Evangelische Baptisten Gemeinde Gifhorn (EBG)
Gott loben, von ihm erzählen, Menschen helfen – die Bibel als einzige Richtschnur.
Als Mensch versucht
Jesus wurde genauso wie wir versucht. Das Bemerkenswerte ist: Er begegnete den Versuchungen als Mensch, nicht mit übernatürlichen Kräften. Er verzichtete bewusst auf Wunder, obwohl er die Macht dazu hatte. In seiner körperlichen Schwachheit, nach 40 Tagen Fasten, hungrig und erschöpft, widerstand er dem Teufel. Der Satan kennt den richtigen Zeitpunkt für Versuchungen: wenn wir körperlich geschwächt sind, in Einsamkeit, unter Stress, wenn uns etwas Wichtiges fehlt. Mangelerscheinungen – körperlich, seelisch oder sozial – machen uns anfällig. Aber Gott ist treu: Er wird uns nicht über unser Vermögen versuchen lassen und schafft zugleich mit der Versuchung den Ausgang, dass wir sie ertragen können. Jesus zeigt uns als Mensch, dass Widerstand möglich ist.
Herr Jesus, Du verstehst meine Schwachheit. Gib mir Kraft, in meinen schwächsten Momenten auf Dich zu vertrauen.
In welchen Situationen der Schwachheit bin ich besonders anfällig für Versuchung, und wie kann ich mich darauf vorbereiten?
Aufnahme vom 2. November 2025
1.Thessalonicher Kapitel 4, 13-18 Predigtreihe Teil 12
Die christliche Hoffnung auf die Wiederkunft Christi und die Auferstehung sollte uns nicht in Trauer, sondern in Freude erfüllen. Sowohl die verstorbenen Gläubigen als auch die noch Lebenden werden bei Christi Wiederkunft vereint und für immer beim Herrn sein. Diese Hoffnung verändert bereits jetzt, wie wir leben und wie wir mit Verlust umgehen.
Hauptthemen
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1. Die Situation der Thessalonicher
- • Die Thessalonicher waren frisch bekehrt und erwarteten die baldige Wiederkunft Christi
- • Sie lebten in einer nahen Erwartungshaltung, dass Jesus jeden Moment wiederkommen könnte
- • Sie waren besorgt und traurig über verstorbene Gemeindeglieder, die sie für verloren hielten
- • Ihre Geschwisterliebe war so groß, dass sie sich intensiv um das Schicksal der Entschlafenen sorgten
2. Der Unterschied zwischen christlicher und heidnischer Trauer
- • Heiden haben keine Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod
- • Für sie ist der Tod eine endgültige, unwiderrufliche Trennung
- • Christen sollen nicht so trauern wie die, die keine Hoffnung haben
- • Die Bibel verwendet den Begriff 'Entschlafene' für verstorbene Gläubige, weil der Tod besiegt wurde
3. Die Auferstehung bei Christi Wiederkunft
- • Jesus selbst ist gestorben und auferstanden - daher können auch die Gläubigen auferstehen
- • Bei Christi Wiederkunft werden zuerst die Toten in Christus auferstehen
- • Danach werden die noch lebenden Gläubigen entrückt werden
- • Es gibt klare Zeichen: Befehlsruf, Stimme des Erzengels, Posaune Gottes
- • Alle werden dann für immer beim Herrn sein
4. Der verherrlichte Auferstehungsleib
- • Menschen bestehen aus Geist, Seele und Leib - alle drei Teile gehören zusammen
- • Der Auferstehungsleib wird die gleiche Qualität haben wie Jesu Leib nach seiner Auferstehung
- • Es wird ein sichtbarer, anfassbarer Körper sein, aber in verherrlichter Form
- • Jesus konnte nach der Auferstehung essen und getrunken, war aber nicht mehr an physische Grenzen gebunden
- • Der neue Körper wird makellos und perfekt sein, ohne Krankheit, Alterung oder Vergänglichkeit
5. Das Leben in der Ewigkeit
- • Es wird ein Hochzeitsmahl des Lammes geben mit Essen, Trinken und Feiern
- • Das Wunder zu Kana zeigt die Qualität und Freude dessen, was kommt
- • Es wird keine zeitlichen Begrenzungen mehr geben
- • Alle Potenziale können ohne Zeitdruck und mit Erfolgsgarantie entfaltet werden
- • Es wird Arbeit geben (bebauen und bewahren), aber ohne Schweiß, Dornen und Disteln
- • Alles geschieht zur Ehre Gottes, nicht aus Selbstsucht
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Wir wollen euch aber, Brüder und auch Schwestern nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid, wie die Übrigen die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, wird auch Gott ebenso die Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen. Denn dies sagen wir euch in einem Wort des Herrn, dass wir die Lebenden, die übrig bleiben, bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft. Und so werden wir alle Zeit beim Herrn sein. So ermuntert nun einander mit diesen Worten.
Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen und der Tod wird nicht mehr sein. Noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen.
Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind.
Weitere Referenzen
- → Jesaja 25,6
- → Johannes (Thomas und die Wunden Jesu)
- → 1. Korintherbrief
- → 2. Korintherbrief
Praktische Anwendung
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- 1 Täglich an Christi Wiederkunft denken: Jeden Morgen innehalten und sich fragen, ob Jesus heute wiederkommt. Dies hilft, unsere Prioritäten richtig zu setzen und nicht nur in planerischem Denken festzuhängen.
- 2 Einander mit der Hoffnung ermutigen: Die Worte über die Wiederkunft Christi und die Auferstehung sollen zur gegenseitigen Ermutigung dienen, besonders wenn Glaubensgeschwister gestorben sind.
- 3 Die eigene Sehnsucht prüfen: In ruhigen Momenten ehrlich prüfen, wie sehr man sich auf die Begegnung mit Jesus freut und wie sehr man noch an irdischen Dingen hängt. Diese Selbstreflexion hilft, die richtige ewige Perspektive zu bewahren.
- 4 Anders trauern als die Welt: Bei Verlust von Gläubigen nicht hoffnungslos trauern wie die, die keine Hoffnung haben, sondern in der Gewissheit des Wiedersehens und der Auferstehung Trost finden.