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Ev. Freikirche Kreuzheide

Franz-Marc-Straße 3-5, 38448 Wolfsburg

Eine Gemeinde von über 200 Mitgliedern mit Programmen für alle Altersgruppen und einem herzlichen Miteinander.

Täglicher Impuls
Mittwoch

Die Gefahr der Verantwortungsflucht

Pilatus erkannte Jesu Unschuld und erklärte öffentlich: 'Ich kann keine Schuld an ihm finden.' Nach römischem Gesetz hätte der Prozess damit enden müssen. Doch statt gerecht zu urteilen, suchte Pilatus nach einem Ausweg. Er fürchtete den Aufruhr und die politischen Konsequenzen. Anstatt klar Position zu beziehen, versuchte Pilatus, seine Verantwortung auf die Menge abzuwälzen. Er bot ihnen die Wahl zwischen Jesus und Barabbas. Das Ergebnis war verheerend: Der Unschuldige wurde verworfen, der Schuldige freigelassen. Es gibt Momente im Leben, in denen wir Verantwortung tragen - in der Familie, bei der Arbeit, in der Gemeinde, in der Gesellschaft. Wenn wir unserer Verantwortung ausweichen und sie einfach anderen überlassen, entstehen genau die Ungerechtigkeiten, die wir vermeiden wollen. Pilatus zeigt uns, wohin Verantwortungsflucht führt: zu Unrecht und Leid.

Johannes 18,38-40
Gebet

Bete um Mut und Weisheit, die Verantwortung zu übernehmen, die Gott dir anvertraut hat, und gerecht zu handeln.

Herausforderung

Gibt es Bereiche in deinem Leben, in denen du Verantwortung trägst, aber versuchst, sie auf andere abzuwälzen?

"

Aufnahme vom 1. März 2026

Predigt

Livestream Gemeinde am Abend der Freikirche Kreuzheide am 01.03.2026

Sonntag, 1. März 2026
Lukas 18,31-43
Kernaussage

Jesus begegnet jedem Menschen einzigartig und erwartet, dass wir ihm zuerst mit Anbetung und Vertrauen begegnen, bevor wir unsere Bitten vorbringen. Wie Bartimäus sollen wir Jesus als den Sohn Gottes erkennen, ihm blind vertrauen und durch unser Zeugnis andere zum Glauben führen.

Dies ist ein Gottesdienst der evangelischen Freikirche Kreuzheide, der mit Lobpreis beginnt und in eine Predigt übergeht. Der Gottesdienst startet mit mehreren Anbetungsliedern, gefolgt von Ankündigungen zu verschiedenen Gemeindeveranstaltungen wie Pizzaessen, Kreativworkshops, Frühjahrsputz, Ostercafé 60plus und einem Nein-Sagen-Workshop. Die Hauptpredigt behandelt die Geschichte von Bartimäus, dem blinden Bettler, der Jesus begegnet und geheilt wird. Prediger Tilman beginnt eine neue Predigtreihe mit dem Titel 'Begegnung mit Jesus' und fokussiert sich auf Menschen, die Jesus vor und nach dem Kreuz begegnet sind. Er stellt die zentrale Frage: 'Kann man Jesus blind vertrauen?' Die Predigt betont drei Hauptpunkte: Glauben (Bartimäus erkannte Jesus als Sohn Davids), Dienen (Jesus würdigte den Blinden durch seine Frage), und Loben (die Heilung führte zu öffentlichem Lobpreis). Der Gottesdienst schließt mit weiteren Lobpreisliedern und einem Segen, wobei Gebetsteams und Salbung für Kranke angeboten werden.

