Evangelische Baptisten Gemeinde Gifhorn (EBG)
Gott loben, von ihm erzählen, Menschen helfen – die Bibel als einzige Richtschnur.
Als Mensch versucht
Jesus wurde genauso wie wir versucht. Das Bemerkenswerte ist: Er begegnete den Versuchungen als Mensch, nicht mit übernatürlichen Kräften. Er verzichtete bewusst auf Wunder, obwohl er die Macht dazu hatte. In seiner körperlichen Schwachheit, nach 40 Tagen Fasten, hungrig und erschöpft, widerstand er dem Teufel. Der Satan kennt den richtigen Zeitpunkt für Versuchungen: wenn wir körperlich geschwächt sind, in Einsamkeit, unter Stress, wenn uns etwas Wichtiges fehlt. Mangelerscheinungen – körperlich, seelisch oder sozial – machen uns anfällig. Aber Gott ist treu: Er wird uns nicht über unser Vermögen versuchen lassen und schafft zugleich mit der Versuchung den Ausgang, dass wir sie ertragen können. Jesus zeigt uns als Mensch, dass Widerstand möglich ist.
Herr Jesus, Du verstehst meine Schwachheit. Gib mir Kraft, in meinen schwächsten Momenten auf Dich zu vertrauen.
In welchen Situationen der Schwachheit bin ich besonders anfällig für Versuchung, und wie kann ich mich darauf vorbereiten?
Aufnahme vom 1. März 2026
Gottesdienst der EBG Gifhorn | 01.03.2026 um 17 Uhr
Gott bestimmt die Geschichte und führt sein Volk trotz menschlichen Versagens zu seinem Ziel. Wenn wir als Gottes Kinder gehorsam sind und sein Wort hören, wird er mit uns sein und sein Werk durch uns vollbringen. Jesus Christus hat durch sein stilles Opfer am Kreuz Sündenerkenntnis und Vergebung ermöglicht, damit wir in Gemeinschaft mit Gott leben können.
Hauptthemen
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1. Gottes Unveränderlichkeit und Führung
- • Gott ändert sich nicht und offenbart sich als derjenige, der einen festen Plan hat und ausführt
- • Wenn Gott für uns ist, kann niemand gegen uns sein (Römer 8)
- • Mit Jesus ist uns alles geschenkt worden
2. Die Rückkehr aus babylonischer Gefangenschaft (Haggai 1)
- • Das Volk Israel kehrte zurück mit dem Auftrag, den Tempel zu bauen
- • Widersacher brachten das Bauwerk zum Stillstand
- • Das Volk konzentrierte sich auf eigene getäfelte Häuser statt auf Gottes Haus
- • Gott schwieg lange, aber gab durch Umstände Zeichen (Dürre, Missernte, Mangel)
3. Das Wort Gottes durch den Propheten Haggai
- • Nach langer Zeit des Schweigens sendet Gott seinen Propheten Haggai
- • Gott wendet sich an die Verantwortlichen: Serubabel und Jeschua
- • Die Frage: 'Ist es Zeit für euch in getäfelten Häusern zu wohnen, während mein Haus in Trümmern liegt?'
