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St. Martini Gemeinde zu Bremen

Martinikirchhof 3 28195 Bremen

Die St. Martini Gemeinde bekennt sich in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen worden ist.

Täglicher Impuls
Mittwoch

Das Wort Gottes - Quelle des Trostes

Der erste und wichtigste Weg zum Trost ist das Hineinschauen in Gottes Wort. 'Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben', schreibt Paulus. Die Bibel ist voll von Trostworten. Die Psalmen besonders sprechen direkt in unsere Ängste und Nöte hinein. 'Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir' - solche Worte sind keine fromme Theorie, sondern bewährte Wahrheiten, die unzähligen Menschen durch dunkle Zeiten geholfen haben. Aber Gottes Wort wirkt nur, wenn wir es auch lesen und hören. Es genügt nicht, eine Bibel im Regal stehen zu haben. Wir müssen uns Zeit nehmen, darin zu lesen, es zu studieren, darüber nachzudenken. Wenn wir das tun, werden wir neu ausgerichtet, bekommen klare Sicht und neue Kraft für unseren Weg.

Römer 15,4
Gebet

Bitte Gott, dir ein größeres Verlangen nach seinem Wort zu geben und durch die Schrift zu dir zu sprechen.

Herausforderung

Wie regelmäßig nimmst du dir Zeit, Gottes Wort zu lesen? Was könnte dir helfen, dies zu einer festen Gewohnheit zu machen?

"

Aufnahme vom 22. Februar 2026

Predigt

Gottesdienst am 22.02.2026 - Vom Pfannendienst des Mattitja

Sonntag, 22. Februar 2026
1. Chronik 9,31
Kernaussage

Der Dienst im Reich Gottes, selbst wenn er unscheinbar erscheint wie der Pfannendienst des Matitja, ist wertvoll und bedeutsam. Jeder Christ hat einen von Gott gegebenen Dienst, der mit ganzer Hingabe, Treue und brennendem Geist ausgeführt werden soll, nicht für Menschen, sondern zur Ehre Gottes.

In dieser Predigt über 1. Chronik 9,31 wird der Pfannendienst des Leviten Matitja behandelt. Der Pastor erklärt zunächst, dass dieser scheinbar unbedeutende Vers über Matitjas Verantwortung für die liturgischen Pfannen im Tempel tiefgreifende theologische Bedeutung hat. Die Pfannen dienten dem Transport heiliger Kohlen vom Brandopferaltar zum Räucheraltar und waren aus reinem Gold gefertigt. Der Prediger entwickelt sechs Aspekte dieses Dienstes: Er ist edel, alltäglich, gegeben, anvertraut, familiär und gewertgeschätzt. Die Predigt wendet diese Erkenntnisse auf den christlichen Dienst heute an. Jeder Gläubige hat einen spezifischen Dienst im Reich Gottes, der von Gott gegeben und berufen ist. Auch wenn Dienste alltäglich erscheinen, sollen sie mit voller Hingabe und brennendem Geist ausgeführt werden. Der Pastor betont die Notwendigkeit sowohl einer inneren als auch äußeren Berufung für Spezialdienste und warnt vor Nachlässigkeit im Dienst. Er ermutigt die Gemeinde, ihren Dienst wertzuschätzen, da Gott ihn wertschätzt, auch wenn Menschen dies nicht immer tun. Die Predigt schließt mit der Ermutigung, den eigenen 'Pfannendienst' treu und zur Ehre Gottes zu versehen.

Hauptthemen (6)

1. Der edle Dienst

  • Was auf den ersten Blick unbedeutend erscheint, ist in Wirklichkeit edel und wertvoll
  • Der Pfannendienst war direkte Assistenz zu den Priestern beim wichtigsten Dienst - der Anbetung Gottes
  • Die Pfannen waren aus reinem Gold und wurden beim täglichen Räucheropfer und am Versöhnungstag verwendet
  • Auch scheinbar kleine Dienste in der Gemeinde sind edel, weil sie dem Herrn dienen

2. Der alltägliche Dienst

  • Der Pfannendienst musste zweimal täglich verrichtet werden - morgens und abends
  • Mit der Zeit kommt Routine in jeden Dienst, auch wenn er edel ist
  • Die Gefahr besteht, dass Alltäglichkeit zur Nachlässigkeit führt
  • Wichtig ist, trotz Routine mit ganzer Konzentration und Hingabe zu dienen
  • Bei eingeschlichener Alltäglichkeit soll man Buße tun und Gott um neues Brennen bitten

3. Der gegebene Dienst

  • Der Name Matitja bedeutet 'Jahwe hat gegeben' - Gott gibt den Dienst
  • Mitarbeiter in der Gemeinde sind von Jesus gegeben, nicht Produkt guter Programme
  • Es gibt allgemeine Berufungen (Mission, Gebet, Dankbarkeit) für alle Christen
  • Es gibt Spezialberufungen, die eine interne und externe Berufung brauchen
  • Ein nicht dienender Christ ist ein Widerspruch in sich
  • Jeder Christ als Glied am Leib Christi hat eine klare Aufgabe

