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Kirche für Düsseldorf e.V.

Duderstädter Straße 17, 40595 Düsseldorf

Wir sind eine evangelische Freikirche voller Menschen, die ihren Glauben aktiv leben. Gemeinsam wollen wir Gott erleben und unsere Stadt positiv verändern.

Täglicher Impuls
Mittwoch

Der eingeborene Sohn Gottes

Jesus ist nicht halb Gott und halb Mensch – er ist ganz Gott und ganz Mensch gleichzeitig. Das apostolische Glaubensbekenntnis nennt ihn 'den eingeborenen Sohn Gottes', und das war damals eine provokante Aussage. Die zwölf Verben im Glaubensbekenntnis zeigen seine volle Menschlichkeit und Göttlichkeit: empfangen, geboren, gelitten, gekreuzigt, gestorben, begraben, hinabgestiegen, auferstanden, aufgefahren, sitzt, kommt, richtet. Er wurde geboren wie wir, litt wie wir – aber er wurde empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, auferstanden von den Toten. Kolosser beschreibt es kraftvoll: 'Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes... Durch ihn ist alles erschaffen... Gott wollte in seiner ganzen Fülle in ihm wohnen.' Wenn du wissen willst, wie Gott ist, schau auf Jesus Christus.

Kolosser 1,15-20
Gebet

Bete, dass Gott dir hilft, die volle Herrlichkeit und Menschlichkeit von Jesus besser zu verstehen.

Herausforderung

Siehst du Jesus als vollkommen Gott und vollkommen Mensch – oder hast du ihn in eine dieser Kategorien eingeschränkt?

"

Aufnahme vom 1. März 2026

Predigt

Was ist dein Warum? - Thomas Ruhl

Sonntag, 1. März 2026
Apostelgeschichte 18,10
Kernaussage

Das Warum der Kirche ist entscheidend: Gott sammelt sich ein Volk und verspricht seine Gegenwart. Wenn wir verstehen, dass Jesus da ist und ein großes Volk in unserer Stadt hat, können wir furchtlos reden und nicht schweigen. Seine Gegenwart macht den Unterschied zwischen einem Event und einem Ort der Verwandlung.

Thomas Ruhl spricht über die fundamentale Bedeutung des "Warum" für die Kirche und das persönliche Leben. Er teilt Erfahrungen aus seiner eigenen Kirche in Wolfsburg, die stark gewachsen ist und nun über 500 Mitglieder hat. Basierend auf Apostelgeschichte 18,10, wo Jesus zu Paulus sagt "Fürchte dich nicht, denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt", erläutert er drei zentrale Punkte: Gott ist noch nicht fertig mit seinem Werk, Jesus sammelt sich sein Volk aus allen Schichten der Gesellschaft, und Gottes Gegenwart macht den entscheidenden Unterschied. Ruhl ermutigt die Gemeinde, dass Kirche nicht primär um Strategien, Events oder Gottesdienstzeiten geht, sondern um die Gegenwart Gottes und die Menschen, die Jesus noch kennenlernen sollen. Er betont, dass jeder willkommen ist in der Kirche, auch wenn niemand perfekt ist. Die Predigt endet mit einem Aufruf, in die persönliche Berufung einzutreten und einem Übergabegebet für Menschen, die Jesus neu kennenlernen möchten.

Hauptthemen (5)

1. Die Bedeutung des Warum

  • Die Wie-Frage wird oft vor der Warum-Frage gestellt, aber das Warum ist die bedeutungsvollste Frage
  • Viktor Frankl: 'Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie'
  • Bei Veränderungen in der Kirche müssen wir uns an das Warum erinnern
  • Jede Predigt und Veränderung muss sich dem Auftrag unterordnen, warum es die Kirche gibt

2. Gott ist noch nicht fertig

  • Gott ruft uns trotz unserer Ängste und Unvollkommenheit
  • Er verspricht seine Gegenwart: 'Ich bin mit dir'
  • Solange wir Luft in der Lunge haben, hat Gott nicht aufgehört, an uns zu arbeiten
  • Die Menschen gehören Jesus und nicht uns

3. Gottes großes Volk

  • Jesus sammelt sich ein Volk durch alle Zeiten und Orte
  • Er ruft Menschen raus aus dem alten Leben und hinein in ein neues Leben
  • Gott hat strategisch Menschen platziert, damit andere ihn kennenlernen
  • Gott sieht Menschen bereits als Teil seines Volkes, bevor sie Christen sind

4. Jeder ist willkommen, aber keiner ist vollkommen

  • In der Kirche in Korinth waren Menschen aus allen Gesellschaftsschichten willkommen
  • Man braucht keine weiße Weste als Eintrittskarte zur Kirche
  • Menschen dürfen kommen wie sie sind, müssen aber nicht so bleiben
  • Mit Jesus ist alles möglich - er kann heilen, neu machen und wiederherstellen

5. Gottes Gegenwart macht den Unterschied

  • Gottes Gegenwart ist nicht nur eine Idee, sondern eine Kraft
  • Mit Gott ist wenig viel, aber ohne Gott ist viel ganz schön wenig
  • Ohne Gegenwart ist Kirche nur ein Event, mit Gegenwart ein Ort der Verwandlung
  • Wo seine Gegenwart ist, da ist auch sein Wesen und sein Wirken
  • Wenn Jesus wirklich da ist, verändert sich unser Gebet und unser Glaube

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Apostelgeschichte 18,10

Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht, denn ich bin mit dir und niemand soll dich angreifen, dir Böses zu tun, denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt.

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Menschen so behandeln, als gehörten sie bereits zu Gottes Volk: Mit Nicht-Christen so natürlich über Gott sprechen, als wären sie bereits Teil der Gemeinde, weil Gott sie bereits so sieht. In Gesprächen selbstverständlich von Gottes Wirken erzählen und für sie beten.
  • 2 Raum für Gottes Gegenwart schaffen: Den Fokus nicht auf perfekte Events legen, sondern darauf, Raum für Gottes Gegenwart zu schaffen. Seine Gegenwart macht den Unterschied zwischen einem Event und einem Ort der Verwandlung.
  • 3 Von passiv zu aktiv in der Berufung wechseln: Nicht länger auf der Zuschauerbank sitzen, sondern in die eigene Berufung einsteigen. Jesus ruft uns raus, um Teil dessen zu sein, was er tun möchte.
  • 4 Reden und nicht schweigen: Laut sein mit dem Leben und dem, was man mit Jesus erlebt hat. Es nicht für sich behalten, sondern durch das eigene Leben einen Unterschied machen.
  • 5 Eine Freundschaft mit Jesus beginnen: Für Menschen, die Jesus noch nicht persönlich kennen: Den ersten Schritt auf ihn zugehen und eine Entscheidung treffen, ihm das Leben zu geben und ihm nachzufolgen.