sie verwendeten Material für ihre eigenen getäfelten Häuser statt für Gottes Haus
  • Menschliche Logik und Rationalität führten zum Ungehorsam gegenüber Gottes klarem Auftrag

3. Gottes Handeln während des Stillstands

  • Gott schwieg lange, aber ließ durch Umstände auf sich aufmerksam machen (Jesaja 57:11)
  • Er sandte Dürre und Missernte: 'Ihr sät viel und bringt wenig ein'
  • Die Menschen wurden blind für die geistlichen Ursachen ihrer Probleme
  • Gott bestimmt die Zeiten, nicht die Menschen oder die Umstände

4. Das prophetische Wort durch Haggai

  • Nach langer Zeit des Schweigens sandte Gott den Propheten Haggai
  • Das Wort erging an die Verantwortlichen: Serubbabel und Jeschua
  • Gott forderte das Volk auf: 'Achtet doch aufmerksam auf eure Wege' (viermal wiederholt)
  • Die Ermahnung: Ihr sorgt für eure Häuser, während mein Haus in Trümmern liegt
  • Gott versprach: 'Ich bin mit euch' - als sie seine Stimme hörten

5. Die Umkehr und der Neuanfang

  • Das Volk hörte auf die Stimme des Herrn und fürchtete sich vor ihm
  • Gott erweckte den Geist der Leiter und des ganzen Volkes
  • Sie nahmen die Arbeit am Haus des Herrn wieder auf
  • Trotz gleichbleibender äußerer Umstände (Widersacher) ging das Werk mit Eifer voran
  • König Darius unterstützte den Bau sogar mehr als Kyrus zuvor

6. Die Notwendigkeit des Wortes Gottes

  • Wir brauchen das Wort Gottes zu jeder Zeit
  • Das Wort baut uns auf und zeigt uns den richtigen Weg
  • Gehorsam gegenüber Gottes Wort führt zu geistlichem Aufbruch
  • Gottes Wort gibt Erkenntnis über unsere Situation und unseren Auftrag

7. Jesus Christus als das Lamm Gottes

  • Jesaja 42:1-4 prophezeite Jesu stilles Leiden
  • Jesus wurde wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt, das verstummt vor seinem Scherer
  • Er reagierte ruhig auf Provokationen, Anklage und Verspottung
  • Seine emotionale Kontrolle diente dem Heilsplan: Sündenerkenntnis und Buße zu bewirken
  • Sein stilles Sterben sollte Schuldbewusstsein und Vergebungssuchen in uns auslösen

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Römer 8:31-34

Was ist es, was wir nun hier zu sagen? Ist Gott für uns? Wer mag gegen uns sein? Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahin gegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott ist es doch, der rechtfertigt. Christus ist es doch, der gestorben ist, ja, mehr noch. Der auch auferweckt ist, der auch zu Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt.

Haggai 1

Im zweiten Jahr des Königs Darius, am ersten Tag des sechsten Monats, erging das Wort des Herrn durch den Propheten Haggai... So spricht der Herr der Herrscher. Dieses Volk sagt, es ist noch nicht die Zeit zu kommen, die Zeit, um das Haus des Herrn zu bauen... Ist es aber für euch an der Zeit, in euren getefelten Häusern zu wohnen, während dieses Haus in Trümmer liegt? Und nun so spricht der Herr der Herrscherin. Achtet doch oftmals auf eure Wege... Da hörten Zerubabel... und Fischu... und der ganze Überrest des Volkes auf die Stimme des Herrn, ihres Gottes... Ich bin mit euch, spricht der Herr.

Jesaja 57:11

Vor wem hast du dich so gescheut und gefürchtet, dass du mich verleugnet und an mich nicht mehr gedacht hast und es dir nicht zu Herzen nahmst? Habe ich nicht geschwiegen und das seit langer Zeit? Aber du willst mich doch nicht fürchten.

Jesaja 42:1-4

Siehe, das ist mein Knecht, ich halte ihn, und mein Außerwählter, an dem meine Seele wohlt, der mir wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben, er wird das Recht unter die Heiden bringen. Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus. Er selbst wird nicht verlöschen und zerbrechen, bis er auf der Erde Recht aufrichte, und die Insel warten auf seine Weisung.

Weitere Referenzen

  • Esra 5
  • 1. Korinther (erwähnt als Teil der Bibelstunde)

Praktische Anwendung (6)

  • 1 Aufmerksam auf unsere Wege achten: Wir sollen regelmäßig prüfen, ob wir im Gehorsam gegenüber Gottes Auftrag leben oder ob wir uns von Umständen, Menschen oder eigenen Plänen leiten lassen. Gott ruft uns auf: 'Achtet doch aufmerksam auf eure Wege.'
  • 2 Gott mehr fürchten als Menschen: Statt uns von Widerständen, Meinungen anderer oder ungünstigen Umständen abhalten zu lassen, sollen wir Gott fürchten und seinem Wort gehorchen, denn er bestimmt die Zeiten und Möglichkeiten.
  • 3 Gottes Sache vor eigenen Interessen stellen: Wir sollen nicht zuerst für unsere eigenen 'getäfelten Häuser' sorgen, während Gottes Werk vernachlässigt wird. Materialismus und Selbstbezogenheit dürfen uns nicht vom Auftrag Gottes ablenken.
  • 4 Das Wort Gottes als Richtschnur nutzen: Wir brauchen das Wort Gottes täglich, um richtig zu handeln, unsere Aufträge zu erkennen und in der Kraft des Heiligen Geistes zu leben. Das Wort baut uns auf und führt zur Umkehr.
  • 5 In schwierigen Situationen auf Gottes Gegenwart vertrauen: Wenn Gott sagt 'Ich bin mit euch', dann können wir vorangehen, auch wenn die äußeren Umstände sich nicht geändert haben. Seine Gegenwart macht den entscheidenden Unterschied.
  • 6 Auf das Opfer Jesu schauen: Wir sollen regelmäßig auf Jesus als das Lamm Gottes schauen, das still und gehorsam den Weg ans Kreuz ging. Dies soll Sündenerkenntnis, Dankbarkeit und Hingabe in uns bewirken.