Hauptthemen (4)

1. Das Unverständnis der Jünger

  • Die Jünger verstanden nicht, was Jesus über sein bevorstehendes Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung sagte
  • Sie hatten eigene Vorstellungen vom Messias, der Israel politisch befreien würde
  • Sie kreisten um ihre eigenen Probleme und Wünsche statt um Jesus
  • Sie standen in der Gefahr, ihre Beziehung zu Jesus zu verzwecken

2. Der Glaube des Bartimäus

  • Bartimäus erkannte Jesus als den Sohn Davids, den Messias
  • Er rief nicht nach Heilung, sondern um Erbarmen
  • Er setzte sein volles Vertrauen auf Jesus und warf seinen Mantel (seine Lebensversicherung) weg
  • Er erkannte das dienende Herz Jesu bereits vor dem Kreuz

3. Der Dienst Jesu

  • Jesus fragte Bartimäus, was er von ihm wollte, obwohl es offensichtlich war
  • Durch diese Frage gab Jesus dem Blinden Wertschätzung und Würde zurück
  • Jesus stellte sich nicht selbst in den Vordergrund, sondern den Hilfesuchenden
  • Jesus möchte unser Herzensanliegen hören und nicht nur Bitten abarbeiten

4. Das Lob und Zeugnis

  • Bartimäus folgte Jesus nach und lobte Gott laut
  • Die Menge, die ihn zuvor zum Schweigen bringen wollte, stimmte in das Lob ein
  • Sein Zeugnis veränderte sein Umfeld
  • Die Kraft des persönlichen Zeugnisses kann andere Menschen zu Jesus führen

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Lukas 18,31-43

Jesus nahm die Zwölf beiseite und sagte zu ihnen, wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf, dort wird sich alles erfüllen, was bei den Propheten über den Menschensohn steht. Er wird den Heiden übergeben werden, die Gott nicht kennen. Er wird verspottet, misshandelt und angespuckt werden. Man wird ihn auspeitschen und schließlich töten. Doch drei Tage danach wird er auferstehen. Die Jünger begriffen von all dem nichts. Der Sinn dieser Worte war ihnen verborgen. Sie verstanden nicht, was damit gemeint war. Als Jesus in die Nähe von Jericho kam, saß dort ein Blinder am Straßenrand und bettelte. Er hörte, wie eine große Menschenmenge vorüberzog und erkundigte sich, was das zu bedeuten habe. Jesus von Nazareth kommt vorbei, erklärte man ihm. Da rief er, Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir. Die Leute, die vor Jesus hergingen, fuhren ihn an, er solle doch still sein. Doch er schrie nur umso lauter, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir. Und Jesus blieb stehen und ließ ihn zu sich holen. Als der Blinde vor ihm stand, fragte ihn Jesus, was möchtest du von mir? Herr, antwortete er, ich möchte sehen können. Da sagte Jesus zu ihm, du sollst sehen können. Dein Glaube hat dich gerettet. Im selben Augenblick konnte der Mann sehen, er folgte Jesus nach und lobte und pries Gott. Und auch die ganze Volksmenge, die seine Heilung miterlebt hatte, gab Gott die Ehre.

Psalm 37,4

Freu dich über den Herrn und er wird dir geben, was du dir von Herzen wünschst.

Weitere Referenzen

  • Jakobus 5
  • Philipper 4,8

Praktische Anwendung (4)

  • 1 Erst Anbetung, dann Bitte: Beginne dein Gebet mit Lob und Dank für Gottes Größe und Güte, bevor du deine persönlichen Anliegen vorbringst. Erkenne Jesus als den Sohn Gottes an und bitte dann um sein Erbarmen.
  • 2 Jesus dein Herzensanliegen mitteilen: Bringe Jesus konkret deine Sorgen, Ängste, Nöte und Krankheiten vor. Er möchte hören, was dich bewegt, und dir würdevoll begegnen.
  • 3 Dein Zeugnis teilen: Lade Freunde zu einem Spaziergang oder Kaffee ein und erzähle ihnen, was Jesus in deinem Leben getan hat. Unterschätze nicht die Kraft deiner persönlichen Geschichte.
  • 4 Für dich beten lassen: Nutze die Möglichkeit, dich von anderen für deine Anliegen beten zu lassen, besonders wenn es um Krankheit oder große Lasten geht, wie in Jakobus 5 ermutigt wird.