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ICF München

Arnulfstraße 17, 80335 München

ICF ist eine freie, überkonfessionelle Kirche auf biblischer Grundlage. Authentisch, relevant und begeistert vom Leben mit Jesus

Täglicher Impuls
Donnerstag

Der Weg führt durch das Kreuz

Der Zugang zur Gegenwart Gottes ist nicht durch unsere Leistung oder Anstrengung möglich - auch nicht durch Fasten. Der Weg in die Gegenwart Gottes führt immer durch das Kreuz. Als Jesus am Kreuz starb, zerriss der Vorhang im Tempel, der das Allerheiligste - die pure Gegenwart Gottes - vom Rest abtrennte. Jesus starb in doppelter Funktion: als Priester, der in die Gegenwart Gottes eintritt, und als Opfer. Das bedeutet: Nicht unsere Kraft, nicht unsere Fastenleistung, nicht unsere Frömmigkeit verschafft uns Zugang zu Gott. Es ist allein das, was Jesus am Kreuz getan hat. Fasten zeigt uns unsere Götzen, aber Jesus am Kreuz entfernt sie. Fasten macht uns hungrig nach Gott, aber Jesus stillt diesen Hunger. Wenn wir die Gegenwart Gottes erleben wollen, müssen wir zum Kreuz kommen - dort ist der Vorhang zerrissen, dort ist der Weg frei.

Matthäus 27,51
Gebet

Jesus, danke dass du am Kreuz für mich gestorben bist und mir den Weg in die Gegenwart Gottes geöffnet hast. Hilf mir, nicht auf meine eigene Kraft zu vertrauen, sondern auf dein vollbrachtes Werk.

Herausforderung

Versuche ich manchmal, mir durch meine Leistung oder Frömmigkeit den Zugang zu Gott zu verdienen? Vertraue ich wirklich darauf, dass Jesus am Kreuz alles getan hat?

"

Aufnahme vom 12. Februar 2026

Predigt

Das Geheimnis glücklicher Ehepaare | Susanne & Leo Bigger

Donnerstag, 12. Februar 2026
Epheser 5,2
Kernaussage

Eine glückliche Ehe entsteht nicht durch das Erfüllen unausgesprochener Erwartungen, sondern durch das bewusste Ablegen der eigenen Wünsche und Erwartungen am Kreuz Jesu. Gott schenkt dafür neue Perspektiven und die Kraft, dem Partner in Liebe zu dienen, anstatt Erwartungen aufzuzwingen.

Susanne und Leo Bigger sprechen über das Geheimnis glücklicher Ehen und die Herausforderungen, die entstehen, wenn Hoffnungen zu Erwartungen werden. Sie erklären, wie beide Partner oft mit unausgesprochenen Wünschen in die Ehe kommen - bezüglich Finanzen, Haushalt, Kindererziehung, Freizeitgestaltung und vielem mehr. Diese Box voller Erwartungen kann zur Belastung werden, wenn sie dem Partner aufgebürdet wird, was zu Frust und einem Funktionsmodus führt, in dem die Liebe abnimmt. Glückliche Ehepaare denken anders: "Ich schulde dir alles und du schuldest mir nichts" - eine Haltung der demütigen Liebe wie Christus sie vorgelebt hat. Sie empfehlen drei Schritte: Erstens, offen und ehrlich über Wünsche und Erwartungen sprechen. Zweitens, diese Box an das Kreuz legen - nicht als Friedhof, sondern im Glauben, dass Gott Neues daraus auferstehen lässt. Drittens, sich fragen: Wie kann ich die Wünsche meines Partners erfüllen? Der Schlüssel liegt darin, dem anderen in Liebe zu dienen, ohne die eigenen Erwartungen aufzuzwingen, und darauf zu vertrauen, dass Gott im Herzen beider Partner wirkt.

