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Gemeinde Gottes Eppingen

Scheuerlesstraße 63, 75031 Eppingen

Verbunden in Jesus Christus – eine Gemeinschaft mit Schwerpunkt auf Anbetung und Bibelstudium.

Täglicher Impuls
Mittwoch

Die starke Hand Jesu

Als Petrus zu sinken begann, reagierte Jesus sofort: 'Jesus aber streckte sofort die Hand aus und ergriff ihn.' Petrus wurde nicht gerettet, weil sein Glaube so stark war – im Gegenteil, Jesus nannte ihn einen Kleingläubigen. Er wurde gerettet, weil die Hand Jesu stark war. Das ist ein gewaltiger Trost für uns alle. Wir müssen nicht perfekt glauben, wir müssen keine geistlichen Helden sein. Unsere Rettung hängt nicht von der Stärke unseres Glaubens ab, sondern von der Stärke der Hand, die uns ergreift. Jesus verurteilt uns nicht in unserer Schwäche, sondern eilt uns zur Hilfe wie ein liebevoller Vater. Wenn du das Gefühl hast zu sinken, wenn dein Glaube schwach ist und die Zweifel groß – darfst du aufschreien: 'Herr, hilf mir, ich verderbe!' Jesus wird seine starke Hand ausstrecken und dich ergreifen. Nicht weil du es verdienst, sondern weil er dich liebt.

Matthäus 14,31
Gebet

Danke Jesus für seine starke Hand, die dich hält, auch wenn dein Glaube schwach ist.

Herausforderung

Wo versuchst du, aus eigener Kraft stark zu sein, statt dich auf Jesu starke Hand zu verlassen?

"

Aufnahme vom 1. März 2026

Predigt

2026.01.03 - Sonntagsgottesdienst

Sonntag, 1. März 2026
2. Petrus 3,9
Kernaussage

Gott hat uns mit unzähligen natürlichen und geistlichen Segnungen überhäuft, doch oft sehen wir mit unseren Augen, ohne wirklich zu erkennen und in unseren Herzen wahrzunehmen. Wie das alttestamentliche Volk Israel trotz aller Wunder Gottes unberührt blieb, besteht auch heute die Gefahr, dass wir Gottes Wirken nicht mit dankbarem Herzen wahrnehmen und verstehen.

Dies ist ein Gottesdienst einer evangelischen Freikirche, der mit Begrüßung und einer Bibellesung aus 2. Petrus 3,9 über Gottes Geduld und Gnadenzeit beginnt. Der Hauptteil besteht aus einer ausführlichen Predigt über "Sehende Augen" basierend auf Lukas 11,33-36 und Matthäus 13,10-17. Der Prediger thematisiert, wie das alttestamentliche Volk Israel trotz zahlreicher Wunder Gottes (Auszug aus Ägypten, Manna, Durchzug durchs Rote Meer) diese nicht wirklich im Herzen wahrnahmen. Er zieht Parallelen zur heutigen Zeit und ermutigt die Gemeinde, sowohl die natürlichen Segnungen (Wohlstand, Frieden, materielle Versorgung) als auch die geistlichen Segnungen (Bibeln in verschiedenen Übersetzungen, Gemeindehaus, Gottesdienstfreiheit, geistliche Lehre) bewusst wahrzunehmen und Gott dafür dankbar zu sein. Der Gottesdienst beinhaltet mehrere Gebete, ein Kinderlied über Treue, und schließt mit Fürbitte für kranke Geschwister und einem Segenswunsch für die kommende Woche.

Hauptthemen (7)

1. Die Gnadenzeit und Gottes Geduld

  • Gott zögert seine Verheißungen nicht hinaus, sondern ist langmütig gegen uns
  • Er will nicht, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe
  • Wir leben heute noch in dieser Gnadenzeit und haben die Möglichkeit, zu Jesus zu kommen

2. Sehen mit geistlichen Augen

  • Das Auge ist die Leuchte des Leibes - wenn das Auge lauter ist, ist der ganze Leib Licht
  • Es ist möglich, mit funktionierenden Augen zu schauen, aber nicht wirklich zu erkennen
  • Jesus sprach in Gleichnissen, damit diejenigen mit geöffneten Herzen verstehen würden
  • Die Jünger waren gesegnet, dass ihre Augen sehen und ihre Ohren hören konnten

3. Das Beispiel des alttestamentlichen Volkes Israel

  • Israel war als Bote Gottes berufen, den Völkern Gottes Herrlichkeit zu zeigen
  • Sie erlebten unzählige Wunder: die zehn Plagen, den Auszug aus Ägypten, die Wolken- und Feuersäule, die Teilung des Meeres, Manna vom Himmel
  • Trotz all dieser sichtbaren Wunder blieben ihre Herzen unberührt und sie murrten
  • Die Prophezeiung Jesajas erfüllte sich: 'Mit sehenden Augen sehen sie nicht, mit hörenden Ohren hören sie nicht'

4. Gottes Segnungen in unserem natürlichen Leben

  • Wir leben in Frieden und Wohlstand im Vergleich zu früheren Zeiten
  • Wir haben Autos, gefüllte Tische, Kleidung und Bequemlichkeit in reicher Fülle
  • Viele von uns sind nicht einmal hier geboren, und doch werden wir reichlich versorgt
  • All dies ist nicht selbstverständlich, sondern Gottes versorgender Segen

