Kirche für Düsseldorf e.V.
Wir sind eine evangelische Freikirche voller Menschen, die ihren Glauben aktiv leben. Gemeinsam wollen wir Gott erleben und unsere Stadt positiv verändern.
Unser Herr – Kyrios
Im Griechischen steht 'Kyrios' – Herr. Das war kein frommer, religiöser Begriff, sondern ein politischer. Die Loyalitätsformel im Römischen Reich lautete: 'Cäsar ist Kyrios.' Dieses Wort war für den Kaiser reserviert. Wenn Christen bekannten 'Jesus ist Kyrios', war das Hochverrat. Sie sagten damit: Nicht Cäsar hat das letzte Wort über mein Leben, sondern Jesus. Nicht mein Umfeld, nicht meine Angst, nicht mein Erfolg – Jesus allein. Bis heute kostet dieses Bekenntnis in vielen Teilen der Welt Menschen ihre Freiheit oder ihr Leben. In Deutschland kostet es uns vielleicht nicht das Leben, aber es kostet uns trotzdem etwas. Wenn Jesus wirklich Kyrios ist, dann ist er nicht nur mein Helfer für schwere Tage – er ist König, er hat das letzte Wort in meinem Leben.
Bekenne Jesus als Herrn über jeden Bereich deines Lebens und bitte ihn, dich zu führen.
Hat Jesus wirklich das letzte Wort in deinem Leben, oder gibt es Bereiche, die du ihm noch nicht unterstellt hast?
Aufnahme vom 18. Februar 2026
Love Stories - Wenn Liebe nicht alles löst | Stephan Dahms
Echte Liebe ist nicht immer leicht, aber es lohnt sich immer dafür zu kämpfen. Auch Familien, die Gott lieben und dienen, erleben Schmerz und Herausforderungen. Der Schlüssel ist, nicht vor dem Schmerz wegzulaufen, sondern Gott mitten hineinzuladen und gemeinsam im Gebet durchzugehen.
Hauptthemen
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1. Auch gottorientierte Familien erleben Schmerz und Probleme
- • Elkana und Hannah liebten und dienten Gott treu, hatten aber trotzdem mit Unfruchtbarkeit zu kämpfen
- • Nur weil wir Gott lieben, heißt nicht, dass wir keine Probleme haben
- • Nur weil wir Probleme haben, heißt nicht automatisch, dass Sünde in unserem Leben ist
- • Hannah erlitt Jahr für Jahr den gleichen Schmerz und die gleiche Enttäuschung
2. Manchmal braucht dein Ehepartner keine Lösung, sondern Nähe
- • Elkana versuchte, Hannah zu trösten, indem er Lösungen anbot, aber das half nicht
- • Manchmal wollen Menschen nicht, dass du das Problem löst, sondern dass du ihren Schmerz mitträgst
- • Zuhören und Mitfühlen kann wichtiger sein als Ratschläge zu geben
- • Hannah nahm ihren Schmerz und schüttete ihn vor Gott aus
3. Gottorientierte Paare laden Gott in ihren Schmerz ein
- • Die besten Ehen sind nicht schmerzfrei, sondern gebetsvoll
- • Das Intimste in einer Ehe ist nicht körperlich, sondern geistlich - gemeinsames Gebet
- • Gebet macht weich, was Stolz verhärtet hat
- • Geistliche Intimität führt zu emotionaler und körperlicher Intimität
- • Gemeinsames Gebet ist ein klares Signal: Diese Ehe gehört Gott
4. Gebet verändert immer dich, auch wenn nicht sofort die Umstände
- • Hannah änderte ihre innere Perspektive durch Gebet, bevor sich äußerlich etwas änderte
- • Gott beantwortet Gebet immer, gibt uns aber in seiner Weisheit, was wir brauchen
- • Gott arbeitet im Verborgenen in unserem Herzen, auch wenn wir äußerlich nichts sehen
- • Die kraftvollsten Gebete sind nicht die schönsten, sondern die ehrlichsten
- • Gott ehrt oft den Glauben von einem, um das Leben von zwei zu segnen
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Jedes Mal, wenn Elkana sein Opfer dargebracht hatte, kam die ganze Familie zu einem Festessen zusammen. Elkana schnitt das Fleisch der geopferten Tiere in gleiche Stücke und teilte sie aus. Penina erhielt Fleisch für sich und jedes ihrer Kinder. Hannah aber bekam die doppelte Portion, denn Elkana liebte sie sehr, obwohl der Herr ihr bisher Kinder versagt hatte.
