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Gemeinde Berg-Nordhorn

Lange Straße 60, 48531 Nordhorn

Der Berg ist eine bibeltreue evangelische Freikirche reformierten Bekenntnisses. Geprägt von Gottes Wort und Gnade.

Täglicher Impuls
Dienstag

Der entscheidende Bruch

Paulus erinnert uns: 'Die aber des Christus sind, haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und den Begierden.' Diese Kreuzigung fand bei unserer Bekehrung statt – dort, wo wir das erste Mal Buße taten und uns unter Gottes Herrschaft stellten. Dieser Bruch mit dem alten Leben ist entscheidend zu verstehen: Der Kampf zwischen Fleisch und Geist ist kein Kampf zwischen gleichstarken Mächten. Das Fleisch ist zwar real und hartnäckig, aber es ist bereits besiegt. Christus hat es am Kreuz längst verurteilt. Der Ausgang steht bereits fest. Augustinus, der Kirchenvater, lebte vor seiner Bekehrung ein ausschweifendes Leben. Als ihn später eine frühere Geliebte einlud, antwortete er: 'Es mag sein, dass du es bist, aber ich bin es nicht mehr.' Das ist christliches Leben: eine entschiedene Ablehnung der Person, die ich einmal war. Wir müssen uns immer wieder an diesen Bruch erinnern.

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Paulus erinnert uns: 'Die aber des Christus sind, haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und den Begierden.' Diese Kreuzigung fand bei unserer Bekehrung statt – dort, wo wir das erste Mal Buße taten und uns unter Gottes Herrschaft stellten. Dieser Bruch mit dem alten Leben ist entscheidend zu verstehen: Der Kampf zwischen Fleisch und Geist ist kein Kampf zwischen gleichstarken Mächten. Das Fleisch ist zwar real und hartnäckig, aber es ist bereits besiegt. Christus hat es am Kreuz längst verurteilt. Der Ausgang steht bereits fest. Augustinus, der Kirchenvater, lebte vor seiner Bekehrung ein ausschweifendes Leben. Als ihn später eine frühere Geliebte einlud, antwortete er: 'Es mag sein, dass du es bist, aber ich bin es nicht mehr.' Das ist christliches Leben: eine entschiedene Ablehnung der Person, die ich einmal war. Wir müssen uns immer wieder an diesen Bruch erinnern.

Galater 5,24
Gebet

Danke Gott für den radikalen Bruch, den er in deinem Leben geschaffen hat, und bitte ihn, dass diese Wahrheit dein Denken prägt.

Herausforderung

Kannst du aufrichtig sagen: 'Das bin ich nicht mehr'? Wo musst du dich neu an den Bruch mit deinem alten Leben erinnern?

Aufnahme vom 1. März 2026

Predigt

Wie man mit Sorgen fertig wird | Mt 6,19-34 | Paul Koch

Sonntag, 1. März 2026
Matthäus 6,19-34
Kernaussage

Sorgen sind nicht einfach ein Problem, das wir verdrängen oder mit eigener Kraft bewältigen können, sondern ein Warnsignal, das auf falsche Prioritäten in unserem Herzen hinweist. Jesus zeigt uns, dass wir mit Sorgen fertig werden, indem wir falsche Schätze entlarven, der väterlichen Fürsorge Gottes vertrauen und nach dem Reich Gottes trachten. Gott gibt uns Gnade für den Tag und versorgt uns, wenn wir sein Reich an erste Stelle setzen.

In dieser Predigt behandelt der Pastor das Thema Sorgen aus der Bergpredigt (Matthäus 6,19-34). Er erklärt, dass Sorgen wie eine rote Warnleuchte im Auto sind - nicht das eigentliche Problem, sondern ein Symptom dafür, dass unser Herz an vergänglichen irdischen Schätzen hängt statt an Gott. Die zentrale Botschaft ist, dass wir mit Sorgen fertig werden, indem wir erstens das Problem erkennen und falsche Schätze entlarven, zweitens die Perspektive wechseln und der väterlichen Fürsorge Gottes vertrauen, und drittens die richtige Priorität setzen, indem wir zuerst nach dem Reich Gottes trachten. Der Prediger betont, dass Sorge im Kern praktischer Atheismus ist - ein Leben, als ob Gott entweder nicht willens oder nicht fähig wäre, uns zu versorgen. Anhand der biblischen Beispiele von Vögeln und Lilien zeigt Jesus, dass Gott sich um seine Schöpfung kümmert und umso mehr um seine Kinder. Die Lösung liegt nicht darin, Sorgen einfach zu unterdrücken, sondern sie durch ein größeres Ziel zu ersetzen: die Herrschaft des Reiches Gottes in unserem Leben. Gott gibt uns Gnade für den Tag, nicht für Übermorgen.
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In dieser Predigt behandelt der Pastor das Thema Sorgen aus der Bergpredigt (Matthäus 6,19-34). Er erklärt, dass Sorgen wie eine rote Warnleuchte im Auto sind - nicht das eigentliche Problem, sondern ein Symptom dafür, dass unser Herz an vergänglichen irdischen Schätzen hängt statt an Gott. Die zentrale Botschaft ist, dass wir mit Sorgen fertig werden, indem wir erstens das Problem erkennen und falsche Schätze entlarven, zweitens die Perspektive wechseln und der väterlichen Fürsorge Gottes vertrauen, und drittens die richtige Priorität setzen, indem wir zuerst nach dem Reich Gottes trachten. Der Prediger betont, dass Sorge im Kern praktischer Atheismus ist - ein Leben, als ob Gott entweder nicht willens oder nicht fähig wäre, uns zu versorgen. Anhand der biblischen Beispiele von Vögeln und Lilien zeigt Jesus, dass Gott sich um seine Schöpfung kümmert und umso mehr um seine Kinder. Die Lösung liegt nicht darin, Sorgen einfach zu unterdrücken, sondern sie durch ein größeres Ziel zu ersetzen: die Herrschaft des Reiches Gottes in unserem Leben. Gott gibt uns Gnade für den Tag, nicht für Übermorgen.

