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Kirche für Düsseldorf e.V.

Duderstädter Straße 17, 40595 Düsseldorf

Wir sind eine evangelische Freikirche voller Menschen, die ihren Glauben aktiv leben. Gemeinsam wollen wir Gott erleben und unsere Stadt positiv verändern.

Täglicher Impuls
Mittwoch

Der eingeborene Sohn Gottes

Jesus ist nicht halb Gott und halb Mensch – er ist ganz Gott und ganz Mensch gleichzeitig. Das apostolische Glaubensbekenntnis nennt ihn 'den eingeborenen Sohn Gottes', und das war damals eine provokante Aussage. Die zwölf Verben im Glaubensbekenntnis zeigen seine volle Menschlichkeit und Göttlichkeit: empfangen, geboren, gelitten, gekreuzigt, gestorben, begraben, hinabgestiegen, auferstanden, aufgefahren, sitzt, kommt, richtet. Er wurde geboren wie wir, litt wie wir – aber er wurde empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, auferstanden von den Toten. Kolosser beschreibt es kraftvoll: 'Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes... Durch ihn ist alles erschaffen... Gott wollte in seiner ganzen Fülle in ihm wohnen.' Wenn du wissen willst, wie Gott ist, schau auf Jesus Christus.

Kolosser 1,15-20
Gebet

Bete, dass Gott dir hilft, die volle Herrlichkeit und Menschlichkeit von Jesus besser zu verstehen.

Herausforderung

Siehst du Jesus als vollkommen Gott und vollkommen Mensch – oder hast du ihn in eine dieser Kategorien eingeschränkt?

"

Aufnahme vom 13. März 2026

Predigt

CREDO: Unser Glaubensbekenntnis - Gott

Freitag, 13. März 2026
Römer 12,1
Kernaussage

Was wir über Gott glauben, prägt unser ganzes Leben - unsere Identität, Moral, Beziehungen, Zukunft und Ewigkeit. Das apostolische Glaubensbekenntnis bietet ein unveränderliches Fundament für unseren Glauben, das uns lehrt, dass Gott nicht nur irgendeine höhere Macht ist, sondern der persönliche, liebende Vater und gleichzeitig der allmächtige Schöpfer des Himmels und der Erde.

Pastor Stefan Darfs startet eine neue Predigtserie über das Apostolische Glaubensbekenntnis mit dem Fokus auf die Frage: Was glaubst du wirklich über Gott? Er betont, dass das, was wir über Gott glauben, unser ganzes Leben prägt - unsere Identität, Moral, Beziehungen und Zukunft. Die Predigt warnt davor, sich einen eigenen, bequemen Gott zu schaffen, statt Gott so zu erkennen, wie er wirklich ist. Im Zentrum steht die erste Zeile des Glaubensbekenntnisses: "Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde." Pastor Stefan erklärt die Bedeutung dieser Worte: Gott ist sowohl persönlich und liebevoll (Vater) als auch unendlich kraftvoll (allmächtig). Er ist kein distanzierter, launischer oder strafender Gott, sondern ein Vater, der uns nahekommt und gleichzeitig Galaxien regiert. Die Predigt schließt mit einer Einladung, Jesus als Herrn und Retter anzunehmen und das Abendmahl als Erinnerung an Gottes Liebe zu feiern.

Hauptthemen (4)

1. Was wir über Gott glauben, prägt alles

  • Was wir über Gott glauben, prägt nicht nur unsere Meinung, sondern unser ganzes Leben
  • Es prägt unsere Identität, Moral, wie wir mit Menschen umgehen, unsere Zukunft und sogar unsere Ewigkeit
  • Menschen formen sich oft einen Gott, der zu ihnen passt, statt Gott so zu erkennen, wie er wirklich ist
  • Wir werden wie das, was wir anbeten - unser Gottesbild wandert vom Kopf ins Herz und in unsere Entscheidungen

2. Das apostolische Glaubensbekenntnis

  • Das Bekenntnis ist eine Leitplanke, damit wir uns nicht in eigenen Vorstellungen über Gott verlaufen
  • Es wurde über Jahrhunderte in Königshäusern, Gefängnissen und von verfolgten Christen bekannt
  • Es entstand als Antwort auf die Irrlehre des Gnostizismus in einer Zeit, als Christsein illegal war
  • Credo bedeutet nicht nur 'ich meine', sondern 'ich glaube so sehr, dass ich mein Leben dafür gebe'

3. Gott als Vater und Allmächtiger

  • Gott ist gleichzeitig persönlich (Vater) und unfassbar kraftvoll (allmächtig)
  • Jesus lehrte uns, Gott 'Vater' zu nennen - das war in der antiken Welt radikal
  • Ein Gott, der nur Vater ist, wäre liebevoll aber schwach; ein Gott, der nur allmächtig ist, wäre stark aber nicht liebevoll
  • Unser Gott ist beides: ein Vater, der unser Herz kennt, und ein König, der Galaxien regiert
  • Gott ist ein perfekter Vater - er sieht, kümmert sich, sucht und singt ein Lied über uns

4. Gott als Schöpfer des Himmels und der Erde

  • Das Bekenntnis widerspricht der gnostischen Irrlehre, dass alles Materielle böse sei
  • Gott schuf Himmel und Erde und sagte, es ist gut
  • Das Leben, die Natur, Gemeinschaft sind Geschenke Gottes, die wir genießen dürfen
  • Gott hat nicht nur das Geistliche, sondern alles Sichtbare und Unsichtbare geschaffen

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Römer 12,1

Weil Gott so barmherzig ist, fordere ich euch nun auf, liebe Brüder und Schwestern, euch mit eurem ganzen Leben für Gott einzusetzen

Johannes 1 (Anfang)

Am Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott

Weitere Referenzen

  • 1. Mose (Schöpfungsgeschichte)
  • Johannes 3,16
  • Vaterunser (Matthäus 6)

Praktische Anwendung (4)

  • 1 Persönliches Glaubensbekenntnis entwickeln: Setze dich bewusst mit dem apostolischen Glaubensbekenntnis auseinander. Es geht nicht darum, was deine Freunde, Eltern oder andere glauben, sondern was du persönlich glaubst und worauf du dein Leben aufbaust.
  • 2 Gott als persönlichen Vater UND Allmächtigen anbeten: Wenn du durch schwierige Zeiten gehst, erinnere dich daran, dass Gott sowohl der liebende Vater ist, dem nichts zu klein ist, als auch der allmächtige Gott, für den kein Problem zu groß ist. Bringe ihm deine Herausforderungen im Gebet.
  • 3 Vom Kopf-Glauben zum Herz-Glauben: Lass deinen Glauben die Distanz vom Kopf zum Herzen überwinden. Öffne nicht nur deinen Verstand, sondern dein ganzes Herz für Gott und vertraue ihm dein Leben an - nicht als Ritual, sondern als persönliche Entscheidung.
  • 4 Regelmäßig das Abendmahl feiern: Erinnere dich regelmäßig durch das Abendmahl an die große Liebe Gottes zu dir. Es ist nicht nur ein Ritual, sondern ein bewusster Zuspruch von Jesus, dass er dich liebt, und eine Gelegenheit, ihm deine Liebe zu erklären.