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Evangelische Baptisten Gemeinde Gifhorn (EBG)

I. Koppelweg 69, 38518 Gifhorn

Gott loben, von ihm erzählen, Menschen helfen – die Bibel als einzige Richtschnur.

Täglicher Impuls
Donnerstag

Als Mensch versucht

Jesus wurde genauso wie wir versucht. Das Bemerkenswerte ist: Er begegnete den Versuchungen als Mensch, nicht mit übernatürlichen Kräften. Er verzichtete bewusst auf Wunder, obwohl er die Macht dazu hatte. In seiner körperlichen Schwachheit, nach 40 Tagen Fasten, hungrig und erschöpft, widerstand er dem Teufel. Der Satan kennt den richtigen Zeitpunkt für Versuchungen: wenn wir körperlich geschwächt sind, in Einsamkeit, unter Stress, wenn uns etwas Wichtiges fehlt. Mangelerscheinungen – körperlich, seelisch oder sozial – machen uns anfällig. Aber Gott ist treu: Er wird uns nicht über unser Vermögen versuchen lassen und schafft zugleich mit der Versuchung den Ausgang, dass wir sie ertragen können. Jesus zeigt uns als Mensch, dass Widerstand möglich ist.

Hebräer 4,15
Gebet

Herr Jesus, Du verstehst meine Schwachheit. Gib mir Kraft, in meinen schwächsten Momenten auf Dich zu vertrauen.

Herausforderung

In welchen Situationen der Schwachheit bin ich besonders anfällig für Versuchung, und wie kann ich mich darauf vorbereiten?

"

Aufnahme vom 2. November 2025

Predigt

1.Thessalonicher Kapitel 4, 9-12 Predigtreihe Teil 11

Sonntag, 2. November 2025
1. Thessalonicher 4,1-3a
Kernaussage

Die Heiligung ist Gottes Wille für unser Leben und äußert sich praktisch in der Bruderliebe innerhalb der Gemeinde sowie in einem stillen, fleißigen Leben. Diese Heiligung ist ein Prozess des Wachsens in der Beziehung zu Gott, der durch den Heiligen Geist ermöglicht wird und sich sowohl im Umgang mit Glaubensgeschwistern als auch gegenüber Außenstehenden zeigt.

Diese Predigt behandelt 1. Thessalonicher 4, Verse 9-12 und befasst sich mit der praktischen Heiligung im sozialen Bereich. Der Prediger erläutert, dass Heiligung nicht nur das Befolgen von Geboten bedeutet, sondern eine lebendige Beziehung zu Gott, ähnlich wie in einer Ehe. Durch das Erlösungswerk Jesu Christi und das Wirken des Heiligen Geistes werden Gläubige befähigt, in dieser Heiligung zu leben. Der Schwerpunkt liegt auf der Bruderliebe (Philadelfia) - der geschwisterlichen Liebe unter Gläubigen, die vom Heiligen Geist gelehrt wird. Diese Liebe zeigt sich praktisch im Umgang miteinander, in der Vergebung, im Gebet füreinander und in gegenseitiger Unterstützung. Zudem ermahnt Paulus die Thessalonicher, ein ruhiges Leben zu führen, sich um ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern und mit ihren Händen zu arbeiten, um ein gutes Zeugnis vor Außenstehenden zu sein und niemanden zur Last zu fallen. Die Predigt betont, dass fleißige Arbeit und soziale Verantwortung Teil der christlichen Heiligung sind.

Hauptthemen (3)

1. Grundlage der Heiligung

  • Heiligung bedeutet, in der Beziehung zu Gott zu wachsen, ähnlich wie in einer Ehe
  • Menschen sind von Geburt an geistlich tot, aber durch Christus wird Versöhnung mit Gott möglich
  • Durch Wiedergeburt und den Heiligen Geist wird das Leben in Heiligung erst möglich
  • Den Willen Gottes erkennen wir durch Auseinandersetzung mit seinem Wort und durch Beziehung zu ihm
  • Heiligung ist ein Prozess, Jesus Christus ähnlicher zu werden