4. Der anvertraute Dienst

  • Die Pfannen waren Matitja anvertraut - sie gehörten nicht ihm, aber er war verantwortlich
  • Wem viel gegeben ist, bei dem wird viel gesucht; wem viel anvertraut ist, von dem wird mehr gefordert
  • Der Dienst soll nicht träge, sondern brennend im Geist geschehen
  • Es geht nicht um Kompatibilität und Achtsamkeit, sondern um 100% Hingabe
  • Die Frage ist nicht, was Menschen über den Dienst denken, sondern was der Herr dazu sagt
  • Am Ende wird Gott fragen, was wir mit den anvertrauten Gaben gemacht haben

5. Der familiäre Dienst

  • Matitja kam von den Korachiten, die wunderbare Psalmen schrieben
  • Ihr Stammvater Korach aber rebellierte gegen Gottes Ordnung und wollte eigenmächtig opfern
  • Dies ist eine Warnung, genau bei Gottes Ordnungen zu bleiben
  • In der heutigen Kirche gibt es korachitische Tendenzen, wenn von biblischen Ordnungen abgewichen wird
  • Wir müssen unseren Dienst am Wort Gottes ausrichten, nicht an anderen Größen

6. Der gewertschätzte Dienst

  • Matitja erfuhr Wertschätzung in Jerusalem, wo man ihn kannte
  • Leviten lebten vom Zehnten - sie wurden für ihren Dienst versorgt
  • Sein Dienst wird 3000 Jahre später noch erwähnt und gelehrt
  • Die höchste Wertschätzung: Er ist namentlich in Gottes Wort erwähnt
  • Auch wenn weltliche Wertschätzung fehlt, dürfen wir der Wertschätzung Gottes sicher sein
  • Eines Tages dürfen treue Diener hören: 'Du bist mein Knecht, mein Kind'

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

1. Chronik 9,31

Und Matitja von den Leviten, dem erstgeborenen Schalums des Korachim, dem waren die Pfannen anvertraut.

Römer 12,11

Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist, dient dem Herrn.

Lukas 12

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen. Und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.

Psalm 42

Was betrübst du dich, meine Seele, und bist du unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, denn das ist meine Angesichtshilfe und mein Gott ist.

Psalm 46

Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.

Psalm 84

Wie lieb sind mir deine Wohnungen, Herr Zebeort, meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn. Ich will lieber die Tür hüten im Hause meines Gottes als wohnen in den Zelten der Gottlosen.

Matthäus 6,33

Trachte zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit. Alle andere Krempel wird dir dann geschenkt werden.

Weitere Referenzen

  • 1. Könige 5,7
  • Esra 1
  • Esra 5
  • Römer 12
  • 1. Korinther 12
  • Matthäus 25
  • 4. Mose (Numeri) - Kapitel über Korach
  • 1. Timotheus
  • Epheser 2,10

Praktische Anwendung (6)

  • 1 Erkenne die Bedeutung deines Dienstes: Auch wenn dein Dienst in der Gemeinde unscheinbar erscheint, erkenne, dass er edel und wertvoll ist. Was weltlich unbedeutend aussieht, ist in Wirklichkeit großartig, weil es dem Herrn dient.
  • 2 Bewahre die Leidenschaft im alltäglichen Dienst: Wenn Routine und Alltäglichkeit sich einschleichen, gehe in die Buße und bitte Gott um neues Brennen. Diene nicht träge, sondern brennend im Geist mit ganzer Konzentration.
  • 3 Kläre deinen Dienst im Reich Gottes: Stelle dir die Fragen: Bin ich wiedergeboren? Ist mein Dienst im Reich Gottes klar? Ein nicht dienender Christ ist ein Widerspruch - jedes Glied am Leib Christi hat eine Aufgabe.
  • 4 Gib 100% in dem anvertrauten Dienst: Frage dich nicht, was Menschen über deinen Dienst denken, sondern was der Herr dazu sagt. Gib alles in dem, was dir anvertraut ist, denn eines Tages wirst du Rechenschaft ablegen.
  • 5 Bleibe bei Gottes Ordnungen: Richte deinen Dienst allein am Wort Gottes aus, nicht an anderen Größen. Weiche nicht von biblischen Ordnungen ab, auch wenn die Umgebung oder Kirche dies tut.
  • 6 Diene für Gottes Wertschätzung, nicht für menschliche Anerkennung: Auch wenn weltliche Wertschätzung ausbleibt, darfst du wissen, dass Gott deinen Dienst sieht und wertschätzt. Du dienst für die Ewigkeit, nicht für irdischen Applaus.