5. Gottes Segnungen in unserem geistlichen Leben

  • Wir haben die Bibel in verschiedenen Übersetzungen und Sprachen verfügbar
  • Wir können ungestört in einem schönen Gemeindehaus Gottesdienst feiern
  • Wir haben Liederbücher, Musik, Predigten und Gemeinschaft
  • Wir können Gottesdienste live verfolgen und nachhören
  • Niemand verfolgt oder bedroht uns für unseren Glauben

6. Die Gefahr der Unzufriedenheit

  • Wie Adam und Eva nicht zufrieden waren mit dem, was Gott gegeben hatte
  • Die Gefahr besteht, dass uns Gottes Gaben nicht genug sind
  • Unzufriedenheit führt zur Trennung von Gott, wie bei Adam und Eva

7. Der Aufruf zu Demut und Dankbarkeit

  • Gott wohnt bei denen, die einen zerschlagenen und demütigen Geist haben
  • Wir sollen Gott loben für alle seine Taten mit allem, was Odem hat
  • Wir sollen die Segnungen Gottes wahrnehmen und mit dankbarem Herzen leben

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

2. Petrus 3,9

Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.

Lukas 11,33-36

Niemand aber zündet ein Licht an und setzt es an einem verborgenen Ort, auch nicht unter den Schäfer, sondern auf den Leuchter, damit die Hereinkommenden den Schein sehen. Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib Licht. Wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster, so habe nun Acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist. Wenn nun ein ganzer Leib Licht ist, sodass er keinen finsteren Teil mehr hat, so wird er ganz hell sein, wie wenn das Licht mit seinem Strahl dich erleuchtet.

Matthäus 13,10-17

Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse. Er antwortete und sprach: Euch ist gegeben, dass ihr das Geheimnis des Himmelreichs versteht. Diesen aber ist nicht gegeben, denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe. Wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat. Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht, denn sie verstehen es nicht. Und über ihnen wird die Weissagung Jesaja es erfüllt die da sagt: Mit den Ohren werdet ihr es hören und werdet es nicht verstehen und mit den sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht wahrnehmen. Denn dieses Volksherz ist verstockt, und ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern auf, dass sie nicht einmaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, dass ich ihnen hülfe. Aber selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören. Wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt, zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Jesaja 42,18-20

Hört, ihr Tauben, und schaut her, ihr Blinden, dass ihr seht, wer ist so blind wie mein Knecht? Und wer ist so taub wie mein Bote, den ich sende? Wer ist so blind wie der Vollkommene und so blind wie der Knecht des Herrn? Man predigt wohl viel, aber sie halten es nicht. Man sagt ihnen genug, aber sie wollen es nicht hören.

Jesaja 6,9-10

Mit den Ohren werdet ihr es hören und werdet es nicht verstehen und mit den sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht wahrnehmen. Denn dieses Volksherz ist verstockt und ihre Ohren hören schwer und ihre Augen haben sich geschlossen, damit sie nicht mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.

Jesaja 57,15

Denn so sagt der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die einen zerschlagenen und demütigen Geist haben, um den Geist der Gedemütigten und das Herz des Zerschlagenen zu beleben.

Psalm 150

Halleluja. Lobt den Herrn in seinem Heiligtum. Lobt ihn in seiner untermenschlichen Macht, Lobt ihn für seine Taten, lobt ihn in seiner großen Herrlichkeit. Lobt ihn mit Posaunenschall, Lobt ihn mit Psalter und Harfe, Lobt ihn mit Pauken und Reigen, Lobt ihn mit Saiten und Pfeifen, Lobt ihn mit hellen Zimbeln, lobt ihn mit wohlklingenden lauten Zimbeln. Alles, was Odem hat, lobe den Herrn. Halleluja.

Weitere Referenzen

  • Matthäus 13
  • 1. Mose 3

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Bewusst Gottes Segnungen wahrnehmen: Nehmen Sie sich täglich Zeit, um sowohl die natürlichen als auch die geistlichen Segnungen Gottes in Ihrem Leben bewusst zu erkennen und wertzuschätzen. Lassen Sie Ihr Herz von dem berührt werden, was Ihre Augen sehen.
  • 2 Ein dankbares Herz kultivieren: Entwickeln Sie eine Haltung der Dankbarkeit für alles, was Gott Ihnen gibt - von materiellen Gütern über Gesundheit bis hin zu geistlichen Gaben wie Gemeinschaft, Gottes Wort und Gottesdienste. Bringen Sie dies konkret im Gebet zum Ausdruck.
  • 3 Zufriedenheit statt Unzufriedenheit: Hüten Sie sich vor der Gefahr, wie das alttestamentliche Volk Israel zu murren oder unzufrieden zu sein, obwohl Gott Sie reichlich segnet. Kämpfen Sie aktiv gegen die Haltung an, dass Gottes Gaben 'nicht genug' seien.
  • 4 Als Licht in der Welt leben: Verstehen Sie sich als Bote Gottes in dieser Welt, damit Menschen, die mit Ihnen in Berührung kommen, durch Ihr Leben Gottes Wirken, Liebe und Segen erkennen können. Leben Sie so, dass andere den lebendigen Gott durch Sie sehen.
  • 5 Demut vor Gott bewahren: Pflegen Sie einen demütigen und zerschlagenen Geist vor Gott, im Bewusstsein Ihrer Abhängigkeit von ihm. Erkennen Sie, dass Sie nichts aus eigener Kraft erreichen können und alles Geschenk Gottes ist.