2. Bruderliebe (Philadelphia)

  • Bruderliebe ist die familiäre Liebe unter Gläubigen, nicht nur zwischen leiblichen Geschwistern
  • Durch den Heiligen Geist ist die Liebe Gottes in unsere Herzen ausgegossen
  • Wir sollen kein Ansehen der Person haben, unabhängig von Status oder Stellung
  • Liebe zeigt sich im Umgang mit Versagen anderer - mit Mitgefühl statt Härte
  • Fehler sollen in Liebe angesprochen werden, nicht um bloßzustellen, sondern zur Wiederherstellung
  • Geschwisterliebe zeigt sich in Gebetsunterstützung und praktischer Hilfe

3. Praktische Heiligung im Alltag

  • Ein stilles Leben führen und die eigenen Angelegenheiten besorgen
  • Mit den eigenen Händen arbeiten und den eigenen Lebensunterhalt verdienen
  • Nicht auf Kosten anderer leben oder die Gemeinde ausnutzen
  • Fleiß beginnt bereits in der Schule und prägt das spätere Leben
  • Durch Arbeit werden wir Gott ähnlich, der selbst durch Jesus Christus geschaffen hat
  • Ein fleißiges Leben ist ein gutes Zeugnis für Außenstehende

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

1. Thessalonicher 4,1-3a

Weiter nun ihr Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus, dass ihr in dem noch mehr zunehmt, was ihr von uns empfangen habt, nämlich wie ihr wandeln und Gott gefallen sollt. Denn ihr wisst welche Gebote wir euch gegeben haben im Auftrag des Herrn Jesus, denn das ist der Wille Gottes eure Heiligung

1. Thessalonicher 4,9-12

Über die Bruderliebe aber braucht man euch nicht zu schreiben, denn ihr seid selbst von Gott gelehrt einander zu lieben und das tut ihr auch an allen Brüdern in ganz Mazedonien. Wir ermahnen euch aber Brüder, dass ihr darin noch mehr zunehmt und eure Ehre darin sucht ein stilles Leben zu führen, eure eigenen Angelegenheiten zu besorgen und mit euren eigenen Händen zu arbeiten, so wie wir es euch geboten haben. Damit ihr anständig wandelt gegenüber denen außerhalb der Gemeinde und niemand nötig habt

Kolosser 1,9

Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht

Römer 5,5

Die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist

Johannes 13,35

Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt

2. Thessalonicher 3,11-12

Wir hören nämlich, dass etliche von euch unordentlich wandeln und nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben. Solchen gebieten wir und ermahnen sie im Auftrag unseres Herrn Jesus Christus, dass sie mit stiller Arbeit ihr eigenes Brot verdienen

Weitere Referenzen

  • 1. Thessalonicher 4,1-8

Praktische Anwendung (6)

  • 1 Geschwisterliebe praktisch leben: Auf Glaubensgeschwister zugehen, nachfragen wie es ihnen geht, in Liebe füreinander einstehen und praktisch unterstützen (z.B. durch Kochen, gegenseitige Hilfe). Dabei soll keine Unterscheidung nach Status oder gesellschaftlicher Stellung gemacht werden.
  • 2 Liebevoller Umgang mit Fehlern: Wenn Geschwister sündigen oder Fehler machen, in Liebe auf sie zugehen und sie ermahnen - nicht um bloßzustellen, sondern damit sie vor Gott Buße tun können. Die Liebe soll dabei immer der erste Beweggrund sein.
  • 3 Achtsame Kommunikation, besonders vor Kindern: Darauf achten, wie wir über andere Glaubensgeschwister sprechen, besonders im Beisein von Kindern. Sie nehmen unsere Haltung durch Gestik, Mimik und Tonfall wahr und übernehmen diese.
  • 4 Fleiß in Schule und Arbeit: Fleißig arbeiten und den eigenen Lebensunterhalt verdienen, nicht auf Kosten anderer leben. Für Kinder bedeutet dies, fleißig in der Schule zu sein, da dies die Grundlage für späteres Arbeitsleben legt.
  • 5 Ein stilles Leben führen: Die eigenen Angelegenheiten in Ruhe besorgen, sich um seine Aufgaben kümmern und dadurch ein gutes Zeugnis für Außenstehende sein. Ein geordnetes, fleißiges Leben macht die Nachfolge Christi sichtbar.
  • 6 In der Heiligung wachsen: Die Beziehung zu Gott durch sein Wort und Gebet pflegen, nicht nur Gebote erfüllen. Den Willen Gottes durch Austausch mit ihm und seinem Wort immer besser kennenlernen.