Stets begann Penina dann Hanna mit Sticheleien zu kränken, weil sie kinderlos war. Das wiederholte sich jedes Jahr, wenn sie zum Heiligtum des Herrn zogen. Penina verletzte Hannah mit ihrem Spott so sehr, dass sie nur noch weinte und nicht mehr essen konnte.
Ach, warum weinst du? Hannah fragte ihr Mann Elkana, warum isst du denn nichts? Warum bist du so traurig? Du hast doch mich. Reicht dir das denn nicht? Ist dieser Körper nicht mehr wert als zehn Kinder?
Vor lauter Verzweiflung weinte Hanna hemmungslos. Unter Tränen betete sie und versprach dem Herrn: Allmächtiger Gott, du siehst doch mein Elend. Wenn du Erbarmen mit mir hast und mich nicht vergisst, sondern mir einen Sohn schenkst, will ich ihn dir zurückgeben. Sein ganzes Leben soll dann dir gehören.
Nein, Herr, antwortete sie. Ich bin nicht betrunken, aber ich bin sehr traurig und habe den Herrn mein Herz ausgeschüttet. Denkt nicht, dass ich eine schlechte Frau bin. Ich habe aus großem Kummer und Leid gebetet.
Da antwortete Eli: Geh getröstet und in Frieden nach Hause. Der Gott Israels wird dir geben, worum du gebetet hast. Hannah verabschiedete sich und behalte mich in guter Erinnerung. Erleichtert ging sie zu den anderen zurück. Sie konnte wieder essen und man sah ihr an, dass sie neue Hoffnung geschöpft hatte.
Am nächsten Morgen stand die ganze Familie früh auf und ging in die Kirche den Herrn noch einmal anzubeten.
Und als die Tage um waren, ward Hannah schwanger und sie gebar einen Sohn und nannte ihn Samuel. Denn so sprach: Ich habe ihm vom Herrn erbeten.
Praktische Anwendung
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- 1 Halt das Gebet einfach: Beginne mit einfachen, unkomplizierten Gebeten. Es müssen keine perfekten oder theologisch ausgefeilten Gebete sein - authentische, ehrliche Gebete sind am kraftvollsten.
- 2 Halt das Gebet kurz: Kurze Gebete sind besser als keine Gebete. Starte mit kurzen Gebeten vor dem Verlassen des Hauses oder vor dem Schlafengehen, wie 'Gott, lenke unsere Schritte heute' oder 'Gott, segne unsere Kinder'.
- 3 Wenn du einen Tag verpasst, verpasse nicht zwei: Konstanz ist wichtiger als Perfektion. Wenn du einen Tag vergessen hast zu beten, lass dich nicht entmutigen, sondern fange am nächsten Tag wieder an.
- 4 Entwickle geistliche Intimität für emotionale Intimität: Gemeinsames Gebet schafft die tiefste Intimität in einer Beziehung. Wenn du mehr emotionale oder körperliche Nähe in deiner Ehe willst, investiere zuerst in ein gemeinsames Gebetsleben.
- 5 Schütte dein Herz ehrlich vor Gott aus: Laufe nicht vor Gott weg in schwierigen Zeiten, sondern laufe zu ihm hin. Bring ihm deinen Schmerz, deine Frustration und deine Enttäuschung - ehrlich und ungefiltert.
- 6 Höre zu statt Lösungen anzubieten: Manchmal braucht dein Partner keine Ratschläge oder Lösungen, sondern jemanden, der einfach zuhört und den Schmerz mitträgt. Lerne, präsent zu sein statt zu 'reparieren'.