Kirche für Düsseldorf e.V.
Wir sind eine evangelische Freikirche voller Menschen, die ihren Glauben aktiv leben. Gemeinsam wollen wir Gott erleben und unsere Stadt positiv verändern.
Der eingeborene Sohn Gottes
Jesus ist nicht halb Gott und halb Mensch – er ist ganz Gott und ganz Mensch gleichzeitig. Das apostolische Glaubensbekenntnis nennt ihn 'den eingeborenen Sohn Gottes', und das war damals eine provokante Aussage. Die zwölf Verben im Glaubensbekenntnis zeigen seine volle Menschlichkeit und Göttlichkeit: empfangen, geboren, gelitten, gekreuzigt, gestorben, begraben, hinabgestiegen, auferstanden, aufgefahren, sitzt, kommt, richtet. Er wurde geboren wie wir, litt wie wir – aber er wurde empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, auferstanden von den Toten. Kolosser beschreibt es kraftvoll: 'Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes... Durch ihn ist alles erschaffen... Gott wollte in seiner ganzen Fülle in ihm wohnen.' Wenn du wissen willst, wie Gott ist, schau auf Jesus Christus.
Bete, dass Gott dir hilft, die volle Herrlichkeit und Menschlichkeit von Jesus besser zu verstehen.
Siehst du Jesus als vollkommen Gott und vollkommen Mensch – oder hast du ihn in eine dieser Kategorien eingeschränkt?
Aufnahme vom 27. Februar 2026
Encounter God – Unsere Herzen vorbereiten für eine Begegnung mit Gott | Stephan Dahms
Gott erleben bedeutet nicht mehr Information oder bessere Abläufe, sondern ein offenes, hungriges Herz, das Gott sucht. Wenn wir Gott mit ganzem Herzen suchen und den Altar unseres Herzens für ihn aufrichten, wird er sich finden lassen und wirken. Der Schlüssel zur Begegnung mit Gott liegt nicht in unserer Anstrengung, sondern darin, dass wir ihm unser Herz ehrlich hinhalten und er es erneuert.
Hauptthemen
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1. Gott kommt, wo er erwünscht ist
- • Gott erleben erfordert mehr als Offenheit - es braucht ernsthafte Sehnsucht mit ganzem Herzen
- • Gott kommt nicht als Einbrecher, sondern als guter Hirte und liebender Vater, der unser Herz respektiert
- • Gottes Gegenwart entsteht nicht durch Informationsmenge, sondern durch Hunger, Demut und ein offenes Herz
- • Wir können Gottes Gegenwart nicht kontrollieren, aber eine Atmosphäre kultivieren, die seine Gegenwart anzieht
2. Der Altar des Herzens
- • Ein Altar ist biblisch ein Ort der Hingabe und Begegnung - sowohl der Erinnerung als auch der Sehnsucht
- • Das Herz ist wie ein Altar: es erinnert sich an Verletzungen und Kränkungen, und es ist das Steuerzentrum unseres Lebens
- • Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt - es steuert unser Leben oft gegen unsere Vernunft
- • Mehr als alles andere müssen wir unser Herz behüten, denn von ihm geht das Leben aus
3. Fünf Herzenszustände, die den Altar blockieren
- • Das tote Herz: braucht neues Leben durch den Heiligen Geist, nicht mehr Disziplin oder Religion
- • Das geteilte Herz: versucht zwei Herren zu dienen und ist innerlich zerrissen - Gott teilt seinen Thron nicht
- • Das abgelenkte Herz: so beschäftigt mit christlicher Aktivität, dass man Christus selbst verpasst
- • Das verhärtete Herz: taub und abgestumpft durch Überinformation und Dauerbeschäftigung
- • Das verwundete Herz: schützt sich vor weiterem Schmerz, aber hält dadurch auch Liebe und Leben draußen
4. Heilung kommt von Gott
- • Wir können unser Herz nicht selbst heilen - Selbstanstrengung führt zu Selbstverurteilung, Kompensation oder Maskierung
- • Heilung kommt nicht durch Anstrengung, sondern durch Ruhen in Gottes Kraft
- • Wir können unser Herz Gott ehrlich und ohne Masken hinhalten
- • Gott gibt uns ein neues Herz und nimmt das steinerne Herz heraus
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr ernsthaft mit ganzem Herzen nach mir verlangt, werde ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr.
An jedem Ort, wo ich meines Namens gedenken lasse, dort will ich zu dir kommen und will dich segnen.
Mein Sohn, achte auf meine Worte. Neige dein Ohr zu meinen Reden. Lass sie nie von deinen Augen weichen. Bewahre sie im Innersten deines Herzens. Denn sie sind das Leben denen, die sie finden. Und heilsam ihrem ganzen Leib. Mehr als alles andere behüte dein Herz. Denn von ihm geht das Leben aus.
Niemand kann zwei Herren dienen. Immer wird er den einen hassen und den anderen lieben oder dem einen treu ergeben sein und den anderen verabscheuen.
Martha, Martha, du bist besorgt und unruhig über viele Dinge, aber eins ist nötig. Maria hat das gute Teil gewählt und das wird ihr nicht genommen werden.
Ich gebe euch ein neues Herz. Ich nehme das steinerne Herz heraus und gebe euch ein Herz aus Fleisch.
Gott heilt die zerbrochenen Herzen, er verbindet ihre Wunden.
Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind. Er rettet die, die am Boden liegen.
Praktische Anwendung
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- 1 Stille praktizieren: Nimm dir bewusst Zeit für Stille vor Gott - nicht um etwas zu bekommen oder abzuarbeiten, sondern um einfach mit Jesus zu sein. Sitze bei Jesus ohne Agenda und liebe ihn.
- 2 Den Thron des Herzens freiräumen: Identifiziere, was neben Jesus noch auf dem Thron deines Herzens sitzt (Kontrolle, Anerkennung, Bequemlichkeit, Angst) und gib Jesus bewusst den ersten Platz.
- 3 Selbstreflexion mit fünf Fragen: Stelle dir ehrlich diese Fragen: Was hat mehr meine Aufmerksamkeit als Jesus? Wo ist mein Herz hart oder abgelenkt geworden? Welchen Schmerz schütze ich so sehr, dass ich niemanden ranlasse? Lebe ich aus dem, wer ich für Gott bin oder was ich tue? Wenn Kirche so würde wie ich innerlich bin, wäre das gut?
- 4 Das Herz Gott ehrlich hinhalten: Höre auf, dein Herz selbst heilen zu wollen. Halte Gott dein Herz ehrlich, echt und ohne Masken hin und lass ihn das tun, was nur er tun kann.
- 5 Gott mit Sehnsucht suchen: Gehe über passive Offenheit hinaus und suche Gott aktiv mit ganzem Herzen und ernsthafter Sehnsucht. Lade ihn bewusst ein in jeden Bereich deines Lebens.