ICF München
ICF ist eine freie, überkonfessionelle Kirche auf biblischer Grundlage. Authentisch, relevant und begeistert vom Leben mit Jesus
Fasten als Entlarvung
Fasten hat viele Vorteile: gesundheitliche Wirkung, Heilung durch Gott, Klarheit für nächste Schritte, mehr Power beim Gebet für Kranke, geistliche Durchbrüche und die Schulung geistlicher Sinne. Doch einer der wichtigsten Aspekte ist, dass Fasten uns unsere Abhängigkeiten zeigt. Wenn wir fasten, merken wir plötzlich, wovon wir wirklich abhängig sind. Fasten entlarvt, wo wir denken 'Das brauche ich unbedingt' - sei es Kaffee, Schlaf, Essen, Unterhaltung oder soziale Medien. Diese 'Ich muss'-Phrasen zeigen uns, wo wir Götzen haben. Fasten ist wie ein Spiegel: Es zeigt uns, welche Dinge wir in den Tempel unseres Lebens gestellt haben und die uns von der unmittelbaren Gegenwart Gottes abhalten. Doch Fasten selbst bringt uns nicht in die Gegenwart Gottes - es zeigt uns nur, was im Weg steht.
Vater, gib mir den Mut, zu fasten und meine Abhängigkeiten zu erkennen. Zeige mir, was zwischen mir und deiner Gegenwart steht.
Welche 'Ich muss'-Sätze kommen mir in den Sinn, wenn ich an Verzicht denke? Was würde mir am schwersten fallen, eine Woche lang aufzugeben?
Aufnahme vom 10. März 2026
Better Together: Was wir als Leiter von Jesus lernen können
Wahre christliche Leiterschaft bedeutet, nicht aus unseren Reflexen heraus zu handeln, sondern uns vom Haupt Jesus Christus leiten zu lassen. Wir sind berufen, in alle Richtungen (360 Grad) zu dienen und zu prägen - nach oben, zur Seite und nach unten - indem wir unsere von Gott gegebenen Gaben dienend einsetzen, anstatt sie automatisch oder als Selbstverständlichkeit zu nutzen.
Hauptthemen
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1. Die Kirche als Leib Christi
- • Die Kirche ist keine Institution, sondern ein Leib mit vielen Gliedern
- • Eine Kirche ohne Jesus als Haupt ist geistlich hirnlos
- • Eine Kirche ohne Einheit ist kraftlos
- • Jeder Einzelne muss mit dem Haupt verbunden sein und miteinander verbunden bleiben
2. Reflexe versus göttliche Aufträge
- • Unsere Reflexe sind keine Aufträge - sie sind Gaben, die Gott durch uns nutzen möchte
- • Jesus handelte nicht aus Reflexen, sondern nur aus dem, was er den Vater tun sah
- • Wir müssen lernen zu fragen: 'Herr, bist du es oder ist es mein Reflex?'
- • Selbst gute Dinge wie Verantwortung übernehmen oder Geben können Gott im Weg stehen, wenn sie nur reflexartig geschehen
- • Vieles kann christlich erscheinen und doch gottlos sein, weil Christus nicht darin ist
3. Das Mindset von Jesus - Dienen statt Herrschen
- • Wer der Größte sein will, soll allen dienen
- • Unsere Gaben sind für den Nutzen der Gemeinde, der Familie gegeben
- • Nicht die Familie oder Gemeinde dient mir, sondern ich diene ihnen
- • Jesus stellte sich unter Leiterschaft - selbst unter seine unvollkommenen leiblichen Eltern
4. 360-Grad-Leiterschaft
- • Wir lassen uns leiten und leiten gleichzeitig in alle Richtungen
- • Wir prägen nach oben (zu Leitern), zur Seite (zu Geschwistern) und nach unten (zu denen, die wir leiten)
- • Gehe mit Leuten so um, wie du willst, dass man mit dir umgeht
- • Rede nicht über deinen Leiter, sondern mit deinem Leiter - direkt, liebevoll, proaktiv
5. Wem viel gegeben ist, von dem wird viel verlangt
- • Je mehr Gott uns anvertraut, desto mehr Verantwortung haben wir
- • Die Gefahr besteht, dass wir uns über andere erheben, wenn wir Stärken entwickeln
- • Gott verlangt von uns eine demütige Herzenshaltung, nicht Urteil und Überheblichkeit
- • Unsere Stärken sollen die Schwächen anderer ergänzen, nicht verurteilen
6. Das Prinzip von Saat und Ernte
- • Wie wir mit unseren Eltern umgehen, lernen unsere Kinder für ihren Umgang mit uns
- • Wie wir mit Leiterschaft umgehen, prägt die nächste Generation
- • Was wir über unsere Leiter sagen und wie wir mit ihnen umgehen, hat langfristige Konsequenzen
- • Wir sollen unseren Kindern zeigen, wie man konstruktiv mit unperfekter Leiterschaft umgeht
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Verflucht ist der Mensch, der sich auf Menschen verlässt
Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen. Wem viel anvertraut ist, wird man umso mehr fordern
Weitere Referenzen
- → Maleachi (Herz der Väter zu den Söhnen)
Praktische Anwendung
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- 1 Reflexe hinterfragen: Lerne regelmäßig zu beten: 'Herr, bist du es oder ist es mein Reflex? Willst du durch meine Gabe wirken oder soll ich sie zurückhalten?' Unterscheide zwischen automatischen Reaktionen und göttlichen Aufträgen.
- 2 Direkter Kommunikationsweg: Rede nicht über deine Leiter, sondern mit ihnen. Gehe proaktiv, liebevoll und direkt auf sie zu mit Feedback, so wie du es dir von deinem Team wünschst.
- 3 360-Grad-Prägung praktizieren: Stelle deine Stärken dienend in alle Richtungen zur Verfügung - zu deinen Leitern, Geschwistern und denen, die du leitest. Frage Gott, wie du mit deinen Gaben dienen kannst, wo andere Schwächen haben.
- 4 Für Leiterschaft beten: Bete regelmäßig für deine Leiter (Chef, Pastor, geistliche Leiter, Eltern). Vermeide es, in der 'Kaffeepause' über sie zu reden, sondern bringe sie im Gebet vor Gott.
- 5 Demut vor Überhebung bewahren: Wenn Gott dir Stärken gibt, die auf Schwächen bei deinen Leitern treffen, achte darauf, nicht zu urteilen oder dich zu überheben. Nutze deine Stärken stattdessen dienend zur Ergänzung.
- 6 Vorbildlicher Umgang mit Autorität: Sei dir bewusst, dass deine Kinder und dein Team von dir lernen, wie man mit unperfekter Leiterschaft umgeht. Zeige einen konstruktiven, respektvollen Weg auf, der ringt, aber nicht lästert.