Hauptthemen (4)

1. Die Box der unausgesprochenen Erwartungen

  • Jeder bringt Wünsche, Hoffnungen und Erwartungen in die Ehe mit (Finanzen, Haushalt, Wohnen, Kinder, Zeit, Feiertage, Reisen, Konfliktlösung)
  • Diese Erwartungen werden oft nicht ausgesprochen, sondern als selbstverständlich vorausgesetzt
  • Unausgesprochene Erwartungen führen zu Druck, Enttäuschung und zum Funktionsmodus
  • Die eigenen Erwartungen erscheinen immer logischer und wichtiger als die des Partners
  • Der Versuch, die Box des Partners zu tragen, führt zum Verlust von Liebe und Freude

2. Was glückliche Ehepaare anders machen

  • Sie denken komplett anders: 'Ich schulde dir alles und du schuldest mir nichts'
  • Diese Haltung bedeutet nicht, die Box des anderen zu erfüllen, sondern eine innere Haltung der Demut
  • Sie gehen liebevoll miteinander um, so wie Christus seine Liebe erwiesen hat
  • Sie achten den anderen höher als sich selbst

3. Drei Schritte zum Umgang mit Erwartungen

  • Offen und ehrlich über Wünsche, Hoffnungen und Erwartungen sprechen - mit Demut und Mut
  • Die Wünsche und Erwartungen ans Kreuz legen und dort lassen, aber mit der Erwartung auf Gottes Wirken
  • Das Kreuz ist kein Friedhof, sondern ein Ort der Verwandlung - Gott gibt Neues zurück
  • Sich vom Heiligen Geist zeigen lassen: Wie kann ich die Wünsche meines Partners erfüllen?
  • Die dienende Haltung wiederfinden, die Gott in uns hineingelegt hat

4. Die Gefahr der Erwartungsbox

  • Erwartungen können zu Blockaden in der Beziehung führen
  • Der Teufel nutzt unerfüllte Erwartungen als Einfallstür für Bitterkeit
  • Man kann den Partner im Alltag vergessen zu dienen
  • Niemand kann alle Erwartungen des anderen erfüllen - der Liebestank kann nicht komplett gefüllt werden

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Epheser 5,2

Geht liebevoll miteinander um, so wie auch Christus euch seine Liebe erwiesen hat

1. Petrus 5,5

Alle aber miteinander bekleidet euch mit Demut, denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade

1. Petrus 5,6-7

Seid so demütig noch unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöre zu seiner Zeit. Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch

Psalm 55,22-23

Seine Worte sind Honig, süß, aber im Herzen ist voller Hass, was er sagt, klingt schmeichelhaft, aber verletzt die Messerstiche. Überlass all deine Sorgen dem Herrn, denn er wird dich wieder aufrichten. Niemals lässt er den scheitern, der treu zu ihm steht

1. Petrus 5,8

Seid nüchtern und wacht, denn eure Widersacher, der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Offen über Wünsche und Erwartungen sprechen: Sprich mit deinem Partner ehrlich über deine Wünsche in verschiedenen Bereichen (Finanzen, Haushalt, Kinder, Intimität, etc.). Hab den Mut zur Demut und teile deine Vorstellungen ohne die Angst vor Bewertung.
  • 2 Erwartungen bewusst ans Kreuz legen: Bringe deine Box mit allen Erwartungen zu Jesus und lass sie dort. Das Kreuz ist kein Friedhof, sondern ein Ort der Verwandlung - erwarte, dass Gott dir Neues zurückgibt und Wunder im Herzen beider Partner wirkt.
  • 3 Den Heiligen Geist fragen: Wie kann ich dienen?: Frage Gott in der stillen Zeit konkret: Von all den Wünschen meines Partners - welche Dinge möchtest du, dass ich jetzt umsetze? Finde zurück zur dienenden Haltung, die Gott in dich hineingelegt hat.
  • 4 Zeit mit Gott verbringen zur Klärung eigener Wünsche: Nimm dir bewusst Zeit mit Gott, um zu erkennen, was deine eigenen echten Wünsche sind. Lass dir vom Heiligen Geist zeigen, wo du deine Ehe mit Dienst bereichern kannst.
  • 5 Gemeinsame Rituale entwickeln, die beiden Freude machen: Findet zusammen Wege, die den Wünschen beider Partner gerecht werden (z.B. gemeinsame Gebetsspaziergänge statt nur stiller Zeit auf dem Sofa). Kombiniert eure unterschiedlichen Bedürfnisse kreativ.