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Ev. Freikirche Kreuzheide

Franz-Marc-Straße 3-5, 38448 Wolfsburg

Eine Gemeinde von über 200 Mitgliedern mit Programmen für alle Altersgruppen und einem herzlichen Miteinander.

Täglicher Impuls
Mittwoch

Die Gefahr der Verantwortungsflucht

Pilatus erkannte Jesu Unschuld und erklärte öffentlich: 'Ich kann keine Schuld an ihm finden.' Nach römischem Gesetz hätte der Prozess damit enden müssen. Doch statt gerecht zu urteilen, suchte Pilatus nach einem Ausweg. Er fürchtete den Aufruhr und die politischen Konsequenzen. Anstatt klar Position zu beziehen, versuchte Pilatus, seine Verantwortung auf die Menge abzuwälzen. Er bot ihnen die Wahl zwischen Jesus und Barabbas. Das Ergebnis war verheerend: Der Unschuldige wurde verworfen, der Schuldige freigelassen. Es gibt Momente im Leben, in denen wir Verantwortung tragen - in der Familie, bei der Arbeit, in der Gemeinde, in der Gesellschaft. Wenn wir unserer Verantwortung ausweichen und sie einfach anderen überlassen, entstehen genau die Ungerechtigkeiten, die wir vermeiden wollen. Pilatus zeigt uns, wohin Verantwortungsflucht führt: zu Unrecht und Leid.

Johannes 18,38-40
Gebet

Bete um Mut und Weisheit, die Verantwortung zu übernehmen, die Gott dir anvertraut hat, und gerecht zu handeln.

Herausforderung

Gibt es Bereiche in deinem Leben, in denen du Verantwortung trägst, aber versuchst, sie auf andere abzuwälzen?

"

Aufnahme vom 8. März 2026

Predigt

Siehe, ich mache alles neu | Matthew Möller | Freikirche Kreuzheide

Sonntag, 8. März 2026
Offenbarung 21,5
Kernaussage

Veränderung ist Teil von Gottes Plan und nicht das Ende, sondern die Vorbereitung auf etwas Neues. Gott möchte uns manchmal aus dem Lärm des Alten herausnehmen, damit wir das Neue überhaupt hören können. Johannes' Weg von der Brust Jesu nach Patmos zeigt, dass Gott nicht unseren Erfolg braucht, um uns zu begegnen, sondern oft nur unsere Stille und unser hingebungsvolles Herz.

Diese Predigt behandelt die Jahreslosung "Siehe, ich mache alles neu" anhand der Geschichte von Johannes dem Jünger. Der Prediger beschreibt, wie Johannes von einem Leben an der Seite Jesu zu einer Verbannung auf der Insel Patmos kam - von Erfolg und Gemeinschaft zur Einsamkeit. Diese scheinbare Strafe war jedoch Gottes Vorbereitung für die größte Vision: die Offenbarung. Der Prediger ermutigt die Gemeinde, Veränderungen nicht zu fürchten, sondern als Gottes Plan zu akzeptieren. Die Botschaft richtet sich besonders an die Verbindung zwischen Generationen in der Gemeinde. Es wird betont, dass Veränderung schmerzhaft ist, aber notwendig - ob im Job, in der Familie oder im Gemeindedienst. Mit drei Punkten wird die Gemeinde ermutigt: Vertraue auf Gottes Pläne, erwarte das Neue durch Loslassen des Alten, und lebe im Jetzt. Die Jugend lädt die gesamte Gemeinde ein, gemeinsam als Familie in Gottes Namen zu wandeln, wobei die Älteren ihre Erfahrung und die Jüngeren ihre Energie einbringen sollen.

Hauptthemen (4)

1. Johannes' Lebensweg: Von der Brust Jesu nach Patmos

  • Johannes war der Jünger, den Jesus liebte und der an seiner Brust lag
  • Er war Tag und Nacht mit Jesus unterwegs und sah seine Wunder
  • Seine Identität war durch Jesus gemauert - er war ein Star der frühen Kirche
  • Er wurde auf die Insel Patmos verbannt - isoliert, alleine, ohne Gemeinschaft
  • Auf Patmos empfing er vom Geist Gottes ergriffen die größte Vision der Weltgeschichte

2. Die Schwierigkeit und Notwendigkeit von Veränderung

  • Wir klammern uns an Positionen, Aufgaben und Identitäten in Job, Gemeinde und Familie
  • Veränderung fühlt sich oft unwohl an und tut weh
  • Manchmal müssen die Karten neu gemischt und Altes aussortiert werden, um Platz für Neues zu schaffen
  • Gott muss uns manchmal aus dem Lärm des Alten herausnehmen, damit wir das Neue hören können
  • Veränderung ist keine Strafe, sondern Vorbereitung von Gottes Plan

3. Gottes Begegnung in der Stille

  • Gott braucht nicht unseren Erfolg, um uns zu begegnen
  • Er braucht oft nur unsere Stille und unser hingebungsvolles Herz
  • Die größte Vision kam nicht im Tempel oder bei toller Lobpreisband, sondern in der Einsamkeit
  • Jesus ist mit uns auf unserer Insel, in der ruhigen Phase
  • Patmos ist nicht das Ende, sondern der Ort der Offenbarung

4. Generationenübergreifende Gemeinde als Familie

  • Alte und Junge sollen gemeinsam etwas Neues schaffen
  • Die Älteren nehmen die Jüngeren an die Hand und warnen vor Fehlern
  • Die Jüngeren zeigen den Älteren Gotteskraft und Energie
  • Erfahrung und Energie sollen zusammengebracht werden
  • Herzen füreinander und zueinander öffnen in Gottes Namen

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Offenbarung 21,5

Siehe, ich mache alles neu

Offenbarung 1,9

Ich war auf der Insel Patmos. Am Tag des Herrn wurde ich vom Geist Gottes ergriffen.

Römer 8,28

Denen die Gott lieben, dient alles zum Guten

2. Korinther 5,17

Das Alte ist vergangen und siehe, neues ist geworden

Galater 2,20

Ich lebe aber doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Vertraue - Gottes Pläne stehen bereits fest: Wenn du Angst vor Veränderung hast, fang an Gott zu lieben, dann wird alles zum Guten dienen. Vertraue darauf, dass Gott einen Plan hat, auch wenn die Veränderung schwer ist.
  • 2 Erwarte - Lass das Alte los: Das Neue kommt oft dort, wo wir anfangen, das Alte loszulassen und wegzuwerfen. Hab keine Angst, das Neue wird gut, wenn es in Gottes Namen ist.
  • 3 Lebe im Jetzt - Das Reich Gottes beginnt heute: Du musst nicht warten, bis du wieder in deinem Dienst oder Amt bist. Jesus ist mit dir auf deiner Insel, in dieser ruhigen Phase, genau jetzt.
  • 4 Öffne dein Herz für Veränderung in der Gemeinde: Erlaube als Familie und Gemeinde, dass Erfahrung und Energie zusammenkommen. Ältere sollen Jüngere unterstützen, und Jüngere dürfen ihre Kraft und neue Perspektiven einbringen.
  • 5 Nutze die Kraft des Gebets: Öffne dein Herz für Gott und nutze die Gemeinschaft im Gebet. Nimm Jesus direkt mit in die Schritte der Veränderung und erfahre, wie wertvoll und kraftvoll es ist, füreinander zu beten.