Hauptthemen (3)

1. Das Problem erkennen - Falsche Schätze entlarven

  • Sorgen sind wie eine rote Warnlampe, die auf ein tieferes Problem im Herzen hinweist
  • Es gibt zwei Arten von Schätzen: solche auf Erden (die vergehen) und solche im Himmel (die bleiben)
  • Alle irdischen Schätze unterliegen einem eingebauten Verfallsdatum - durch Motten, Rost oder Tod
  • Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz - und damit deine Sorge
  • Das einfältige Auge ist ungeteilt auf Gott ausgerichtet, das böse Auge schielt zwischen Gott und Welt
  • Niemand kann zwei Herren dienen - Gott oder Mammon
  • Sorge ist das unvermeidliche Ergebnis falscher Schätze und geteilter Loyalität

2. Die Perspektive wechseln - Gottes väterlicher Fürsorge vertrauen

  • Jesus sagt dreimal: 'Sorgt euch nicht' (Vers 25, 31, 34)
  • Sorge ist eine Form von praktischem Atheismus - als würde Gott nicht existieren oder sich nicht kümmern
  • Die Vögel säen und ernten nicht, doch der himmlische Vater ernährt sie
  • Die Lilien arbeiten nicht, doch Gott kleidet sie schöner als Salomo in seiner Herrlichkeit
  • Unser Wert basiert nicht auf unserem Tun, sondern auf Gottes Handeln durch Christus
  • Gott, der seinen Sohn gab, wird nicht bei den Kleinigkeiten knauserig sein
  • Sorgen sind völlig nutzlos - sie fügen unserem Leben keine Elle hinzu

3. Die Priorität setzen - In Gottes Reich investieren

  • Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit
  • Die Nationen trachten nach irdischen Dingen, Christen haben eine neue Priorität
  • Gott versorgt nicht wegen unserer Leistung, sondern weil wir zu seinem Reich gehören
  • Wie ein Angestellter auf Geschäftsreise die Spesen erhält, so gibt Gott Ressourcen für seine Mission
  • Gott gibt Gnade für den Tag - nicht für übermorgen
  • Unsere größte Sorge sollte nicht unser Überleben sein, sondern das Reich Gottes
  • Sorge ist ein Ruf zur Umkehr, kein unvermeidbares Schicksal

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Matthäus 6,19-34

Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Rost zerstören und wo Diebe einbrechen und stehlen; sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost zerstört und wo Diebe nicht einbrechen und nicht stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein. Die Lampe des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge einfältig ist, so wird dein ganzer Leib Licht sein. Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß die Finsternis! Niemand kann zwei Herren dienen. Denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhangen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie nicht säen noch ernten noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel wertvoller als sie? Wer aber unter euch vermag mit Sorgen seiner Größe eine Elle zuzufügen? Und warum seid ihr um Kleidung besorgt? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen. Sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, dass selbst nicht Salomo in all seiner Herrlichkeit bekleidet war wie eine von diesen. Wenn Gott aber das Gras des Feldes, das heute da ist und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, da nicht viel mehr euch, ihr Kleingläubigen? So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen oder was sollen wir trinken oder was sollen wir anziehen? Denn nach all diesem trachten die Nationen. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles nötig habt. Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit. Und dies alles wird euch hinzugefügt werden. So seid nun nicht besorgt für den morgigen Tag. Denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug.

Weitere Referenzen

  • Das erste Gebot (implizit erwähnt bezüglich ungeteilter Loyalität)
  • Das Vaterunser (Verweis auf vorherige Predigt)

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Prüfe dein Herz auf falsche Schätze: Frage dich ehrlich: Woran hängt mein Herz? Ist es der Drang nach Anerkennung, Kontrolle, Besitz oder Stolz auf das eigene Lebenswerk? Entlarve diese falschen Schätze, die eine hundertprozentige Verfallsgarantie haben.
  • 2 Wechsle täglich deine Perspektive: Wenn Sorgen aufkommen, halte inne und erinnere dich: Da ist ein Vater im Himmel, der sich um Vögel und Lilien kümmert - um wie viel mehr um dich! Vertraue seiner väterlichen Fürsorge statt zu versuchen, alles selbst zu kontrollieren.
  • 3 Setze das Reich Gottes an erste Stelle: Richte dein Leben neu aus: Trachte zuerst nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit in Familie, Ehe, Beruf und Schule. Gott wird die Ressourcen bereitstellen, die du für seine Mission brauchst.
  • 4 Lebe im Heute mit Gottes Gnade: Versuche nicht, die Probleme von morgen heute schon zu tragen. Gott gibt Gnade für den Tag - nimm sie an und vertraue darauf, dass er auch morgen versorgen wird.
  • 5 Behandle Sorgen nicht als Feind, sondern als Warnsignal: Wenn die 'rote Warnlampe' der Sorge aufleuchtet, versuche sie nicht mit Aktivismus oder Willenskraft zu überkleben. Nutze sie als Ruf zur Umkehr und zur Neuausrichtung auf Gott.