- • Viermaliger Aufruf: 'Achtet doch aufmerksam auf eure Wege'
- • Das Volk hatte das für den Tempel bestimmte Zederholz für eigene Häuser verwendet
4. Gottes Handeln und die Reaktion des Volkes
- • Gott hielt Segen zurück wegen falscher Prioritäten des Volkes
- • Das Volk fürchtete den Herrn wieder und begann zu gehorchen
- • Gott erweckte den Geist der Führer und des ganzen Volkes
- • Die Arbeit wurde mit Eifer wieder aufgenommen
- • Gott sorgte dafür, dass selbst König Darius das Werk unterstützte
5. Menschliches Versagen und göttliche Treue
- • Menschen fürchteten die Umstände und Menschen mehr als Gott
- • Menschliche Logik führte zum Stillstand statt zum Gehorsam
- • Materialismus und eigene Vorhaben ersetzten Gottes Auftrag
- • Trotz Versagen gibt Gott sein Volk nicht auf
- • Gott bestimmt die Zeiten und Möglichkeiten, nicht die Menschen
6. Die Bedeutung des Wortes Gottes
- • Wir brauchen das Wort Gottes, um richtig zu handeln
- • Das Wort bringt Wiedergeburt und Aufbau des Geistes
- • Durch das Wort erkennen wir unsere Aufträge
- • Das Wort führt zu Gehorsam und Segen
7. Jesus als das Lamm Gottes (Jesaja 42)
- • Jesus als Gottes Knecht, der das Recht bringt
- • Er wird nicht schreien noch seine Stimme erheben
- • Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen
- • Jesus blieb still vor seinen Mördern wie ein Lamm vor dem Scherer
- • Seine Stille sollte Sündenerkenntnis und Buße bewirken
- • Er hatte völlige Kontrolle über sich selbst für seinen Heilsplan
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns? Wer mag gegen uns sein? Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahin gegeben hat. Wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott ist es doch, der rechtfertigt. Wer will verurteilen? Christus ist es doch, der gestorben ist. Ja, mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt.
Im zweiten Jahr des König Darius, am ersten Tag des sechsten Monats, erging das Wort des Herrn durch den Propheten Haggai... So spricht der Herr der Herrscher: dieses Volk sagt: Es ist noch nicht die Zeit zu kommen, die Zeit, um das Haus des Herrn zu bauen... Ist es aber für euch an der Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen, während dieses Haus in Trümmer liegt?... Achtet doch aufmerksam auf eure Wege... Da hörten Serubabel und Jeschua und der ganze Überrest des Volkes auf die Stimme des Herrn, ihres Gottes... Und der Herr erweckte den Geist Serubabels und den Geist Jeschuas und den Geist des ganzen Überrestes des Volkes.
Vor wem hast du dich so gescheut und gefürchtet, dass du mich verleugnet und an mich nicht mehr gedacht hast und es dir nicht zu Herzen nahmst? Habe ich nicht geschwiegen und das seit langer Zeit. Aber du willst mich doch nicht fürchten.
Siehe, das ist mein Knecht, ich halte ihn und mein Auserwählter, an dem meine Seele wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben. Er wird das Recht unter die Heiden bringen. Er wird nicht schreien noch rufen und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus. Er selbst wird nicht verlöschen und zerbrechen, bis er auf der Erde Recht aufrichte und die Insel warten auf seine Weisung.
Weitere Referenzen
- → Esra 5
- → 1 Korinther (Bibelstunde erwähnt)
- → Jeremia (Prophet erwähnt im Kontext)
Praktische Anwendung
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- 1 Auf die eigenen Wege achten: Wir sollen regelmäßig prüfen, ob unsere Prioritäten mit Gottes Willen übereinstimmen. Verwenden wir unsere Zeit und Ressourcen für Gottes Reich oder hauptsächlich für eigene Vorhaben?
- 2 Gott mehr fürchten als Menschen: In Konfliktsituationen und bei Widerstand sollen wir nicht auf Umstände und Meinungen anderer schauen, sondern Gott fürchten und seinem Wort gehorchen, auch wenn es menschlich unlogisch erscheint.
- 3 Das Wort Gottes zur Erbauung nutzen: Wir brauchen täglich das Wort Gottes, um in verschiedenen Lebenssituationen richtig zu handeln. Das Wort gibt uns Hinweise, wie wir Konflikte vermeiden und Gottes Willen erkennen können.
- 4 Gottes Aufträge gehorsam erfüllen: Wenn Gott uns einen klaren Auftrag gegeben hat, sollen wir diesen mit Eifer erfüllen und nicht durch Widerstände oder eigene Bequemlichkeit davon ablassen. Gott wird mit uns sein und sein Werk vollenden.
- 5 Auf das Opfer Jesu schauen: Regelmäßig sollen wir auf Jesus als das Lamm Gottes schauen, das still für unsere Sünden starb. Dies soll Sündenerkenntnis, Buße und Dankbarkeit in uns bewirken und uns motivieren, für seine Ehre zu leben.